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Tätigkeiten



Bringen Schornsteinfeger Glück?

Dass Schornsteinfeger Glück bringen ist ein alter Volksglaube. Früher war es sehr wichtig, dass der Kamin gut funktionierte und sauber war. Denn damit wurden Mahlzeiten zubereitet und das Haus geheizt. War der Kamin verstopft und dreckig konnte sich durch den angesammelten Ruß sogar Feuer entzünden. Schornsteinfeger/-fegerinnen brachten daher das „Glück ins Haus“: Sie sorgten dafür, dass der Kamin immer sauber war und der Rauch gut abziehen konnte.

Arbeitskleidung

Kehranzug, Messjacke, Messhose, Halstuch, Handschuhe und Arbeitsschuhe - als Schornsteinfeger/-in hast du eine ganz besondere Kleidung! Sie schützt dich zum einen vor Ruß und Dreck, dient aber auch deiner Sicherheit.
Und der Zylinder? Der gehört zur Tradition des Berufs dazu, wird aber heute während der Arbeit nur noch selten getragen!

Prüfen und Kontrollieren

Als Schornsteinfeger/-fegerin hast du es mit Anlagen rund ums Feuern, Heizen und Lüften zu tun. Die Vielfalt ist groß: Schornsteine, Lüftungsanlagen, Feuerungsanlagen wie Gas- und Ölheizungen und Feuerstätten wie Kamine.
In Kellerräumen, auf dem Dach, in Wohnungen oder auch in Großküchen überprüfst du dann, ob alles gut funktioniert und sicher läuft, stellst Mängel fest und informierst den Kunden darüber.
Bei deinen Kontrollen musst du auch baurechtliche und umweltschutzrechtliche Vorgaben beachten!

Messen

Abgase, Rauch und Ruß enthalten Schadstoffe und können die Umwelt stark belasten. Die Grenzwerte dafür werden heute sehr genau kontrolliert. Deine wichtige Aufgabe als Schornsteinfeger/in ist es, Immissionsschutzmessungen durchzuführen, um zu überprüfen, ob ein Schornstein zum Beispiel zu viel Ruß abgibt.
Auch um zu testen, ob Feuerungsanlagen gut funktionieren und energiesparend verbrennen, führst du Messungen durch.
Du benutzt zum Messen moderne Messgeräte und vergleichst die Werte mit Messtabellen.

Kehren und Reinigen

Auch wenn das Messen und Prüfen inzwischen einen Großteil der Arbeitszeit von Schornsteinfegern/-fegerinnen einnimmt, musst du natürlich immer noch regelmäßig „kehren“.
Mit Kehrleinen, -besen und Ketten reinigst du Kamine, Schornsteine und Verbindungsstücke. Besonders harte Ablagerungen kratzt und schlägst du mit dem Kratzhammer aus. Dabei arbeitest du oft oben auf dem Dach oder in Wohnräumen und kommst mit Ruß, Staub und Schmutz in Berührung. Die Arbeitskleidung ist also nicht umsonst schwarz!

Kunden informieren und beraten

Der Kontakt zu Kunden gehört zum Alltag eines/einer Schornsteinfegers/-fegerin. Du hast es täglich mit sehr vielen verschiedenen Menschen zu tun, bei denen du freundlich, vertrauenswürdig und kompetent auftreten solltest. Dabei ist auch die Kundenberatung sehr wichtig: Zum Beispiel, wenn neue Heiz- und Lüftungsanlagen installiert werden sollen, die möglichst wenig Abgase ausstoßen und wenig Energie verbrauchen.
Als Schornsteinfegermeister/-in berätst du Kunden dann außerdem auch bei Planungen von Neu- oder Umbauten.

Planen und Organisieren

Der Kehrbezirk eines Schornsteinfegerbetriebs muss am Ende des Jahres abgearbeitet sein. Das kann durchaus zwanzig bis dreißig Kundentermine pro Tag bedeuten!
Deine Aufgabe ist es, all diese Termine in Absprache mit deinem Meister/deiner Meisterin selbständig zu planen und zu organisieren. Dafür planst du mit einem Kalender und deinen Kundenkarteikarten, wann du in welche Straßen deines Bezirks kommst. Diese Termine meldest du dann bei den Kunden mit Anmeldezetteln an.
Natürlich werden die Termine von Kunden auch mal abgesagt oder verschoben – meistens per Telefon. Du musst also flexibel planen können.

Dokumentieren

Alle Prüf- und Messergebnisse deiner Arbeit musst du als Schornsteinfeger/-in auf Kundenkarteikarten, in einem Arbeitsbuch oder in Pocket-Computern festhalten. Mit spezieller Software werden dann am Computer Prüfprotokolle sowie Mess- und Mängelberichte erstellt und die Kunden darüber informiert. Die Arbeiten am Computer werden meistens vom Schornsteinfegermeister durchgeführt, aber auch als Geselle/Gesellin arbeitest du durchaus mal am PC.
Regelmäßig müssen Schornsteinfegermeister/-meisterinnen auch ihre Messergebnisse an die zuständigen Behörden schicken. Aus allen Daten wird dann eine bundesweite Statistik über den Schadstoffausstoß erstellt.