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Tätigkeiten

Messen

Das, was Svenja für einen Kunden oder Patienten anfertigt, muss ganz genau passen. Egal, ob sie etwas näht, eine Prothese herstellen will oder eine Bandage verkauft: Die persönlichen Maße des Kunden muss sie kennen. Den Wert, den Svenja mit dem Maßband gemessen hat, notiert sie. Jeder Kunde oder Patient hat ein persönliches Maßblatt. Diese Werte überträgt Svenja dann auf Leder- oder Stoffstücke, und achtet auch später beim Kleben oder Nähen darauf, dass sie sorgfältig arbeitet und die Maße exakt einhält. Arbeitet Svenja mit Gips, Metall oder Kunststoff, gilt ebenfalls: Die Maße, die sie auf ihre Werkstücke überträgt, müssen stimmen – immer.

Nähen

Die Nähmaschine schnurrt täglich. Wenn Svenja in passender Größe Stoff- oder Lederstücke zugeschnitten hat, näht sie diese zusammen. Sie benutzt bei allen (Kunst-) Lederarbeiten Orthesen oder Prothesen eine Sattlernähmaschine. Stoffe näht Svenja mit einer anderen Maschine. Damit fertigt sie Rückenstützmieder, Bezüge für Rollstuhlsitze oder ändert BHs für Frauen nach Brustamputationen.

Mit Gips arbeiten

Gips zählt zu den wichtigsten Werkstoffen, denn damit kann Svenja bei jedem Patienten einen persönlichen Abdruck mit Gipsbinden anfertigen. Das Gipsmodell benötigt Svenja immer dann, wenn sie das für den Patienten passende Hilfsmittel herstellt und Einzelteile auf dessen Körperformen anpassen muss.

Metall bearbeiten

Die Arbeit mit Metall gehört häufig zu Svenjas Aufgaben. Sie bearbeitet dieses Material immer im kalten Zustand. Entweder mit viel Krafteinsatz und dem Hammer, oder mit Fingerspitzengefühl, wenn sie etwa Metallstreifen mit dem Schränkeisen so biegt, dass sie dicht anliegen. In der Werkstatt hat Svenja ein Gipsmodell des Kunden, an dem sie Maß nimmt. Zufrieden ist sie mit ihrer Arbeit, wenn bei der Anprobe alles passt und funktioniert.

Wenn Svenja an der Trichterfräse arbeitet, ist sie sehr vorsichtig und achtet darauf, dass die schnell rotierenden Fräsköpfe ihr das Werkstück nicht aus der Hand reißen.

Kunststoff verarbeiten

Kunststoff ist ein Werkstoff, der von Orthopädiemachniker/innen und Bandgagist/innen häufig verwendet wird. Bei Prothesen hat das den Vorteil, dass diese sehr leicht bleiben und für Menschen mit Handicap das Laufen oder die Armbewegungen nicht ermüdend sind. Kunststoffe werden thermoplastisch verformt oder über Modelle laminiert, das heißt, flüssige Kunststoffe werden im Armierungsverfahren verarbeitet. Will Svenja das Material formen, kann sie es im Wärmeofen bei gewünschter Hitze aufheizen und dann weiter bearbeiten. Manche Arbeitsschritte müssen schnell und zügig erledigt werden, sonst wird die Flüssigkeit hart und ist nicht mehr zu gebrauchen.

Im Team arbeiten

Svenja arbeitet in ihrem Beruf Hand in Hand mit den Kollegen und Kolleginnen. Durch ihre umfangreiche Ausbildung kann sie Aufträge in der Orthopädiewerkstatt genauso erledigen, wie Arbeiten in der Bandagistenwerkstatt übernehmen oder im Verkauf für medizinische Hilfsmittel und Rehatechnik. Svenja mag es, wenn sie sich bei schwierigen und kniffligen Arbeiten mit anderen beraten kann. Es gibt Arbeiten, die kann Svenja besonders gut, andere gehen ihr nicht so leicht von der Hand. Im Team kann jeder sein Wissen und seine Fähigkeiten einbringen. Am Ende steht dann das beste handwerkliche Ergebnis für den Kunden oder Patienten.

Hilfsmittel ausrichten und einstellen

In Svenjas Beruf ist es besonders wichtig, mechanische Hilfsmittel genau auszurichten und einzustellen. Kunden und Patienten vertrauen Svenja und ihren Kollegen, dass sie alle Handgriffe sorgfältig ausführen. Nur so können die Menschen mit ihrem Handicap sicher leben. Svenja sieht diese Verantwortung als besondere Herausforderung an und übernimmt sie gerne. Sie nimmt sich deshalb beim Aufbau einer Prothese genügend Zeit und vermeidet Hektik. Wenn ein Kollege in der Nähe ist, prüft sie mit ihm gemeinsam noch einmal alle Einstellungen. Vier Augen sehen einfach mehr als zwei.

Kunden beraten und versorgen

Die Probleme von Kunden anhören, sich vergewissern, woher sie kommen und überlegen, wie sie helfen kann. Dafür muss Svenja höflich, verständnisvoll, aber auch sicher in ihrer Einschätzung sein. Mitleid für die Menschen, die sich an sie wenden, hilft ihr dabei gar nicht, Einfühlungsvermögen schon. Und das, was sie in ihrem Handwerk gelernt hat, kann sie so einsetzen, dass der Kunde oder Patient ihr vertraut und davon profitiert. Svenja stellt sich gerne auf die unterschiedlichen Menschen ein. Egal ob Kinder, junge Sportler, Krebspatientinnen oder ältere Menschen zu ihr kommen: allen hört sie geduldig zu und findet für sie die passende Lösung für ihr Problem.