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Ausbildung



Ausbildungsform

Die Ausbildung zum/zur Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik findet im dualen System statt. Das heißt, deine praktischen Erfahrungen sammelst du im Ausbildungsbetrieb und die theoretischen Kenntnisse in der Berufsschule. Hier und in sogenannten überbetrieblichen Kursen lernst du alles, was du für diesen Beruf wissen musst. Und du trainierst deine handwerklichen und technischen Fertigkeiten. Diesen Beruf kannst du in einem handwerklichen oder in einem industriellen Betrieb lernen. In der Berufsschule wird aber nicht zwischen diesen beiden Bereichen unterschieden – alle lernen dasselbe.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum/zur Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik dauert dreieinhalb Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung – meist um sechs Monate – möglich. Frage dazu deinen Chef, deinen Berufsberater/in oder deine zuständige Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer.

Ausbildungsinhalte

Als Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik musst du mit „Köpfchen“ und mit „Muckis“ arbeiten. In den Maschinen steckt oft hochmoderne Technik: Hydraulik, Pneumatik, Mechanik, Elektronik und Elektrik. Als Allroundtalent reparierst du so ziemlich alles – Motoren und Getriebe, vom Mähdrescher bis zu Forst- und Baumaschinen, aber auch Gartengeräte und Maschinen für die Landschaftspflege. Viele Betriebe produzieren zudem selbst Maschinen oder aber rüsten sie nach. Das erfordert handwerkliches Geschick bei der Metallbearbeitung und den sicheren Umgang mit der Technik.
- Fahrzeuge und Systeme reparieren, warten und bedienen
- Zubehör und ganzen Systemen montieren und demontieren
- Störungen und deren Ursachen eingrenzen und bestimmen
- Mechanische, hydraulische, pneumatische, elektrische und elektronische Anlagen prüfen, einstellen und anschließen
- Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und Anlagen in und außer Betrieb nehmen
- Abgasuntersuchungen und Stromanschlüsse installieren
- Metall schweißen, schneiden und umformen
- Gesundheitsschutz und Umweltschutz
- Arbeitsergebnisse kontrollieren
- Mit Kunden umgehen

Abschluss

Nach dreieinhalb Jahren Lehrzeit legst du deine Abschluss- oder Gesellenprüfung ab. Sie besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung. Im schriftlichen Teil beweist du dein Fachwissen und beantwortest Fragen aus den Bereichen Arbeitsplanung und Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Während der praktischen Prüfung musst du im ersten Teil der Gesellenprüfung, der zum Ende des 2. Lehrjahres stattfindet, ein Bauteil nach einer Bauzeichnung anfertigen und auch zeigen, dass du zum Beispiel gut Schweißen kannst. Außerdem müssen Fehler in einer kleinen elektrischen Anlage gesucht und repariert werden und einfache Wartungsarbeiten durchgeführt werden.
Im zweiten Teil der Gesellenprüfung, am Ende der Ausbildung, wird das geprüft, was deine tägliche Arbeit ausmacht, z.B. eine elektohydraulische Anlage nach einem vorgegebenen Plan aufbauen und in verschieden Geräten oder Baugruppen aus Land- oder Baumaschinen Fehler und Störungen suchen und beheben.
Die Prüfungskommission testet dein Wissen zudem noch in einem längeren Fachgespräch.

Einsatzbereiche

Als Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik arbeitest du meist in Handwerksbetrieben, wo Land- und Baumaschinen hauptsächlich repariert und gewartet werden. Stellt dein Ausbildungsbetrieb die Maschinen selbst her, dann ist es ein sogenannter Industriebetrieb. Während in Handwerksbetrieben oft echte Alleskönner gefragt sind, müssen sich Fachkräfte in der Industrie auf bestimmte Tätigkeiten spezialisieren und darin Profis werden. Mit der abgeschlossenen Ausbildung als Mechaniker – egal in welchem Bereich – kannst du auch in Firmen arbeiten, die Land- und Baumaschinen vermieten.

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann je nach dem, in welcher Region du arbeitest, unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 493
2. Ausbildungsjahr: € 536
3. Ausbildungsjahr: € 617
4. Ausbildungsjahr: € 664
(Quelle: BERUFENET, April 2013)

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Auch nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Faktoren ab. Je nach dem, zu welcher Handwerkskammer dein Betrieb gehört, variieren die Gehälter sogar innerhalb eines Bundeslandes sehr stark. Das Einstiegsgehalt liegt ungefähr zwischen € 2.041 bis € 2.427 brutto liegen. Mit mehr Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen steigt dein Gehalt.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)