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Tätigkeiten



Abbund: Messen, Sägen, Fräsen und Bohren

Als Zimmerer/in ist Holz dein Werkstoff! Du baust daraus Konstruktionen für Dächer, Wände, Decken oder Balkone, die mit Holz verkleidet werden. Du wählst das passende Holz aus und bereitest alle Einzelteile vor. Das nennen Zimmerleute übrigens Abbund. Stehen alle Elemente beispielsweise einer Wand fix und fertig – das heißt maßgenau zurechtgesägt, eventuell gefräst oder mit gebohrten Löchern versehen – in der Werkstatt, können sie hier oder aber auf der Baustelle montiert werden.

Montieren

Die Montage von Holzelementen ist eine deiner Hauptaufgaben als Zimmerer/in! Entsprechend dem Bauplan legst du dir alle vorbereiteten und meist durchnummerierten Einzelteile zurecht und fügst sie passgenau zusammen. Dabei brauchst du Geschick im Umgang mit dem Hammer, Schrauber und Nagelschießer. Einige Montagearbeiten erledigen Zimmerleute bereits in der Betriebshalle, das meiste wird aber auf der Baustelle montiert. Hier werden Holzwände aufgestellt und befestigt oder ganze Dachelemente aufgesetzt und fest verschraubt. Zur Montage gehört auch, dass du vor Ort Wandverkleidungen anbringst, Holzfußböden verlegt oder Holztreppen und Balkongerüste anbringst.

Restaurieren und Instandhalten

Als Zimmerer/in pflegst und erneuerst du auch alte Holzkonstruktionen, beispielsweise in Fachwerkhäusern oder Kirchen, Klöstern und Pfarrhäusern. Diese Gebäude sind meistens ziemlich alt und haben schon viel durchgestanden. Zwar ist Holz ein sehr stabiler Baustoff, aber eben nur wenn er gut geschützt ist und gepflegt wird. Vor allem Feuchtigkeit durch Regen und Schnee lässt das Holz instabil werden. Morsche Holzteile musst du dann neu imprägnieren oder auch komplett austauschen.

Dämmen

Häuserfassaden und Dächer müssen gut gegen den unnötigen Verlust von Heizwärme, aber auch gegen eindringende Kälte von außen gedämmt werden. Jede noch so kleine Ritze muss abgedichtet werden, weil diese als sogenannten Wärmebrücken häufig die eigentlichen Schwachstellen sind. Zimmerer/innen verwenden dafür spezielle Folien oder auch Zellulose. Die wird einfach zwischen zwei Holzlagen gepustet. Am häufigsten aber werden die meist gelben oder grauen Mineralfasermatten aus Glas- oder Steinwolle zum Dämmen benutzt. Die lassen sich schnell und passgenau zuschneiden und werden zwischen Innen- und Außenwand gestopft.
Mit speziellen Holzbelägen oder Matten dämmst du Fußböden und Zwischendecken gegen allzu laute Schallgeräusche.

Lasieren und Lackieren

Je nach dem, ob ein Holzelement für innen oder außen verwendet wird, muss es speziell behandelt werden. Dafür gibt es viele verschiedene Lasuren und Lacke, auch in unterschiedlichen Farbtönen. Du musst das Richtige auswählen und damit das Holz versiegeln. Erst nach dem sorgfältigen Auftragen mit Pinseln oder Sprühgeräten dann ist das Holz wetterfest und geschützt.

Arbeiten im Team

Zimmererleute arbeiten körperlich sehr hart – im Betrieb und auf den Baustellen. Sie müssen schwere Holzbalken heben, tragen und montieren. Da ist es besser, es packen mehrere mit an. Auf der Baustelle arbeitet Jörn zudem oft mit anderen Gewerken wie Dachdecker/innen, Trockenbauer/innen oder Maurer/innen zusammen. Damit sie sich gegenseitig nicht in die Quere kommt, müssen Abläufe abgestimmt und organisieren werden.

Schutzkleidung

Schutzkleidung ist wichtig, denn du arbeitest als Zimmerer/in oft auf Dächern und benutzt dort, aber auch in der Werkstatt die verschiedensten Werkzeugen und Maschinen. Neben festen Arbeitsschuhen mit Stahlsohlen und – kappen zählt folgendes zu deiner Ausrüstung: Ein Gehörschutz schützt deine Ohren vor Maschinenlärm und eine Schutzbrille verhindert, dass umher fliegende Späne deine Augen verletzen. Außerdem trägst du je nach Tätigkeit Schutzhandschuhe und auf der Baustelle einen Helm – zumindest wenn gerade ein Kran im Einsatz ist und Material transportiert. Gerüste an den Bauwerken und Netze verhindern, dass du abstürzen kannst. In großen Höhen und auch, wenn du beispielsweise auf einer Hebebühne stehst, musst du dich anseilen.

Dein Werkstoff

Die Zimmerei, in der Jörn arbeitet, hat ein riesiges Holzlager. Darin lagert vor allem Fichtenholz. Es ist relativ günstig, weil Fichten schnell wachsen und wird von Jörn am häufigsten benutzt – vor allem beim Bau von Wänden und Dachstühlen. Es gibt sogar Holzarten, die schützen sich selbst vor Feuchtigkeit. Sie bilden eine Art Harzschicht aus, die Nässe fernhält, zum Beispiel Lerche, Douglasie und das teure Eichenholz.