Für die vollständige Darstellung der Website wird JavaScript und das Flash-Plugin (Version 8) benötigt.

Ausbildung

Ausbildungsform

Die Ausbildung findet im dualen System statt, d.h. du wirst sowohl in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 1/2 Jahre. Wenn du bereits eine Ausbildung oder ein Berufsgrundbildungsjahr im handwerklichen Bereich abgeschlossen hast, kannst du den Beruf des/der Orthopädiemechanikers/in und des/der Bandagisten/in in drei oder zweieinhalb Jahren erlernen. Auch besonders gute Noten und gute Arbeitsergebnisse können Grund für eine Verkürzung sein. Ob du das darfst, darüber entscheiden Ausbildungsbetrieb, die Handwerkskammer und die Berufsschule gemeinsam.

Ausbildungsinhalte

Ausbildungsinhalte (Auswahl):
- Kunden und Patienten mit Handicap beraten und versorgen
- Deformitäten, Fehlbildungen und Amputationsstümpfe messen, abformen, Gipsabdrücke herstellen
- Passteile für Füße, Waden, Arme oder Hände aus geeigneten Werkstoffen maschinell oder in Handarbeit für Prothesen, Orthesen und Bandagen herstellen
- Maßskizzen zeichnen, orthopädische Hilfsmittel entwerfen, Modelle und Muster anfertigen
- Persönliche Maße eines Kunden auf Werkstücke aus unterschiedlichen Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Leder und Textil übertragen
- Techniken kennen lernen, wie Metall-, Kunststoff- und Holz bearbeitet werden können
- Kunststoffe thermoplastisch verformen und laminieren
- Leder und Textilien zuschneiden und zusammennähen
- Folien und Beschichtungsstoffe aufziehen und auftragen
- Stützschienen mit Chromleder auskleiden
- Künstliche Gelenke, vor allem mechanisch, hydraulisch oder elektronisch gesteuerte, installieren
- Vorgefertigte Bauteile (Baukastensystem) individuell anpassen
- Anproben beim Patienten durchführen
- Erklären, wie orthopädische Hilfsmittel funktionieren und optimal einrichten
- Patienten beraten, wie sie orthopädische Hilfsmittel benutzen
- Rollstühle montieren und individuell anpassen
- Artikel der Sanitäts-, Medizin- und medizinischen Rehabilitationstechnik verkaufen

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung als Orthopädiemechaniker und Bandagist/in legst du deine Gesellenprüfung ab. Dabei musst du in einem schriftlichen und einen mündlichen Teil dein Fachwissen über das Orthopädie-Handwerk und die Bandagistentechniken beweisen. Svenja hat mit ihren beiden Gesellenstücke, die sie vermessen, geplant und völlig eigenverantwortlich hergestellt hat, gezeigt, dass sie handwerklich geschickt ist: auf die Prothese und das Rückenstützmieder kann sie stolz sein.

Einsatzbereiche

Als Orthopädietechnik-Mechaniker/in kannst du in großen Industriebetrieben arbeiten, die orthopädietechnische oder medizinische Hilfsmittel herstellen. Ein Fachgeschäft oder Sanitätshaus, das eine eigene Werkstatt hat kann dich ebenfalls einstellen. Dort kannst du dann auch medizinische Hilfsmittel verkaufen. Wenn Krankenversicherungen prüfen, ob Kostenrechnungen für Prothesen oder Orthesen stimmen, brauchen sie natürlich einen Experten. Auch hier könntest du dein Wissen anwenden.

Verdienst

Nicht alle Orthopädietechnik-Mechaniker/innen bekommen das gleiche Geld während der Ausbildung. Die Höhe ist nämlich von Betrieb zu Betrieb, aber auch je nach dem, in welcher Region du lernst, unterschiedlich. Folgender Bruttoverdienst kann dir als erste Orientierung dienen.

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 560
2. Ausbildungsjahr: € 625
3. Ausbildungsjahr: € 700

Nach der Ausbildung:
Mit etwa € 1.350 bis € 1.765 Gehalt kannst du als Berufsanfänger möglicherweise rechnen. In manchen Betrieben gibt es Zulagen (Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt, vermögenswirksame Leistungen). Das tatsächliche monatliche Grundgehalt hängt auch hier vom Betrieb, der Region und deinen Tätigkeiten dort sowie deiner Spezialisierung ab. Berufserfahrung und Verantwortung werden außerdem berücksichtigt.
(Quelle: BERUFENET, Januar 2013)