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Tätigkeiten



Pflegen und im Alltag begleiten

Behinderte Menschen benötigen oftmals Unterstützung in vielen alltäglichen Dingen. Essen machen, einen Arzttermin vereinbaren oder das Zimmer putzen - eben alles, was zu einem normalen Tagesablauf dazu gehört. Wann immer die Bewohnerinnen oder Bewohner dies nicht alleine oder nur eingeschränkt können, bist du zur Stelle und unterstützt, soweit das notwendig ist. Auch die Körperpflege und Hygiene spielen eine wichtige Rolle! Vor engem Körperkontakt zu anderen Menschen sollte man daher keine Scheu haben. Wenn du in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitest, gehört auch die Begleitung bei den Tätigkeiten vor Ort dazu. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen unterstützt du den Menschen dort, damit er die jeweiligen Arbeitsaufgaben bewältigen kann.

Planen und organisieren

Planen und Organisieren gehört in diesem Beruf zum Tagesgeschäft. Viele Aufgaben warten gleichzeitig auf dich. Wenn du gut strukturierst an deine Arbeit heran gehst, verlierst du nicht den Überblick. Aber du planst nicht nur für dich selbst, sondern auch für die Bewohnerinnen und Bewohner. Du gibst ihnen so Unterstützung und bietest einen "roten Faden" für den Tagesablauf. Daneben organisierst du alles, was anfällt: Freizeitangebote, Urlaube, Gespräche mit anderen Fachleuten, Arztbesuche....

Freizeit gestalten

Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger bietest du vielfältige Freizeitaktivitäten für die Menschen an, die du betreust. Dazu gehört es, Ideen für Aktionen zu entwickeln, die Bewohner zu informieren und dann natürlich das Angebot auch durchzuführen. Das können kreative Dinge wie basteln und Musik machen sein oder sportliche Aktivitäten wie Wandern und Schwimmen. Ausflüge gehören ebenso dazu wie der gemeinsame Urlaub am Meer. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner bringen eigene Vorschläge mit ein. Ziel der Aktivitäten ist dabei, die Fähigkeiten der behinderten Menschen zu aktivieren und neue Interessen zu wecken.

Individuell fördern

Jeder behinderte Mensch hat verschiedene Fähigkeiten und unterschiedliche Bedürfnisse. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, ganz individuell auf die Person einzugehen und entsprechende Unterstützung anzubieten. Individuelle Hilfepläne unterstützen dabei, bestimmte Ziele zu erreichen. Gemeinsam lesen üben, mit Problemen umgehen lernen oder ein Küchengerät richtig bedienen – alles wird soweit wie nötig gemeinsam besprochen und geübt. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die berufliche Eingliederung – das heißt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner darauf vorbereitet werden, einer eigenständigen Arbeit nachzugehen. Viele Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger arbeiten daher auch in Werkstätten für behinderte Menschen und bieten dort gezielte Unterstützung.

Beobachten und dokumentieren

In diesem Beruf bist du den ganzen Tag mit den Menschen zusammen, die du betreust. Du erlebst ihr Verhalten und siehst ihre Fortschritte, aber auch ihre Probleme. Alles das muss genau dokumentiert werden. Dazu werden Betreuungsberichte erstellt oder individuelle Hilfepläne entwickelt. Dokumentation ist übrigens aus zwei Gründen wichtig: Man muss immer nachvollziehen können, wie sich eine Person entwickelt hat, um gezielt fördern zu können. Daneben unterliegt die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung aber auch gewissen Kontrollen. Das bedeutet, dass die Dokumentation auch z.B. bei Prüfungen von außen vollständig sein muss.

Mit Fachkräften zusammen arbeiten

Andere Fachkräfte spielen eine ganz wichtige Rolle! Da ist zunächst einmal das Team vor Ort in der Einrichtung: Hier kann man sich austauschen, neue Ideen entwickeln und gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen. Daneben gibt es teamübergreifend wichtige Personen, mit denen du zusammen arbeitest: Ärzte, Therapeuten, gesetzliche Betreuer, Schulen, Angehörige oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behindertenwerkstätten. Alle gemeinsam haben das Ziel, dass der Mensch mit Behinderung optimal betreut und gefördert wird und sich wohl fühlt. Das klappt aber nur, wenn alle sich abstimmen und gemeinsam an einem Strang ziehen.

Konzepte entwickeln

Wie lässt sich die Lebensqualität in einer Wohnstätte erhöhen? Wie können sich behinderte Menschen besser in die Arbeitswelt integrieren lassen? Wie kann ein Leitbild für die Arbeit mit behinderten Menschen aussehen? Wie lässt sich die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen verbessern? Neben der Arbeit mit den behinderten Menschen sind Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger auch mit der Entwicklung von pädagogischen Konzepten befasst. Das bedeutet, neue Ideen für den Umgang mit behinderten Menschen zu prüfen und weiter zu entwickeln.