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Ausbildung

Holzmechaniker

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zum/zur Holzmechaniker/in wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Schwerpunkte, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Ausbildungsform

Duale Ausbildung
Duale Ausbildung bedeutet, dass du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule lernst. Die meiste Zeit verbringst du im Betrieb. Als Holzmechaniker/in der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau wirst du in Industriebetrieben ausgebildet, die auf die Herstellung von Möbeln und Holzbauteilen für den Innenausbau spezialisiert sind.
Als Holzmechaniker/in der Fachrichtung Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen wirst du in Betrieben ausgebildet, die z. B. Fenster und Türen oder Verpackungsmittel herstellen oder bei Fertighausherstellern.

In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen. Der Unterricht an der Berufsschule findet entweder ein- bis zweimal pro Woche oder als Blockunterricht, d.h. drei bis vier Wochen am Stück, statt.

Schule – Lehrwerkstatt - Praktika
Wenn du keinen Ausbildungsvertrag hast, gibt es auch die Möglichkeit, die Ausbildung an einer Schule zu machen. Hier werden – wie in der Berufsschule – vor allem die theoretischen Grundlagen vermittelt. Den praktischen Teil erlernst du dann beispielsweise in Lehrwerkstätten der Schule oder im Rahmen von Praktika in Betrieben.

Ausbildungsdauer

Die normale Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

Ausbildungsinhalte

Deine Arbeit als Holzmechaniker/in Möbel und Innenausbau ist sehr abwechslungsreich. Du arbeitest an computergesteuerten Maschinen, aber auch mit der Hand, in Fertigungshallen, aber auch im Holzlager.

Wichtige Ausbildungsinhalte sind:
- Wie du die Arten und Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen unterscheidest
- Wie du Holz und Holzwerkstoffe be- und verarbeitest
- Wie du Einzelteile herstellst und wann und wie du sägen, hobeln, bohren, fräsen und schleifen musst
- Wie du Flächen furnierst
- Wie du nach Skizzen und technischen Zeichnungen arbeitest und wie du sie selber anfertigst
- Wie du Oberflächen behandelst und beschichtest
- Wie du Maschinen einrichtest, bedienst und pflegst
- Wie du Produktionsprozesse überwachst und steuerst
- Wie du Möbel und Einrichtungen montierst
- Wie du Produkte verpackst, lagerst und für den Versand fertig machst
- Wie du die Qualität sicherst und Kontrollen durchführst
- Wie du im Team arbeitest

Weitere Ausbildungsinhalte
- Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes – Ablauf von Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutzmaßnahmen beachten
- Rechte und Pflichten der Auszubildende/die Auszubildende

Fachrichtungen

Im zweiten Jahr deiner Ausbildung zum/zur Holzmechaniker/in kannst du zwischen zwei Fachrichtungen wählen:
- Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau<
- Fachrichtung Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmenv
Als Holzmechaniker/in der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau stellst du Möbel und Einrichtungen für den Innenausbau aus Holz, Spanplatten, Sperrholz oder anderen Materialien in den verschiedensten Formen mit Hilfe von computergesteuerten Maschinen her.

Als Holzmechaniker/in der Fachrichtung Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen stellst du mithilfe von Produktionsanlagen Treppen-, Fenster- und Türenteile, Bilder- und Türrahmen oder Holzpackmittel her. Holzpackmittel sind Verpackungen aus Holz oder Holzwerkstoffen wie u.a. Pressholz oder Spanplatten.

Wenn du mehr über diese Fachrichtung erfahren möchtest, kannst du dich im Internet informieren unter http://berufenet.arbeitsagentur.de oder www.holzmechaniker.com

Abschluss

Nach drei Jahren machst du deine Abschlussprüfung. Vorher musst du die Zwischenprüfung bestanden haben, die du am Ende des 2. Ausbildungsjahres ablegst.

In der Abschlussprüfung wirst du in einem praktischen und einem schriftlichen Teil geprüft. Im praktischen Teil bekommst du eine Aufgabe gestellt, die ein realer Kundenauftrag sein könnte: zum Beispiel ein Holzgestell für einen Sessel herstellen. Für diese Aufgabe hast du acht Stunden Zeit. Am Ende führst du mit den Prüfern ein 20-minütiges Fachgespräch über deinen „Auftrag“. Im schriftlichen Teil wirst du in drei Fachbereichen geprüft.

Einsatzbereiche

Nach der Ausbildung hast du als Holzmechaniker/in der Fachrichtung Möbel und Innenausbau viele Möglichkeiten. Du kannst bei Möbelherstellern, bei Innenausbauunternehmen, bei Caravanbauern, in Tischlereien, in Raumausstatterwerkstätten oder auch ich Möbelfachgeschäften arbeiten, die eine Werkstatt haben oder einen Montageservice anbieten. Zunächst solltest du dich aber entscheiden, in welchem Bereich du am liebsten arbeiten möchtest. Das hängt ganz davon ab, was dir am meisten liegt und Spaß macht. Du kannst dich zum Beispiel auf die Herstellung konzentrieren, auf die Qualitätssicherung oder die Montage. Oder du wählst danach aus, was produziert oder montiert wird: z.B. Möbel- und Küchenbau, Innenausbau, Ladenbau oder Messebau. Infos über weitere Arbeitsmöglichkeiten findest du unter http://berufenet.arbeitsagentur.de

Verdienst

Eine Ausbildungsvergütung erhältst du nur, wenn du einen Ausbildungsvertrag in einem Betrieb hast, nicht aber, wenn du eine rein schulische Ausbildung mit Praktika machst.

Je nachdem, ob du in der Industrie, im Handel oder im Handwerk ausgebildet wirst, kann die Ausbildungsvergütung eine andere sein. Auch von Betrieb zu Betrieb gibt es Unterschiede. Durchschnittlich kannst du aber mit folgenden Vergütungen rechnen:

1. Ausbildungsjahr: € 607 bis € 717
2. Ausbildungsjahr: € 648 bis € 764
3. Ausbildungsjahr: € 698 bis € 828

Nach der Ausbildung
Was du nach der Ausbildung verdienst, hängt unter anderem von der Region, der Branche, dem Betrieb und auch den Anforderungen ab. So kann deine tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise zwischen € 2.532,80 und € 2.732,80 im Monat betragen.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)