Für die vollständige Darstellung der Website wird JavaScript und das Flash-Plugin (Version 8) benötigt.

Ausbildung

Mikrotechnologe

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Mikrotechnologe/-technologinin bzw. zum Mikrotechnologe/-technologinen wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Fachrichtungen, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Mikrotechnologin bzw. zum Mikrotechnologen wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Schwerpunkte, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Ausbildungsform: Duale Ausbildung

Die meiste Zeit verbringst du während der Ausbildung in deiner Firma, meist einem Industriebetrieb oder einer Forschungseinrichtung. Manche Unternehmen haben sogar eigene Lehrwerkstätten, in denen du die Grundlagen dieses Berufes lernen kannst. Daneben besuchst du die Berufsschule, in der Regel ein oder zwei Tage in der Woche. In einigen Bundesländern findet der Unterricht auch in Blockform in überregionalen Fachklassen statt.
In der Berufsschule wird dir das theoretische Grund- und Fachwissen vermittelt, das du als Mikrotechnologe/-technologin benötigst. Aber auch allgemeine Fächer wie Deutsch stehen dort auf dem Stundenplan.
Manchmal ist die gesamte Ausbildung in einem „Verbund“ organisiert. Dann schließen sich mehrere Unternehmen zusammen und bieten einen gemeinsamen Ausbildungsplatz an. In einem solchen Fall arbeitest du während der Ausbildung in allen beteiligten Unternehmen und lernst unterschiedliche Arbeitsplätze und Prozesse kennen.

Ausbildungsdauer

Die normale Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.
Bei besonders guten Leistungen oder bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen. Unter gewissen Voraussetzungen ist auch eine Teilzeitberufsausbildung möglich, bei der die wöchentliche oder tägliche Arbeitszeit gesenkt wird. Frage dazu deine zuständige Kammer und den Arbeitgeber.

Schwerpunkte

Mikrotechnologe/-technologin ist ein relativ neuer und sehr innovativer Beruf: Du bist dabei ganz groß in kleinen Dingen! Du arbeitest viel mit technischen Geräten und Anlagen und stellst dabei in Präzisionsarbeit mikrotechnische Komponenten und Systeme her. Zum Beispiel speichern winzig kleine Chips auf weniger als einem Quadratzentimeter Unmengen von Daten und sind in vielen technischen Geräten wie Computern oder Handys zu finden. Diese Ausbildung kannst du entweder mit dem Scherpunkt „Halbleitertechnik“ oder „Mikrosystemtechnik“ absolvieren.

Schwerpunkt Halbleitertechnik

Wer als Mikrotechnologe/-technologin im Schwerpunkt Halbleitertechnik arbeitet, stellt Mikrochips und kleine Halbleiterbauteile her. Konkret bedeutet diese Tätigkeit, dass du in vielen verschiedenen Arbeitsschritten anhand eines Schaltplans Chips auf einem bestimmten Untergrund aufbaust: Dies geschieht durch Aufbringen von verschiedenen Schichten und der Montage einzelner Bauteile. Für diese Arbeitsschritte werden Maschinen eingesetzt und häufig Chemikalien verwendet. Wichtig dabei sind ein gutes Auge und eine ruhige Hand, denn alle verwendeten Elemente sind sehr, sehr klein.

Schwerpunkt Mikrosystemtechnik

In der Fachrichtung Mikrosystemtechnik geht es darum, kleine technische Systeme, sogenannte Mikrosysteme, herzustellen. Dazu wird z.B. ein fertiger Chip weiter verarbeitet, damit ein funktionsfähiges Bauelement daraus wird. Dies geschieht durch Arbeitsschritte wie Bestücken, Löten, Bonden und Versiegeln. Auch hier sind Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt. Ergebnis sind dann Mikroprodukte, die eigenständig Daten erfassen und verarbeiten oder bestimmte Aktionen durchführen können. Ein Beispiel dafür sind die Sensoren in einem Auto-Airbag, die dafür sorgen, dass sich dieser bei einem Aufprall aufbläst.

Ausbildungsinhalte

Allgemeine Ausbildungsinhalte
- Technische Unterlagen (z.B. technische Zeichnungen, Schalt- und Funktionspläne, Handbücher) lesen, anwenden und skizzieren
- Reinraumbedingungen sichern und prüfen
- Produktionseinrichtungen umrüsten, prüfen und instand halten
- Werkzeuge, Geräte und Maschinen handhaben
- Arbeitsstoffe bereitstellen und entsorgen
- Arbeitsabläufe planen und steuern
- Qualitätsmanagement durchführen
- Arbeitsabläufe und deren Ergebnisse beurteilen und kontrollieren
- Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag kennen
- Organisation des Ausbildungsbetriebs und die Funktion von Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung kennen
- Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen anwenden
- Umweltschutzmaßnahmen beachten und anwenden

Schwerpunktspezifische Ausbildungsinhalte
- für den Schwerpunkt Halbleitertechnik:
- Halbleiterbauelemente durch Strukturieren, Ätzen, Dotieren und Montieren herstellen
- Halbleiter und Leistungshalbleiter kennen lernen
- Optohalbleiter und optoelektronische Anzeigesysteme kennen lernen
- Kundenspezifische Schaltkreise verstehen
- Prozessabläufe im Einsatzgebiet sichern

Für den Schwerpunkt Mikrosystemtechnik:
- Mikrosysteme durch Bestücken, Löten, Bonden und Versiegeln herstellen
- Träger für Halbleiterbauelemente durch Beschichtungsverfahren herstellen
- Mikrosysteme testen
- Schaltungsträger in Dick- und Dünnschichttechnik und Hybridtechnik herstellen
- SMD-Montagetechnik, lithografisches Tiefätzen und Galvano- und Abformtechniken kennen lernen
- Prozessabläufe im Einsatzgebiet sichern

Abschluss

In der Mitte deiner Ausbildung, also im zweiten Ausbildungsjahr, legst du eine Zwischenprüfung ab, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Wenn du diese Prüfung bestehst und dein Berichtsheft regelmäßig geführt hast, steht nach drei Jahren die Abschlussprüfung an, bei der du ebenfalls schriftlich und praktisch geprüft wirst.

Einsatzbereiche

Je nach Ausbildungsschwerpunkt stehen dir sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche offen. Als Mikrotechnologe/-technologin arbeitest du in der Industrie überall dort, wo elektronische Bauteile hergestellt werden. Interessante Arbeitgeber sind Firmen, die Computerchips, elektromedizinische Geräte oder elektronische Autoausrüstung herstellen. Aber auch im Bereich der alternativen Energien, z. B. bei der Herstellung von Solarzellen, gibt es viele interessante Arbeitsplätze. In entsprechenden Forschungs-Laboren an Hochschulen kannst du ebenfalls als Mikrotechnologe/-technologin arbeiten.

Verdienst

Bruttoverdienst während der Ausbildung:

Ausbildungsvergütung
1. Ausbildungsjahr: € 814 bis € 906
2. Ausbildungsjahr: € 886 bis € 954
3. Ausbildungsjahr: € 953 bis € 1.038


(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Wie in den meisten Berufen, ist schwer zu sagen, wie hoch der Lohn eines Mikrotechnologen bzw. einer Mikrotechnologin ist. Je nach Region und Unternehmen kann das ganz unterschiedlich sein. Im Durchschnitt verdienen Berufseinsteiger/innen zwischen € 2.773 und € 3.224 brutto. Mit mehr Berufserfahrung oder auch bestimmten Spezialisierungen steigt dann auch dein Gehalt. (Quelle: BERUFENET, August 2014)