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Ausbildung

Schornsteinfeger

Ausbildungsform

Die meiste Zeit verbringst Du während der Ausbildung in einem Handwerksbetrieb eines bestimmten Kehrbezirks.
Daneben besuchst du die Berufsschule, in der du die Theorie lernst, die du als Schornsteinfeger/-in brauchst. Der Unterricht findet ein bis zwei Tage in der Woche, meistens aber „am Stück“ als Blockunterricht in Fachklassen statt.
Diese länderübergreifenden Fachklassen sind in der Regel in Internaten organisiert!

Berufsschulinternate

Die Berufsschulen für Schornsteinfeger/-fegerinnen sind häufig in Internaten organisiert, da die Schulen oft weit von deinem Wohnort entfernt sind.Der Blockunterricht findet dann dort zum Beispiel in drei oder vier Wochen statt. v In dieser Zeit übernachtest du in der Schule und verbringst deine Zeit sehr intensiv mit deinen Mitschülern und Mitschülerinnen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen – meist um 6 Monate.
In Ausnahmefällen kann die Ausbildungszeit auch verlängert werden.
Frage dazu deine Berufsschule oder die zuständige Handwerkskammer und deinen Betrieb.

Ausbildungsinhalte

In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden dir alle Grundlagen vermittelt, die du als Gesellin für die normalen Kehr- und Prüfarbeiten und Messtätigkeiten brauchst. Von Anfang an musst du im Betrieb mit „anpacken“ und zum Beispiel Schornsteine, Feuerstätten oder Lüftungsanlagen reinigen.
In der Berufsschule geht`s viel um Mathe, Physik, Chemie und technische Grundlagen. Gesetze und Verordnungen auswendig lernen, gehört auch dazu!

- Berufsspezifische Rechtsgrundlagen anwenden
- Vorschriften des Baurechts, des Brandschutzes und Umweltschutzes anwenden; umweltgerecht mit Stoffen umgehen
- Technische Unterlagen lesen, anwenden und erstellen
- Arbeitsabläufe planen, vorbereiten und dokumentieren
- Reinigungs-, Kehr-, Mess- und Prüfgeräte instand halten
- Funktion sowie Betriebs- und Brandsicherheit von technischen Anlagen und Einrichtungen prüfen
- Technische Anlagen und Einrichtungen in Hinsicht auf Energieeinsparung und Umweltschutz prüfen
- Mängel und Funktionsstörungen feststellen und dokumentieren, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten
- Werte zum Immissionsschutz und zur Energieeinsparung messen und feststellen und deren Ergebnisse beurteilen
- Feuerungsanlagen und ähnliche Einrichtungen sowie Zusatzeinrichtungen kehren, reinigen und überprüfen
- Lüftungsanlagen und ähnliche Einrichtungen überprüfen und reinigen
- Kundengespräche führen und beraten

Abschluss

Deine Zwischenprüfung machst du vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Sie besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil.
Nach drei Jahren steht dann die Gesellenprüfung an. In dem praktischen Teil musst du Arbeitsproben und Prüfungsstücke abliefern, zum Beispiel, indem du eine Lüftungsanlage überprüfst und reinigst.
Im schriftlichen Teil stehen Fächer wie Technologie, Mathe, technisches Zeichen oder Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Prüfplan.

Einsatzbereiche nach der Ausbildung

Als Schornsteinfegergeselle oder -gesellin arbeitest du in Kleinbetrieben bei einem oder einer Bezirksschornsteinfegermeister/in in einem bestimmten Kehrbezirk

Verdienstmöglichkeiten

Wie viel du verdienst, hängt sehr vom Betrieb als auch vom Bundesland ab. Als Anhaltspunkte werden folgende Bruttoverdienste während der Ausbildung angegeben:

1. Ausbildungsjahr: € 473
2. Ausbildungsjahr: € 552
3. Ausbildungsjahr: € 631

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Auch nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Faktoren ab. Das Einstiegsgehalt kann bei € 14,20 pro Stunde liegen. Bei einer 40-Stunden Woche kannst du so mit einem Bruttogehalt von € 2515,20 rechnen. Mit mehr Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen steigt dein Gehalt.

(Quelle: BERUFENET, August 2014)