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Tagesablauf



Jörn, Industriemechaniker, zeigt dir wie ein typischer Tagesablauf aussieht.

5:30

Auf dem Werksgelände der Salzgitter AG, einem Stahltechnologie-Konzern, herrscht bereits Hochbetrieb. Aus den umliegenden Hochöfen qualmt es. Züge transportieren das für die Eisengewinnung notwendige Eisenerz auf das stadtteilgroße Gelände. Schnell wird klar: hier gibt es jede Menge Arbeit für Leute, die anpacken wollen. Jörn ist bereits seit 4:30 Uhr auf den Beinen. Wie an jedem Morgen führt ihn sein erster Weg in die Umkleidekabine der Werkstatt, wo er die vorgeschriebene Arbeits- und Schutzkleidung anzieht.

6:00

Im Pausenraum des Werkstattbüros kommen kurz darauf der Meister und die Kollegen zusammen, um die anliegenden Aufgaben zu besprechen und zu verteilen. Noch schnell ein Schluck aus dem Kaffeebecher und los geht´s.

6:30

Jörn soll eine Wanne für ein Rohrleitungssystem erstellen, das in einer anderen Werkshalle eingebaut werden soll. Mit dem Plan in der Hand programmiert Jörn die CNC-Biegepresse, die ihm die Maße für den Zuschnitt ausrechnet. Im Lager findet er ein passendes Stück, das er an der Tafelschere zurechtschneidet.

7:00

Mit dem fertig zugeschnittenen Blech geht es an die Werkbank. Da muss Jörn erst mal entgraten, denn beim Schneiden von Metall entstehen immer scharfe Kanten und Splitter. Vor jeder Weiterverarbeitung müssen diese entfernt werden. Mit der Anreißnadel zeichnet Jörn anschließend die Ecken an, die entfernt werden müssen, damit er später die Seiten hochbiegen kann. Um die feinen Linien auf dem Metall noch besser sehen zu können, könnte man auch sogenannten Anreißlack verwenden. Jörn bohrt zuerst Löcher in das Blech, damit das Material beim Biegen nicht reißt. Vor dem Bohren kommt aber noch das „Körnen“. Damit die Bohrerspitze auch genau an die gewünschte Stelle kommt und nicht „verläuft“, schlägt Jörn mit dem Körner kleine Abdrücke in das Blech.

8:00

Das Blech ist zwar vorbereitet, die Maschine aber noch nicht. Jörn richtet die Bohrmaschine ein und stellt Drehzahl und Tischhöhe ein. Er befestigt das Blech, damit es beim Bohren nicht verrutscht. Schnell hat er auch den passenden Bohrer gefunden.

9:00

Aus dem flachen Blech entsteht schon bald eine Wanne. Jörn hat alles vorbereitet und die nötigen Arbeitsmittel aus dem Werkzeugschrank besorgt. Es wird laut und nicht ganz ungefährlich, deshalb muss er sich noch um seine Sicherheit kümmern. Mit dem maßgerechten Zuschnitt des Bleches geht es dann von der Werkbank an die Biegepresse, wo die Kanten hochgebogen werden.

10:00

Frühstückspause. Ein halber Arbeitstag liegt bereits hinter Jörn. Zeit für eine Pause: Mitgebrachte Brote und Getränke kommen auf den Tisch. Jetzt erst mal stärken.

10:30

Die Wanne ist fast fertig. Jörn muss nur noch die Ecken verschweißen, damit sie auch dicht ist. Auch hier steht die eigene Sicherheit wieder im Vordergrund. Um die Augen vor „Verblitzung“ zu schützen, trägt Jörn einen speziellen Schutzhelm.

11:00

Geschafft! Die Wanne ist fertig. Sie soll Öle und Schmiermittel aus einem Rohrleitungssystem auffangen. Ein neues Rohr muss dafür auch noch her. Zusammen mit Nina, einer frischgebackenen Industriemechanikerin, geht Jörn los und nimmt Maß. Das ist übrigens nicht nur netter, sondern gehört zu den Arbeitssicherheitsvorschriften. So kann im Notfall immer ein Kollege Hilfe holen.

11:30

Zurück in der Werkstatt hat sich Jörn ein Rohrleitungsstück aus dem Lager geschnappt, das er mit der Bandsäge ganz genau zuschneiden kann. An den Schnittstellen ist es wieder scharf und kantig. Jörn entgratet am Bandschleifer. Damit das Rohr mit anderen Bauteilen verbunden werden kann, muss noch ein Gewinde geschnitten werden. Das erledigt Jörn mit einer Gewindeschneidemaschine. Was ein bisschen aussieht wie Blut ist ein Kühlschmierstoff, der die Wärme, die beim Schneiden entsteht, ableitet und die Reibung und den Verschleiß am Werkzeug reduziert.

12:00

Das fertig zugeschnittene Rohr soll später einmal um eine Ecke verlaufen. Daher muss es in der Rohrbiegemaschine noch gebogen werden. Jörn spannt es in den so genannten Gleitschuh ein und biegt es auf den entsprechenden Biegegrad. Mit Schmiege und Winkelmesser kann er den Winkel festlegen und anschließend überprüfen.

13:00

Kurz vor Feierabend ist noch ein Eilauftrag hereingekommen. Der Durchmesser eines Rohres soll verkleinert werden. Das ist schnell gemacht, wenn man weiß wie. Jörn spannt das Rohr in die Drehbank ein. Sie heißt übrigens deshalb so, weil das Werkstück gedreht wird, während es bearbeitet wird.

14:00

Feierabend. Die Werkzeuge liegen wieder verstaut im Werkzeugschrank, die verschiedenen Maschinen und Arbeitsplätze sind blitzeblank. Alles ist vorbereitet für einen neuen Tag. Bei Jörn zu Hause wartet die Familie mit einem leckeren Mittagessen. Noch ist der Nachmittag nicht verplant, aber Jörns kleine Tochter hat sich für ihren Papa bestimmt schon was ausgedacht.