Für die vollständige Darstellung der Website wird JavaScript und das Flash-Plugin (Version 8) benötigt.

Ausbildung

Fachkraft für Lagerlogistik

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Fachrichtungen, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Ausbildungsform: Duale Ausbildung

Du verbringst die meiste Zeit in deinem Betrieb, wo du in der Praxis lernst. Daneben hast du regelmäßig Berufsschule, die wöchentlich oder als Blockunterricht in Fachklassen stattfindet.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich – meist um 6 Monate. Gründe für die Verkürzung können zum Beispiel besonders gute Leistungen in der Berufsschule oder die Anrechnung einer Berufsausbildung sein. Allerdings sind die Bestimmungen hierzu je nach Bundesland unterschiedlich. Voraussetzung ist außerdem, dass der Ausbildungsbetrieb und die zuständige IHK zustimmen.

Fachrichtungen

Einige Berufe unterscheiden sich durch verschiedene Fachrichtungen oder Schwerpunkte. Bei der Fachkraft für Lagerlogistik ist das nicht der Fall.

Allerdings gibt es eine ähnliche Ausbildung mit ähnlichen Inhalten, die niedrigere Anforderungen stellt und nur zwei Jahre dauert: die Ausbildung zum Fachlageristen beziehungsweise zur Fachlageristin.

Fachlagerist/in

Als Fachlagerist/-lageristin lernst du ähnliche Inhalte wie in der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Sie dauert aber nur 2 Jahre und stellt etwas geringere Anforderungen. Der Anteil der Auszubildenden mit Hauptschulabschluss liegt dort bei fast 50 Prozent. Weil die Ausbildungen ähnlich sind, kannst du nach bestandener Abschlussprüfung unter bestimmten Bedingungen die Ausbildung fortsetzen und Fachkraft für Lagerlogistik werden. Informiere dich dazu bei deiner Berufsschule und deinem Betrieb.

Ausbildungsinhalte

für die betriebliche Ausbildung:
Arbeitsorganisation; Information und Kommunikation; Logistische Prozesse, qualitätssichernde Maßnahmen; Arbeitsmittel einsetzen; Güter annehmen; Güter lagern; Güter kommissionieren und verpacken; Güter versenden

für die schulische Ausbildung (Berufsschule):
Güter annehmen und kontrollieren; Güter lagern; Güter bearbeiten; Güter im Betrieb transportieren ; Güter kommissionieren; Güter verpacken; Touren planen; Güter verladen; Güter versenden ; logistische Prozesse optimieren; Güter beschaffen; Kennzahlen ermitteln und auswerten; Wirtschafts- und Betriebslehre; berufsbezogenes Englisch

Weitere Ausbildungsinhalte:
Mitwirken bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen; Güter transportieren; Kennzeichnen, beschriften und versenden nach gesetzlichen Vorgaben; Ladepläne erstellen und Ladevorschriften berücksichtigen Tourenpläne erstellen; den Einsatz von Arbeits- und Fördermitteln planen, organisieren und überwach; Team- und kundenorientierte Kommunikation und Kooperation; Beachtung von Sicherheitsvorschriften, Gesundheits- und Umweltschutz; Qualitätssicherung

Abschluss

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres musst du eine Zwischenprüfung ablegen. Sie fragt Grundlagenkenntnisse und Fertigkeiten ab und besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Nach drei Jahren legst du deine Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer ab. Auch diese Prüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Im praktischen Bereich sollst du zwei Aufgaben lösen, für die du bis zu fünf Stunden Zeit hast. Danach sollst du deine Ergebnisse in einem höchstens 15-minütigen Gespräch erläutern. Der schriftliche Teil, für den du auch bis zu fünf Stunden Zeit hast, fragt Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen ab. Wenn du diese Prüfungen bestanden hast, bist du Fachkraft für Lagerlogistik.

Einsatzbereiche

Als Fachkraft für Lagerlogistik kannst du in fast allen Wirtschaftszweigen arbeiten. Du wirst in der Industrie, in Handels- und Speditionsbetrieben sowie bei weiteren logistischen Dienstleistern gebraucht. Voraussetzung ist, dass die Betriebe über eine Lagerhaltung verfügen. Deine Arbeitsaufgaben umfassen alle Tätigkeiten der Lagerlogistik. Je nach Betrieb und Neigung kannst du dich für spezielle Warenarten wie Gefahrgut oder Nahrungsmittel entscheiden. In größeren Betrieben kannst du dich auch auf bestimmte Aufgaben spezialisieren: den Wareneingang, die Lagerung oder den Versand.

Verdienst

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
Vom Bruttoverdienst werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen (Bruttoverdienst minus Steuern und Sozialabgaben = Nettoverdienst). Der Nettoverdienst ist das, was du am Ende in der Tasche hast.

Ausbildungsjahr: € 708 bis € 787
Ausbildungsjahr: € 768 bis € 848
Ausbildungsjahr: € 841 bis € 926

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Was du nach der Ausbildung in diesem Beruf verdienen kannst, hängt stark vom Wirtschaftszweig, dem Betrieb, der Lage und deinen konkreten Aufgaben ab. Da kann es erhebliche Unterschiede geben. Am Anfang kannst du ungefähr mit einem Bruttogehalt zwischen € 2.236 bis € 2.572 rechnen. Mit zunehmendem Alter, Berufserfahrung und Spezialisierungen steigt dann auch dein Gehalt. (Quelle: BERUFENET, August 2014)