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Ausbildung

Maler/in und Lackierer/in

Sabrina vermittelt dir das notwendige Wissen über den Ausbildungsberuf Malerin/Lackiererin.

Ausbildungsform

Wenn du eine Ausbildung als Maler/in und Lackierer/in machst, dann bist du in einer dualen Ausbildung. Das heißt, dass du die meiste Zeit im Betrieb bist, in dem du lernst. Außerdem hast du regelmäßig Berufsschule, entweder bist du da einen Tag der Woche oder immer mal wieder eine Woche am Stück.

Zusätzlich gibt es noch ein paar Wochen im Jahr Lehrgänge in der Innung. Dort werden dann praktische Dinge vertieft, die bei der täglichen Arbeit manchmal zu kurz kommen. Auszubildende, die viel Spaß an ihrer Arbeit haben und Talent besitzen, können zusätzlich einen dreimonatigen Leistungskurs belegen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Wenn du bereits ein Berufsgrundbildungsjahr in diesem Bereich abgeschlossen hast, kannst du die Ausbildungszeit verkürzen.

Fachrichtungen

Gestaltung und Instandhaltung
Diese Fachrichtung verbindet man klassischerweise mit dem Beruf Maler/in und Lackierer/in. Das heißt, du renovierst zum Beispiel alte Fassaden und Innenräume oder arbeitest an einem Neubau mit.

Bauten- und Korrosionsschutz
Als Maler/in und Lackierer/in arbeitest du in der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz vor allem auf Großbaustellen wie an Brücken oder bei Betonsanierungen.

Kirchenmalerei und Denkmalpflege
Wenn du in diesem Bereich eine Lehre machst, dann geht es vor allem darum, alte Kirchen und Denkmäler zu restaurieren. Das ist zum Teil eine schwere Arbeit. Man stellt sich immer vor, dass das besonders schön ist. Aber gerade als Auszubildende/r hast du in den ersten Jahren viel zu kratzen oder Kalkschichten runterzuholen. Es ist eine schwere, aber natürlich auch eine sehr künstlerische Arbeit.

Ausbildungsinhalte

Allgemeine Ausbildungsinhalte
- Malerarbeiten in Innenräumen und an Fassaden
- Lackierarbeiten an Holz-, Metall- und Kunststoffteilen
- Tapezieren und Böden verlegen

Weitere Ausbildungsinhalte
- Kundenorientierung
- Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
- Auftragsübernahme, Planung, Vorbereitung und Organisation von Arbeitsaufgaben, Arbeiten im Team
- Einrichten von Arbeitsplätzen
- Bedienen und Instandhalten von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen
- Be- und Verarbeiten von Werk-, Hilfs-, und Beschichtungsstoffen sowie von Bauteilen
- Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
- Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen
- Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Schutz- und Spezialbeschichtungen ausführen
- Instandhaltungsmaßnahmen ausführen
- Dämm-, Putz-, und Montagearbeiten ausführen

Verdienst

Bruttoverdienst während der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: € 480
2. Ausbildungsjahr: € 530
3. Ausbildungsjahr: € 665

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:

Auch der Lohn nach der Ausbildung kann je nach Bundesland, Branche, Betrieb, den konkreten Aufgaben und der Zahl an Arbeitsstunden je Woche sehr unterschiedlich sein.
Auch Zulagen und Sondervergütungen wie 13. Monatsgehalt; Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen sind zu berücksichtigen.

Für Maler/innen und Lackierer/innen wird eine tarifliche Bruttogrundvergütung zwischen € 2.371 bis € 2.634 im Monat genannt. Im einzelnen Fall kann sie aber auch höher oder niedriger sein.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Einsatzbereiche

Als Gesellin oder Geselle kannst du in Maler- und Lackierbetrieben arbeiten – oder …

... in Stuckateurbetrieben und Hochbaufirmen (Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung)

... bei Betonsanierungsunternehmen (Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz)

... in Betrieben, die sich auf Restaurierungsarbeiten spezialisiert haben: in Restauratorenwerkstätten einzelner Museen, in Denkmalschutzeinrichtungen oder bei Fassadensanierungsunternehmen (Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege)

Abschluss

Nach drei Jahren bist du: Maler/in und Lackierer/in in deiner Fachrichtung.

Am Ende deines zweiten Ausbildungsjahres musst du eine Zwischenprüfung ablegen. Sie besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Wenn du die Zwischenprüfung bestehst, hast du den Abschluss als Bauten- und Objektbeschichter/in erreicht, falls du die Abschlussprüfungen als Maler/in und Lackierer/in nicht schaffst.

Nach drei Jahren steht dann die Gesellenprüfung an. Die hat auch einen schriftlichen und einen praktischen Teil, ist aber umfangreicher als die Zwischenprüfung. Die praktische Aufgabe unterscheidet sich je nach Fachrichtung. So kann es zum Beispiel sein, dass du ein Treppengeländer restaurieren musst, oder das Stück einer Hausfassade zuerst am PC entwerfen und dann nach deinen eigenen Plänen bearbeiten musst. Schriftliche Prüfungen legst du in den Bereichen Wirtschafts- und Sozialkunde, Gestaltung und Fachtheorie ab.