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Ausbildung



Ausbildungsform

Den Hauptteil deiner Ausbildung verbringst du in deinem Betrieb. Dort lernst du alle praktischen Grundlagen, wie z. B. den Umgang mit Papiermaschinen. Angeleitet wirst du dabei von deinem Ausbilder/deiner Ausbilderin und erfahrenen Kollegen und Kolleginnen, die dich in die Arbeitsabläufe einarbeiten. Die theoretischen Grundlagen lernst du in der Berufsschule. Meistens findet der Unterricht am Stück als Blockunterricht von drei oder vier Wochen statt.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen. Frage dazu deine Berufsschule oder die zuständige Industrie- und Handelskammer und deinen Betrieb.

Ausbildungsinhalte

Der Beruf des Papiertechnologen/–technologin der Fachrichtung Papier, Karton und Pappe ist sehr vielseitig. Du musst dich sowohl mit dem Computer auskennen, Produktionsabläufe planen und Meßmethoden umsetzen als auch richtig zupacken können. All das erfordert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Außerdem arbeitest du kundenorientiert und sorgst dafür, dass die Qualität der Ware, die du produzierst, immer stimmt.

Du lernst in der Ausbildung…
- welche Roh-, Faser- und Hilfsstoffe es gibt, wie sie hergestellt, verarbeitet, auf ihre Qualität geprüft, verwendet und dosiert werden
- wie die einzelnen Fertigungsverfahren funktionieren und ablaufen
- welche Verfahren zur Veredelung es gibt und wie sie angewandt werden
- wie du die Arbeitsabläufe vorbereitest, planst und mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen abstimmst
- wie du dabei moderne Informationstechnik nutzt und die Arbeitsergebnisse kontrollierst und protokollierst
- wie du Produktionsfehler und Qualitätsmängel erkennst und behebst
- wie du die Produktions- und Verpackungsmaschinen einrichtest, bedienst und überwachst
- wie du Maschinen und Anlagen instand hälst und Fehler und Störungen erkennst.
- wie du Prüf- und Messmethoden zur Qualitätssicherung einsetzt
- wie du Transport und Lagerung planst, umsetzt und kontrollierst
- wie Wasser untersucht und aufbereitet wird und dabei wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte beachtet werden.

Weitere Ausbildungsinhalte
- Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes – Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutzmaßnahmen einhalten, kontrollieren und sicherstellen
- Rechte und Pflichten des/der Auszubildenden

Abschluss

Nach drei Jahren schließt du deine Ausbildung mit einer Abschlussprüfung ab. Voraussetzung ist, dass du die Zwischenprüfung bestanden hast.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Im praktischen Teil musst du beispielsweise zeigen, dass du ein bestimmtes Papiererzeugnis herstellen und auch die entsprechenden Kontrollen durchführen kannst. Außerdem musst du den ganzen Prozess schriftlich festhalten und mit den Prüfern ein Fachgespräch darüber führen. Im schriftlichen Teil wirst du in drei Fachbereichen geprüft.

Einsatzbereiche

Hauptsächlich arbeiten Papiertechnologen/-innen in Papier-, Karton- und Pappefabriken oder manchmal auch dort, wo Papier verarbeitet wird, wie z. B. bei Verpackungsmittelherstellern. Arbeitsmöglichkeiten gibt es unter anderem aber auch in Zeitungsdruckereien oder Recyclingfirmen.

Als vielseitig ausgebildete/r Papiertechnologe/-technologin kannst du später aber auch in vielen verwandten Bereichen arbeiten. Dazu gehören unter anderem: Verkauf und Vertrieb von Bleich- und Sortieranlagen oder Hilfsstoffen. Du kannst aber auch in anderen Industriezweigen wie z.B. der Zulieferindustrie, die die Maschinen für die Papierproduktion bereitstellen, oder in Chemiebetrieben, die die Zusatzstoffe für die Papierherstellung produzieren, arbeiten. Ebenfalls denkbar ist eine Beschäftigung in der Aufbereitung von Rohstoffen für die Papierherstellung, als Fachkraft für Lagerwirtschaft oder als Papierverarbeiter/-in.

Verdienstmöglichkeiten

Bruttovergütung während der Ausbildung (alte / neue Bundesländer)
1. Ausbildungsjahr: € 726 bis € 819
2. Ausbildungsjahr: € 785 bis € 884
3. Ausbildungsjahr: € 847 bis € 947

Nach der Ausbildung

Auch nach der Ausbildung kann der Verdienst unterschiedlich sein. Das hängt von der Region und dem Betrieb ab, in dem du arbeitest.
Als Berufsanfänger/in kannst du als Grundgehalt durchschnittlich € 2.476 bis € 2.751 brutto verdienen. Davon gehen dann noch die Steuern und Sozialabgaben ab.

(Quelle: BERUFENET, August 2014)