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Tagesablauf

8:00 Uhr Ankommen

Guten Morgen! Um kurz vor 8 Uhr betritt Mareike die Werkstatt, ihr Chef und ihr Kollege Thomas sind schon da, der Holzofen in der Ecke knistert vor sich hin und es ist wohlig warm. Nachdem die Jacke ausgezogen und der Rucksack verstaut ist, bespricht Mareike mit ihrem Chef, was heute ansteht.

8:15 Uhr Los geht´s

Also los geht’s! Die Federn hat Mareike gestern schon angebracht und das Federleinen, die erste Schicht über den Federn ist zwar schon am Gestell fixiert aber noch nicht an den Federn vernäht. Damit die Arbeit leichter von der Hand geht, stellt Mareike sich den Stuhl auf einen Bock, so dass sie im Stehen gut arbeiten kann.

10:00 Uhr Stühle polstern

Schritt für Schritt bearbeitet Mareike die beiden Stühle. Inzwischen sitzt das Federleinen fest auf den Federn und die erste Polsterschicht kommt drauf. Schließlich soll der Kunde später auf einem schönen festen Polster sitzen und auf keinen Fall die harten Federn durchspüren.

12:00 Uhr Mittagspause

Nach fast vier Stunden konzentriertem Arbeiten sind beide Stühle mit Afric, den Palmfasern, belegt. Wichtig ist bei diesem Auftrag, dass beide Stühle parallel bearbeitet werden, schließlich gehören sie einem Kunden, stehen vermutlich später in einem Raum und müssen eine einheitliche Form haben.

12:30 Uhr Vorhänge nähen

Weiter geht´s! Da bei den Stühlen kein Termindruck herrscht, lässt Mareike die beiden jetzt stehen und geht in den Keller, um Vorhänge zu nähen. Die sollen nämlich in zwei Tagen beim Kunden montiert werden. An einem Store, ein dünner, weißer Untervorhang, fehlt noch ein Faltenband. Ein Faltenband wird oben an einem Vorhang angebracht, später werden darin die Häkchen für die Aufhängung eingehängt. Faltenband heißt das Ganze, weil so festgelegt wird, ob und wie viele Falten ein Vorhang wirft, wenn er zugezogen ist.

13:00 Uhr Stoffe zuschneiden

Passend zu dem weißen Store hat der Kunde einen Vorhang bestellt. Mareike schneidet den Stoff nun zu. Dabei liegt die Kunst im Detail: Erstens muss Mareike genügend Stoff zur Endlänge des Vorhangs dazurechnen, um saubere Säume nähen zu können. Zweitens muss sie sich das Muster genau ansehen, denn sie wird aus zwei Stoffbahnen, einen Vorhang nähen. Da sollten die Blätter, die auf diesem Stoff sind, nicht auf der einen Seite nach oben und auf der anderen nach unten zeigen. Drittens muss das Muster oben und unten gerade abschließen. Dafür muss die den so genannten Rapport ausmessen.

13:30 Uhr Nähen und bügeln

Die Vorbereitungen sind vollbracht, jetzt geht’s ans Nähen. Mareike steckt die erste Naht mit Stecknadeln ab, sucht den passenden Faden und näht. Die Arbeit ist allerdings mit dem Nähen noch nicht getan. Denn erst wenn der Stoff gebügelt und zur Probe aufgehängt ist, sieht sie, ob die Vorhänge wirklich stimmen.

16:30 Uhr Feierabend

Mareike ist mit den Vorhängen fertig geworden, so dass sie Termin gerecht geliefert und montiert werden können. Einem schönen Feierabend steht also nichts mehr im Wege. Außer natürlich das allabendliche Aufräumen, aber das ist blitzschnell erledigt.