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Ausbildung

hoergeraeteakustiker

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker bzw. zur Hörgeräteakustikerin wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Ausbildungsform: duale Ausbildung

Duale Ausbildung bedeutet, du lernst sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb bekommst du die notwenige Praxis und in der Berufsschule das theoretische Wissen.

Die Berufsschule ist für alle Lehrlinge der Hörgeräteakustik in Lübeck – egal aus welchem Bundesland du kommst. Während deiner Lehre bist du acht Mal für je einen Monat dort und wohnst in einem Internat. In Lübeck befindet sich außerdem die Akademie für Hörgeräte-Akustik, dort vertiefst du in einigen Praxiskursen deine Kenntnisse.

Ausbildungsdauer

Im Normalfall dauert die Ausbildung 3 Jahre. Hast du aber beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung, oder besonders gute Noten in der Berufsschule, dann kannst du die Ausbildungszeit verkürzen. Allerdings müssen dann Schule, Kammer und Betrieb zustimmen. Die Schule rät allerdings dazu, nicht mehr als ein halbes Jahr zu verkürzen.

Ausbildungsinhalte

Als Hörgeräteakustiker/in bist du dafür zuständig, dass Menschen mit Hörverlusten möglichst wenig in ihrem Alltag beeinträchtigt werden, also so gut es geht hören können. Dazu musst du erst einmal lernen, wie Ohren anatomisch aufgebaut sind und welche Ursachen und Auswirkungen Hörverluste haben können. Auch physikalische Zusammenhänge, zum Beispiel die Übertragung von Schall, gehören zu den Grundkenntnissen. Und schließlich geht es darum, welche Hörsysteme es gibt, wie diese funktionieren und wie du sie anpassen und einstellen kannst.

Ausbildungsinhalte im Detail Aufbau von Außen-, Mittel- und Innenohr, Ermittlung akustischer Kenndaten des Gehörs, Messtechniken akustischer Größen, Herstellung von Ohrabformungen und Otoplastiken, Zusammenhang zwischen Hörbeeinträchtigung und Sprachentwicklung, Hörsysteme auswählen und anpassen, Führen von Beratungsgesprächen, Kaufmännische Tätigkeiten wie Abrechnungen, Bestellungen oder Schriftverkehr, Umgang mit branchenüblicher Software

Abschluss

Als Auszubildender/-e der Hörgeräteakustik machst du am Ende deines fünften Berufsschulblocks eine Zwischenprüfung. Die Teilnahme daran ist Voraussetzung für die Abschlussprüfung.

Nach deinem achten Berufsschulblock steht dann die Gesellenprüfung an. Auch hier gibt es eine theoretische und eine praktische Prüfung. In der Theorie geht es um Audiologie, die Anpassung von Hörsystemen, technische Grundlagen und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Einsatzbereiche nach der Ausbildung

Als Hörgeräteakustiker/in kannst du in Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks sowie bei Herstellern von Hörsystemen arbeiten.

Verdienst

Wie viel du verdienst, hängt sowohl während als auch nach der Ausbildung sehr von Betrieb und Bundesland ab. Damit du eine ungefähre Vorstellung hast, hier ein paar Anhaltspunkte:

Während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: € 365 bis € 526
2. Ausbildungsjahr: € 420 bis € 561
3. Ausbildungsjahr: € 480 bis € 634

Nach der Ausbildung
Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 1.983 bis € 2.320 im Monat betragen.
Quelle: BERUFENET, April 2013