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Tätigkeiten



Schalungsbau

Stahlbetonbauer/innen bauen, wie der Name schon sagt, Gebäude aus Beton. Da Beton zunächst eine flüssige Masse ist, braucht es eine Form, in die der Beton gegossen werden kann. Und die Herstellung dieser Form nennt man Schalungsbau. Stahlbetonbauer/innen stellen also aus Metall und Holz Schalungen her, die mit Beton gefüllt, dann jede nur erdenkliche Form ergeben – so wie eine Säule, eine Bodenplatte oder eine Treppe. Auch Aussparungen für Türen oder Fenster dürfen Stahlbetonbauer/innen nicht vergessen.

Bewehrungsarbeiten

Stahlbeton besteht aus Beton und Stahl. Das hat einen einfachen Grund: Ohne Stahl würde der Beton zwar Druck standhalten aber keinem Zug. Das heißt, er würde zwar Belastungen, die senkrecht von oben kommen, aushalten, aber keine Kräfte, die waagerecht wirken. Dafür ist der Stahl im Beton da. Aus Matten- und Stabstahl bauen Stahlbetonbauer/innen ein Geflecht, das dann später vom flüssigen Beton umschlossen wird. Wichtig ist, dass am Ende die Betonschicht über dem Stahl dick genug ist. Denn sonst könnte der Stahl rosten und sich dadurch ausdehnen. Der Beton würde dann abplatzen.

Pläne lesen und verstehen

Pläne, die Ingenieure/-innen oder Architekten/-innen liefern, sind für Stahlbetonbauer/innen auf der Baustelle immer dabei. In Patricks Team bedecken Pläne den Tisch im Bauwagen. Darin finden sich wichtige Infos, wie zum Beispiel Maße des Gebäudes oder statische Vorgaben an die Festigkeit des Betons. Besonders wichtig sind die Bewehrungspläne. Darin ist genau festgelegt, wie die Stahlgeflechte in jedem Betonkörper auszusehen haben, außerdem ist jedes einzelne Bauteil genau bezeichnet, so dass es auf der Baustelle gefunden werden kann.

Betonieren

Wenn die Schalung steht und die Bewehrung liegt, kommt der Beton. Jetzt muss es schnell gehen, denn meistens wird er in großen Betonmischern angeliefert und muss dann so schnell wie möglich verarbeitet werden, da er  sonst hart wird. Ist der Beton in die Schalung eingefüllt, muss die Luft aus dem Beton raus, das heißt, der Beton muss verdichtet werden. Damit eine schöne Oberfläche entsteht, wird der Beton schließlich geglättet.

Schalung entfernen

Ein großer Moment: Die Schalung kommt weg. Jetzt sieht der Stahlbetonbauer bzw. die Stahlbetonbauerin, ob die Arbeit gut gelungen ist. Oft schalen Stahlbetonbauer/innen bereits nach ein, zwei Tagen aus und verwenden die Schalung gleich wieder an einer anderen Stelle auf der Baustelle. Allerdings ist der Beton dann noch nicht wirklich ausgehärtet und hat damit auch noch nicht seine endgültige Festigkeit. Manchmal bleiben dann noch ausgewählte Stützen stehen, die die Statik sichern, bis dann – nach 28 Tagen – der Beton schließlich ganz ausgehärtet und damit vollständig tragfähig ist.

Sanierung

Auch Beton altert. Es können Risse entstehen und im schlimmsten Fall können Betonteile herausbrechen. Dann muss saniert werden. Der häufigste Grund, warum eine Sanierung notwendig ist, ist der Stahl im Beton: Wenn die Betonschicht zum Beispiel von Beginn an zu dünn war, dringt Feuchtigkeit in den Beton ein. Dadurch rostet der Stahl, dehnt sich aus und dann platzt der Beton ab. In diesem Fall müssen Stahlbetonbauer/innen den kaputten Beton abstemmen, den Stahl freilegen, reinigen, gegebenenfalls neuen einsetzen und die Betondecke wieder schließen. Auf den Stahl kommt immer auch noch zusätzlich ein Rostschutz, damit er wieder länger hält.

Maß halten

Die Kunst eines Stahlbetonbauers bzw. einer Stahlbetonbauerin besteht nicht zuletzt darin, sich an Maße zu halten. Und das ist gar nicht so leicht, denn wenn ein/e Stahlbetonbauer/in auf einer Baustelle anfängt, gibt es ja oft nichts außer unebenem Boden und grob ausgehobene Baugruben. Um da sicher zu gehen, dass das Gebäude an der richtigen Stelle anfängt, aufhört und am Ende nicht schief ist, bedarf es guter Maßarbeit. Wichtig dabei sind vor allem die sogenannten Schnurgerüste, die die Außenkanten des Gebäudes abbilden, und ein festgelegter Höhenpunkt, von dem aus alle Höhenmaße genommen werden.