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„Entscheide dich auf jeden Fall für einen Beruf, der Zukunft hat“ - wenn es um Berufswahl geht, hört man diesen Satz immer wieder. Doch was soll man sich darunter genau vorstellen? Welche Berufe haben Zukunft? Gibt es überhaupt spezielle Zukunftsberufe? Und brauche ich dafür spezielle Voraussetzungen?

Wenn du dich für einen Beruf entscheidest, ist es wichtig, dass du mit deiner Ausbildung später gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast. Diese Anforderung solltest du auf jeden Fall an deinen Wunschberuf stellen. Doch oft lässt sich das nicht leicht einschätzen, denn die Arbeitswelt verändert sich ständig. Bestimmte Berufe werden phasenweise mehr gebraucht, andere dafür weniger, es entstehen deswegen sogar neue Berufe
Neue Berufe werden von dem zuständigen Ministerium, Arbeitgebern, Gewerkschaften, Bund und Ländern gemeinsam entwickelt.
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neue Berufe
, und manchmal verschwinden einige ganz. Mit der schnellen Entwicklung von Computer und Internet sind in den letzten Jahren zum Beispiel die Berufe der Informationstechnik sehr wichtig geworden. Heute werden viel mehr Computerspezialisten gebraucht als früher, also werden viel mehr Menschen für diese Berufe ausgebildet. In ein paar Jahren kann die Situation aber schon wieder anders aussehen und es gibt neue Berufsfelder
Ausbildungsberufe mit ähnlichen Ausbildungsinhalten.
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Berufsfelder
, in denen Fachkräfte gebraucht werden.

Es ist also schwer vorherzusagen, ob ein Beruf Zukunft hat. Fachleute, die sich mit diesem Thema beschäftigen, sagen sogar: Die Zukunftsberufe an sich gibt es nicht. Doch trotz allem lassen sich Trends am Arbeitsmarkt erkennen und die können dir bei deiner Entscheidung für den richtigen Beruf helfen.

Berufe aus zukunftsorientierten Berufsbereichen

Nach Einschätzungen und Prognosen von Fachleuten gibt es einige Berufsbereiche, die als besonders zukunftsträchtig eingeschätzt werden. Es ist also zu erwarten, dass dort auch zukünftig Fachkräfte benötigt werden.

  • Berufe der IT-Branche
    Berufe, die mit der Herstellung und Programmierung von Computern und mit Telekommunikation zu tun haben, sind zukunftsträchtig. Dazu gehören vor allem auch Computer- und Datenverarbeitungsspezialisten, wie Fachinformatiker/innen und Telekommunikationsspezialisten, oder etwa Mikrotechnolog/inn/en.
  • Klassische Produktions- und Dienstleistungsberufe
    Hier werden vor allem Fachkräfte für die Metall-, Elektro- und Baubranche benötigt, ebenso Industriekaufleute und Techniker.
  • Soziale, pflegende, beratende und unterrichtende Berufe
    In Zukunft wird es z. B.  immer mehr alte Menschen geben. Hier werden zukünftig in wachsendem Umfang Fachkräfte benötigt - also beispielsweise Kranken- und Altenpfleger und Erzieher/innen
  • Ökologieberufe
    Insbesondere dem Sektor erneuerbarer Energien wird Zukunft zugesprochen. Kohle, Gas und Erdöl, aus denen wir bislang den Großteil der Energie gewonnen haben, werden immer weiter aufgebraucht. Deshalb werden neue Energiequellen erschlossen. Das sind z. B. Wind- und Solarenergie, Wasserkraft und Bioenergie.


Klassische Berufe mit neuem Spezial-know-how

Nimmst du beispielsweise die Berufe, die im Sektor der erneuerbaren Energien gebraucht werden, näher unter die Lupe, dann findest du darunter viele Berufe, die es schon lange gibt. Dachdecker/in, Elektroniker/in, und Anlagenmechaniker/in oder Industriemechaniker/in
Industriemechaniker/innen sind handwerklich geschickt und haben ein gutes technisches Verständnis. Sie arbeiten in ganz unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, wie zum Beispiel der Stahlindustrie.
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Industriemechaniker/in
gehören dazu. Wie geht das denn? Die sollen plötzlich Zukunftsberufe sein? Hier solltest du dich genauer informieren, denn natürlich entwickeln sich auch die „traditionellen" Berufe immer weiter.
Der Dachdecker kennt sich eben auch mit Abdichtungstechniken aus und die Anlagenmechanikerin weiß heutzutage, wie man Solarzellen installiert. Auch die klassischen Berufe werden eben immer wieder an neue Anforderungen, Wissensfelder und technische Entwicklungen angepasst und wer da arbeitet, kann sich entsprechend weiterqualifizieren - etwa zum Energieberater oder zur Solateurin.

