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Tätigkeiten



Lysann erzählt dir, welche Tätigkeiten und Aufgaben als Hörgeräteakustiker bzw. Hörgeräteakustikerin von besonderer Bedeutung sind:

Diagnose

Als Hörgeräteakustiker/in kommen Menschen zu dir, die nicht so gut hören. Eine Kundin hört von Geburt an schlecht, ein anderer Kunde hatte einen Hörsturz und bei einer dritten Kundin liegt es einfach am Alter. Du hast es also mit ganz verschiedenen Arten und Ursachen von Hörverlusten zu tun. Nun ist es deine Aufgabe, anhand von Tests, ärztlichen Befunden und Gesprächen herauszubekommen, wie stark ein Hörverlust ist und wie du deinem/r Kunden/in am besten helfen kannst.

Hörsysteme auswählen

Es gibt viele verschiedene Hörsysteme – welche, die im Ohr sitzen, welche, die hinter dem Ohr sitzen, große, kleine, bunte, teure, günstige, analoge und digitale. Außerdem schreitet die Entwicklung ständig voran, so dass es immer wieder neue Systeme und Techniken gibt. Hörgeräteakustiker/innen suchen gemeinsam mit ihren Kunden/innen die passenden Systeme aus. Sie beraten, geben Systeme auf Probe mit und machen Tests.

Hörsysteme anpassen

Hat sich ein/e Kunde/in für ein Gerät entschieden, dann musst du als Hörgeräteakustiker/in dafür sorgen, dass es richtig angepasst und eingestellt wird. Dazu nimmst du Abdrücke und fertigst Ohrpassstücke an. Außerdem programmierst du das System so, dass es den jeweiligen Hörverlust so gut wie möglich ausgleicht.

Zuhören können

In diesem Beruf geht es neben der medizinischen Versorgung vor allem darum, Menschen zuzuhören. Häufig sind Kunden/innen entsetzt, ein Hörsystem zu brauchen, sie schämen sich oder wollen ihren Hörverlust nicht wahrhaben. Oft hast du es auch mit älteren Menschen zu tun, die einsam sind und dir von ihrem Alltag erzählen wollen. Oder du bekommst Krankheitsgeschichten mit, die teilweise nur schwer zu verkraften sind.

Reparieren und pflegen

Hörsysteme müssen gereinigt und repariert werden, Batterien müssen ausgetauscht und Ohrpassstücke hergestellt werden: All das gehört zu deinen Aufgaben als Hörgeräteakustikerin. Einen kleinen Reparaturplatz gibt es in jedem Laden, ein Labor oft nur in größeren Geschäftsstellen. Deshalb kannst du im Alltag nicht alles selbst machen, sondern schickst auch einige Dinge ein.

Beraten im Team

Der Beruf wirkt im ersten Moment eher wie eine Arbeit für Einzelkämpfer. Das täuscht aber. Auch wenn Hörgeräteakustiker/innen selten gemeinsam an etwas arbeiten, so sind sie doch darauf angewiesen, sich mit Kollegen und Kolleginnen austauschen zu können. Immer wieder gibt es schwierige medizinische und menschliche Fälle. Und dann ist es ganz wichtig, dass es Kollegen/-innen gibt, die einen beraten und auch mal eine/n Kunden/in übernehmen.

Büroarbeit

Einen großen Teil der Arbeitszeit nimmt auch der Bürokram ein: Als Hörgeräteakustiker/in musst du Kostenvoranschläge und Rechnungen schreiben, Krankenkassen und Ärzte kontaktieren, Kundenkarteien führen und Systeme, Zubehör und Arbeitsmaterialien bestellen.