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Tätigkeiten

Mikrotechnologe

Stefanie erzählt dir, welche Tätigkeiten und Aufgaben als Mikrotechnologin bzw- Mikrotechnologe von besonderer Bedeutung sind:

Mikroprodukte herstellen

PC, Handy, Autoradio – überall sind sie drin: Kleinste Mikrochips und Mikrosysteme. Diese Mikroprodukte herzustellen, ist die Hauptaufgabe von Mikrotechnologen/-technologinnen. Es gibt zwei Schwerpunkte, in denen Mikrotechnologen/-technologinnen arbeiten: die „Halbleitertechnik“ und die „Mikrosystemtechnik“. Egal welchen Schwerpunkt du wählst: Du brauchst ein ruhiges Händchen und musst sehr sorgfältig mit Werkzeugen wie dem Lötkolben und der Pinzette winzig kleine Bauteile bearbeiten können - häufig unter einem Mikroskop. Gleichzeitig musst du die verschiedenen Maschinen bedienen und überwachen, die für die Produktion benötigt werden.

Planen und Organisieren

Eine gute Planung ist (fast) alles! Und gerade bei der Herstellung von Mikroprodukten ist sie besonders wichtig. Denn es folgen häufig mehrere Produktionsschritte hintereinander, bis ein Produkt wirklich fertig ist und pünktlich ausgeliefert werden kann. Dazu müssen Mikrotechnologen/-technologinnen, die als Teamleiter/innen arbeiten, zum Beispiel Pläne entwerfen, welcher Auftrag wann, wo und von welchem Team bearbeitet werden soll. Hast du einen Arbeitsauftrag von der Teamleitung erhalten, ist Selbstorganisation gefragt! Du musst zum Beispiel planen, welche Materialien du für die nächsten Arbeitsschritte brauchst: welche Leiterplatten, welche Bauteile, welche Chemikalien usw. Dabei musst du natürlich auch die umweltgerechte Entsorgung der verbrauchten Arbeitsstoffe im Blick behalten!

Mit Arbeitsstoffen umgehen

Ethanol, Lötpaste und Kunststoffolien: Mit diesen Arbeitsstoffen und -materialien haben Mikrotechnologen/-technologinnen täglich zu tun. Manche dieser Stoffe sind Chemikalien und müssen in einem extra Schrank gelagert werden. Da einige auch giftig oder ätzend sind, musst du sehr vorsichtig mit ihnen umgehen und häufig auch Handschuhe zur Benutzung tragen. Mit den Arbeitsstoffen oder -materialien werden dann zum Beispiel Maschinen gereinigt oder die Mikroprodukte hergestellt. Abfälle oder restliche Stoffe landen in verschiedenen Müllbehältern. Die umweltgerechte Entsorgung dieses Mülls ist besonders wichtig, da es sich zum Teil auch um umweltschädliche Stoffe handelt.

Maschinen bedienen und warten

Als Mikrotechnologe/-technologin in der Produktion hast du in der Regel sehr viel mit Maschinen zu tun, die für die Herstellung von Mikroprodukten benötigt werden. Alle Arbeitsschritte wie zum Beispiel das Bestücken, Löten und sogar die Qualitätskontrolle erfolgen oft maschinell. Bei der Bedienung der Maschinen bist du dafür zuständig, die benötigten Arbeitsmaterialien und -stoffe einzusetzen oder einzufüllen. Häufig muss eine Maschine vor Beginn einer neuen Produktion auch umgerüstet, also umgebaut, werden. Dann musst du die Maschinen für verschiedene Produktionsschritte starten können. Das machst du meistens über einen kleinen Computer an der Maschine selbst. Während die Maschine läuft, musst du sie überwachen, also darauf achten, dass kein Fehler bei der Produktion passiert oder die Maschine vielleicht stoppt, weil sie nicht richtig funktioniert. Taucht ein Problem an der Maschine auf, musst du die Ursache finden und die Maschine wieder zum Laufen bringen. Und damit die Maschinen auch immer reibungslos laufen können, bist du als Mikrotechnologe/-technologin ebenso dafür zuständig, sie zu reinigen und zu warten, also auch mal Teile auszutauschen oder sie zu ölen.

Prüfen, testen und messen

Mikroprodukte werden immer mit Hilfe von Maschinen hergestellt. Da aber auch Maschinen Fehler machen, wird jedes Produkt am Ende noch einmal ganz genau überprüft. Als Mikrotechnologe/-technologin untersuchst du die Platinen zum Beispiel unter dem Mikroskop oder mit einer Lupe. Mit speziellen Geräten und Arbeitswerkzeugen musst du die Mikroprodukte häufig auch durchmessen oder wiegen und einen Belastungstest der Bauteile durchführen. Dabei brauchst du vor allem ein gutes Auge! Und wenn du einen Fehler entdeck hast, musst du direkt Hand anlegen und die Fehlerstelle zum Beispiel mit dem Lötkolben nachbessern. Wenn du als Mikrotechnologe/-technologin im Labor arbeitest, musst du auch häufig Versuche und Tests durchführen, um zum Beispiel neue Mikroprodukte zu entwickeln.

Dokumentieren

Wenn du Mikroprodukte herstellst oder Versuche und Tests im Labor durchführst, musst du als Mikrotechnologe/-technologin den Überblick behalten! Denn sonst kommt bei den häufig sehr vielen Prozessschritten schnell etwas durcheinander. Dazu musst du jeden einzelnen Arbeitsschritt genau festhalten, also dokumentieren. Das machst du mit speziellen Computerprogrammen, aber auch auf Papier - wie zum Beispiel mit Durchlaufprotokollen oder auf einer Liste, wenn du Chemikalien benötigst. Alle Mitarbeiter/innen oder auch Teamleiter/innen wissen dann mit einem Blick auf die Dokumentationen immer ganz genau, welcher Arbeitsschritt wann, wie und von wem durchgeführt worden ist.

Kontrollieren und Optimieren

Für Mikrotechnologen/-technologinnen ist das Kontrollieren und Verbessern der Produktionsprozesse und -bedingungen eine wichtige Aufgabe. Denn viele verschiedene Arbeits- oder Produktionsschritte bauen bei der Herstellung von Mikroprodukten aufeinander auf. Deine Aufgabe ist es also auch, die Arbeitsabläufe für eine Produktion genau unter die Lupe zu nehmen und zum Beispiel Vorschläge zu machen, was noch besser und schneller gemacht werden könnte. Auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen in Reinräumen regelmäßig kontrolliert werden. Nicht zu vergessen: Die Maschinen. Denn diese müssen in ihren Funktionen ebenfalls häufig überprüft werden. In der Forschung und Entwicklung arbeitest du als Mikrotechnologe/-technologin ebenfalls daran, Produktionsprozesse und -bedingungen ständig zu verbessern. Dazu führst du dann zum Beispiel im Labor Versuche und Tests mit neuen Mikrobauteilen durch.