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Ausbildung

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Ausbildungsform

Die Ausbildungsform nennt sich duales System, das bedeutet, du lernst sowohl in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb bekommst du die nötige Praxis und in der Berufsschule zusätzlich theoretisches Wissen vermittelt. Entweder gehst du jede Woche ein oder zwei Tage in die Berufsschule oder für einige Wochen am Stück.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Wenn du bereits eine Ausbildung oder ein Berufsgrundbildungsjahr im handwerklichen Bereich abgeschlossen hast, kannst du die Ausbildungszeit verkürzen. Auch besonders gute Noten und gute Arbeitsergebnisse können Grund für eine Verkürzung sein. Ob du das darfst, darüber entscheiden Ausbildungsbetrieb, die Industrie- und Handelskammer und die Berufsschule gemeinsam.

Ausbildungsinhalte

- Veranstaltungen kalkulieren und Angebote erstellen.
- Sicherheit und Infrastruktur von Veranstaltungsstätten beurteilen.
- Arbeitsabläufe, Zusammenarbeit im Team und Projektkoordination planen.
- Geräte und Anlagen bereitstellen, einrichten und prüfen.
- Geräte und Anlagen transportieren, montieren und lagern.
- Veranstaltungsaufbauten aufstellen, montieren und demontieren.
- Bühnen- und szenentechnischen Einrichtungen bedienen.
- Energieversorgung organisieren, bereitstellen und prüfen.
- Beleuchtungs- und Projektionsanlagen auf- und abbauen, einrichten und bedienen.
- Beschallungsanlagen auf- und abbauen, einrichten und bedienen.
- Bild, Ton und Daten aufnehmen und übertragen.
- Spezialeffekte einsetzen.
- Veranstaltungen und Projekte durchführen.
- Veranstaltungskonzepte nach Kundenwünschen und Regievorgaben entwickeln und durchführen.

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik legst du eine zweiteilige Abschlussprüfung ab. Für den ersten Teil hast du im Betrieb ein Projekt durchgeführt, z.B. hast du nach Kundenwunsch selbständig eine Preisverleihung mit anschließendem Fest geplant, organisiert und technisch betreut. In der Prüfung präsentierst du das (z.B. per Beamer vom Laptop aus). Im Teil zwei beweist du, was du theoretisch und praktisch in den Bereichen Konzeption, Veranstaltungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde gelernt hast. Die Abschlussprüfung legst du entweder im Schwerpunkt "Aufbau und Durchführung" ab oder im Schwerpunkt "Aufbau und Organisation". Worauf du dich spezialisiert hast, das steht dann auch im Gesellenbrief.

Einsatzbereiche

Als Fachkraft für Veranstaltungstechnik kannst du bei Betrieben arbeiten, die sich darauf spezialisiert haben, Technik für Bühnen - und Open-air-Veranstaltungen, bei Film- und Fernsehproduktionen oder für Konferenzen, Kongresse sowie Konzerte zu vermieten, abzubauen und die Veranstaltungen im Ablauf zu betreuen. Ob dies freiberuflich geschieht oder eine Festanstellung ist, hängt von den Fachbetrieben ab. Ebenfalls kannst du dein Wissen in Veranstaltungshäusern einbringen, die regelmäßig Theater- oder Musikaufführungen veranstalten.

Verdienst

Nicht alle Fachkräfte für Veranstaltungstechnik bekommen das gleiche Geld während der Ausbildung. Die Höhe ist nämlich von Betrieb zu Betrieb, aber auch je nach dem, in welcher Region du lernst, unterschiedlich. Folgender Bruttoverdienst kann dir als erste Orientierung dienen.

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: € 531
2. Ausbildungsjahr: € 619
3. Ausbildungsjahr: € 707

Nach der Ausbildung
Mit etwa € 2.313 bis € 2.752 Bruttoeinkommen kannst du als Berufsanfänger möglicherweise rechnen. Das tatsächliche monatliche Grundgehalt hängt auch hier vom Betrieb, der Region und deinen Tätigkeiten dort sowie deiner Spezialisierung ab. Berufserfahrung und Verantwortung werden außerdem berücksichtigt. Dies gilt für Anstellungen in Veranstaltungshäusern. Da viele Veranstaltungstechniker nach Abschluss der Ausbildung freiberuflich tätig sind, rechnen sie Tagessätze ab. 200 Euro bis 350 Euro können hier üblich sein. Wichtig zu wissen: auch hier werden Steuern und Krankenversicherungsbeiträge fällig.
(Quelle: BERUFENET, 2014)