Berufe mit Beständigkeit

Zukunft haben außerdem auch jene Berufe, die es immer geben wird, weil sie nicht wegrationalisiert werden können. Allgemein wird die menschliche Arbeitskraft immer mehr durch Technik und Maschinen ersetzt. Bankautomaten und Online-Banking sind für uns heute selbstverständlich - das haben früher Bankangestellte gemacht. Doch Maschinen und Roboter können nicht alle Arbeiten und Dienstleistungen übernehmen. Nach wie vor werden Menschen gebraucht, die dir deinen neuen Heizkessel installieren, tagsüber auf deine Kinder aufpassen, im Restaurant das Essen kochen oder den Garten neu anlegen. Ob als Koch oder Köchin, Gärtner/-in, Erzieher/-in oder Installateur/-in - mit vielen Berufen wirst du also auch weiterhin gute Chancen haben.

Wichtig ist allerdings, dass du dich informierst, wie viele Ausbildungsstellen es in deiner Region gibt und ob der Beruf sehr überlaufen ist - dann wird es wegen der hohen Konkurrenz schwerer sein, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen. In so einem Fall gibt es aber oft auch interessante Alternativen, die ähnlich, aber weniger bekannt sind. Da solltest du auf jeden Fall nicht locker lassen und alles tun, um zu erfahren, welche Möglichkeiten es für dich gibt. Am besten sprichst du dafür mit Leuten, die sich mit deinem Wunschberuf auskennen - die Berufsberater/innen bei der Agentur für Arbeit
Die Arbeitsagentur oder Agentur für Arbeit steht dir bei deiner Ausbildungsplatzsuche mit Rat und Tat zur Seite.
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Agentur für Arbeit
oder Ausbildungsbeauftragte bei Kammern und Innungen. Wenn du jemanden kennst, der diesen Beruf ausübt, dann ist das sicher auch eine super Adresse, um Infos zu bekommen.

Du siehst also: es gibt verschiedene Möglichkeiten, deinen Beruf mit Zukunft zu finden. Die Zukunftsberufe an sich gibt es nicht. Arbeitsmarkttrends können für deine Entscheidung eine Hilfestellung sein. Das wichtigste ist aber, dass du einen Beruf findest, der gut zu dir passt. Nur wenn du den Beruf gerne ausübst, wirst du auch gut darin sein. Und nur wenn du gut bist, hast du auch gute Zukunftsaussichten. Deshalb solltest du nie nur danach fragen, welche Berufe allgemein möglicherweise Zukunft haben, sondern vor allem überlegen, welche Berufe dich interessieren. Wenn du mehrere Berufe gefunden hast, die für dich in Frage kommen, dann kannst du prüfen, bei welchen davon besonders gute Beschäftigungsaussichten bestehen. Und dann solltest du immer zuerst ein Praktikum
Ein Praktikum ist ein Schnuppern in die Praxis.
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Praktikum
machen. Nur so kannst du herausfinden, ob dir der Beruf wirklich liegt.

Übrigens

Nicht vergessen! Deine berufliche Zukunft hängt nicht nur von den Trends des Arbeitsmarkts ab, sondern vor allem davon, ob dein Beruf zu dir passt und du in ihm gut sein kannst. Entscheidend ist oft deine Qualifikation, denn Spezialisten und Fachleute sind immer gefragt. Eine Ausbildung mit einem guten Abschluss ist hierfür der beste Grundstein. Deine Stärken und Interessen sind die besten Trümpfe, die du bei deiner beruflichen Zukunftsplanung einsetzen kannst.

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©beroobi

Holger Krause vom BIZ im Interview!

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Partner von BEROOBI: Bundeministerium für Bildung und Forschung, Europäische Union, Europäischer Sozialfond
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