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Ausbildung

Tischler

Ausbildungsform

Die meiste Zeit verbringst Du während der Ausbildung in einem Handwerksbetrieb. Daneben besuchst du die Berufsschule, in der die Theorie gelernt wird, die du als Tischler/in brauchst. Der Unterricht findet ein bis zwei Tage in der Woche oder am Stück als Blockunterricht in Fachklassen statt. Neben der Ausbildung im Betrieb hast du auch die Möglichkeit eine schulische Ausbildung als Tischler/in machen. Hier lernst du die theoretischen Grundlagen im Unterricht und die Praxis bei Projektarbeiten und in Betriebspraktika.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen – meist um 6 bis 12 Monate. Frage dazu deinen Betrieb, deine Berufsschule und die zuständige Handwerkskammer.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung werden dir alle Grundlagen vermittelt, die du als Geselle oder Gesellin im Tischlerhandwerk brauchst. Von Anfang an musst du im Betrieb mit „anpacken“ und auch Montagearbeiten durchführen. In der Berufsschule lernst du zum Beispiel, wie verschiedene Produkte und Möbel aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt und Bauelemente fachgerecht montiert werden. - Mit Informations- und Kommunikationssystemen umgehen
- Mit branchenspezifischer Software arbeiten
- Skizzen, Pläne und Zeichnungen anfertigen
- Technische Unterlagen lesen und Materialbedarf ermitteln
- Arbeitsplätze einrichten und sichern
- Wissen über verschiedene Holzarten und Holzwerkstoffe und deren manuelle oder maschinelle Bearbeitung aneignen
- Verschiedene Möbel, Bauelemente und Innenausbauten herstellen
- Hand- und Maschinenwerkzeugen handhaben und instand halten
- Verschiedenen Maschinen und Anlagen einstellen und steuern
- Oberflächen bearbeiten und -behandeln
- Pflege- und Bedienungsanleitungen anwenden
- Montagearbeiten vorbereiten, durchführen und kontrollieren
- Kundenorientiert arbeiten, mit Reklamationen umgehen, Entwürfe präsentieren
- Qualitätskontrollen durchführen
- Instandhaltungsarbeiten durchführen
- Abfallstoffen entsorgen
- Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften befolgen und umsetzen

Abschluss

Nach drei Jahren steht die Gesellenprüfung an. Im praktischen Teil musst du zwei Arbeitsaufgaben durchführen, zum Beispiel ein Möbelstück selbst entwerfen, planen und aus verschiedenen Materialien herstellen - das Gesellenstück. Im schriftlichen Teil stehen die Prüfungsbereiche Gestalten und Konstruieren, Planen und Fertigen, Montage und Service sowie Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Plan.

Einsatzbereiche

Als Tischler/in arbeitest du in erster Linie in Tischlereibetrieben und bei Herstellern von Möbeln, Holzwaren oder Holzwerkstoffen. Auch Baumärkte oder Möbelhäuser können Arbeitgeber für Tischler/innen sein. Spezielle Einsatzbereiche, wie Theater mit eigenen Tischlereien, Messebauunternehmen oder Betriebe des Schiffbaus kommen ebenso in Frage.

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Bundesland und dem dort geltenden Tarifvertrag. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:
Bruttoverdienst während der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: € 483 bis € 490
2. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 607
3. Ausbildungsjahr: € 690 bis € 744
(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Auch nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Faktoren ab. Das Einstiegsgehalt kann bei € 14,34 pro Stunde liegen. Bei einer 40-Stunden Woche kannst du so mit einem Bruttogehalt von € 2.294,40 rechnen. Mit mehr Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen steigt dein Gehalt.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)