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Tätigkeiten



Sabrina erzählt dir, welche Tätigkeiten und Aufgaben als Malerin/Lackiererin bzw. Maler/Lackierer von besonderer Bedeutung sind:

Schleifen, Spachteln, sauber machen

Eine der häufigsten und wichtigsten Aufgaben als Maler/in und Lackierer/in, ist es, Untergründe vorzubereiten: Alte Tapeten und Farben müssen runter, alter Lack muss abgeschliffen werden, Dellen und Kratzer wollen mit Spachtelmasse ausgebessert werden. Und was nicht lackiert oder gestrichen werden soll, muss sauber abgeklebt werden. Die Vorbereitung dauert oft länger, als das Lackieren und Streichen selbst.

Lackieren und Streichen

Ist der Untergrund gut vorbereitet, kann mit dem Lackieren und Streichen begonnen werden. Meist sind allerdings zwei bis drei Durchgänge nötig: schleifen, grundieren, schleifen, lackieren und noch mal schleifen und lackieren. Denn fast immer sieht man nach dem ersten Durchgang unschöne Flecken durchschimmern und oft entstehen beim Lackieren oder Streichen kleine Fehler – zum Beispiel Bläschen im Lack, weil Staub oder Härchen mit einlackiert wurden.

Besonders schön und glatt wird ein Lack mit der Spritzpistole. Das geht allerdings nur mit großen und flächigen Gegenständen, die man in der Werkstatt lackieren kann. Schließlich kann man die Spritzpistole schlecht bei der Kundschaft aus der Tasche ziehen.

Lasieren

Wenn Sabrina den Auftrag kriegt, neue Fensterläden "auf alt zu machen", benutzt sie die Technik des Lasierens.

Gerade bei Holzflächen kommt das Lasieren häufig zum Einsatz. Denn dadurch, dass das Farbmittel den Untergrund nicht abdeckt, sondern durchscheinen lässt, ist die schöne Holzmaserung auch nach dem Anstrich des Holzes noch gut zu erkennen. Das Ganze wirkt dann viel natürlicher. Trotzdem ist das Holz vor äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel Witterung, Schimmelbefall und UV-Licht, geschützt, weil die Lasur tief ins Holz eindringt.

Ganz wichtig: Vor dem Lasieren müssen die Flächen sorgfältig abgeschliffen werden, um staub- und fettfrei zu sein.

Tapezieren

Manchmal reicht es nicht, eine Wand zu streichen, sondern erst muss eine Tapete an die Wand.

Entweder bei einem Neubau, oder bei einer alten Wand, auf der schon so viele Schichten Farbe sind, dass die alte Tapete von der Wand kommt. Oder ein Kunde oder eine Kundin möchte einfach ein besonderes Muster an der Wand haben.

Dann heißt es schleppen. Tapetenrolle, Kleistereimer, Pinsel und Tapetentisch müssen zum Kunden geschafft werden. Dort wird eine nach der anderen Bahn in gerade Bahnen an die Wände geklebt.

Kontakt zu Menschen

Maler/innen und Lackierer/innen haben in ihrem Job ständig mit Menschen zu tun. Ob bei der Beratung von Kunden, in der Absprache mit einem Architekten bzw. mit einer Architektin oder beim Arbeiten mit ihren Kolleginnen und Kollegen.

Und vor allem wenn es um Maler- und Lackiererarbeiten bei Kunden geht, ist es wichtig, sich auf die jeweiligen Bedürfnisse einstellen zu können. Höflichkeit und Zurückhaltung sind neben einem guten Gespür für Menschen gefragt, wenn man mehrere Tage am Stück in der Wohnung einer fremden Person arbeitet.

Den richtigen Farbton finden

„Ach, wenn sie schon mal da sind – könnten sie nicht mal kurz den Fehler hier ausbessern?“ Das ist ein Satz, den Maler/innen und Lackierer/innen häufig hören. Und dann sind Farbgefühl und Durchhaltevermögen gefragt.

Vorsichtig werden die verschiedenen Abtönfarben mit weißer Farbe gemischt. Und nur sehr langsam entsteht der gewünschte Farbton. Ein Spritzer Rot zu viel und man muss wieder von vorne anfangen.

Arbeiten am PC

Wenn du dich für eine Ausbildung als Maler/in und Lackierer/in entscheidest, dann lernst du auch, mit einem PC umzugehen.

Du lernst am Computer Fassaden und Innenräume zu gestalten, die richtigen Farben zu finden und Schablonen für Muster und Schriftzüge zu entwerfen. Allerdings kommt diese Arbeit in den Betrieben häufig zu kurz. Deshalb setzen hier Innungen und Berufsschulen einen Schwerpunkt in der Ausbildung.