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Ausbildung

Ausbildungsform

Wie in beinahe allen Ausbildungsberufen, hast du es auch im Raumausstatter-Handwerk mit einem dualen Ausbildungssystem zu tun. Das bedeutet, du verbringst die meiste Zeit im Betrieb bzw. auf Baustellen deines Betriebes und bist zusätzlich einige Wochen im Jahr in der Berufsschule.

Ausbildungsdauer

Normalerweise dauert die Ausbildung zum/zur Raumausstatter/in drei Jahre. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit eine Ausbildung zu verkürzen, zum Beispiel, weil du bereits eine ähnliche Ausbildung abgeschlossen hast oder weil du sehr gut in de Berufsschule zurecht kommst. Wer verkürzen darf, das entscheiden immer Ausbildungsbetrieb und Schule gemeinsam. Genauso kann die Ausbildungszeit in Ausnahmefällen auch verlängert werden.

Ausbildungsinhalte

Als Auszubildende/r lernst du alles, was Raumausstatter/innen wissen müssen und das ist eine ganze Menge. Schließlich sollst du später mal polstern, malern, tapezieren, Böden verlegen, dich mit Sonnenschutz aller Art auskennen und nähen können. Dazu brauchst du jede Menge handwerkliche Fähigkeiten und allerhand Wissen über Materialien. Auch musst du dich ein bisschen mit Kunstepochen und Farbgestaltung auskennen. Der Lernstoff geht da nicht so schnell aus.

Ausbildungsinhalte im Detail:
- Bodenbeläge auswählen, gestalten und verlegen
- Polster herstellen und Polstermöbel Instand setzen
- Raumdekorationen gestalten und montieren
- Wand- und Deckenflächen gestalten, beschichten, anstreichen
- Oberflächen behandeln
- Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen unterscheiden, auswählen und montieren
- Skizzen und Zeichnungen in Zuschnitte umsetzen
- epochentypische Stoffe und Materialien erkennen und auswählen

Abschluss

Am Ende einer Raumausstatter-Ausbildung musst du zwar alle Teilbereiche, beherrschen aber du spezialisierst dich auf einen Schwerpunkt, der dann in der Prüfung eine besondere Rolle spielt. Der Schwerpunkt wird von Anfang an im Ausbildungsvertrag festgehalten, endgültig festlegen musst du dich zur Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Zur praktischen Prüfung musst du im Vorhinein eine Projektmappe anfertigen, die zeigt, was du in der praktischen Prüfung umsetzen willst.

Einsatzbereiche

Genauso vielfältig wie die Ausbildung ist, sind die Möglichkeiten, später einen Job zu finden. Du kannst sowohl bei einem klassischen Raumausstatter arbeiten, der alle Bereiche abdeckt, als auch als Bodenleger/in, Polsterer/in, Spezialist/in für Sonnenschutz oder Maler/in. Außerdem arbeiten Raumausstatter/innen im Theater oder bei Restaurationsbetrieben.

Verdienst

Wirklich zu sagen, was du als Raumausstatter/in verdienst, ist schwer. Das ist von Betrieb zu Betrieb, von Ort zu Ort, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 389
2. Ausbildungsjahr: € 422
3. Ausbildungsjahr: € 511

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Eine Aussage für ein Gehalt nach der Ausbildung zu treffen, ist beinahe noch schwieriger, da zu regionalen Unterschieden noch hinzukommt, ob es ein 13. und vielleicht sogar 14. Monatsgehalt gibt oder nicht. Bei einer 40-Stunden-Woche kannst du mit einem Einstiegsgehalt von ca. € 1.888 (€11,80 pro Stunde) rechnen.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)