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Ausbildung

heilerziehungspfleger

Ausbildungsform

Die Aus- oder Weiterbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in machst du an einer Fachschule. Der überwiegend theoretische Ausbildungsteil dauert zwei Jahre und findet in der Schule gemeinsam mit deiner Klasse statt. Während dieser Zeit lernst du auch verschiedene Praxisfelder kennen, wie z.B. eine Wohneinrichtung oder eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Insgesamt dauern diese Praktika 16 Wochen und sind je nach Schule unterschiedlich organisiert - mal tageweise, mal mehrere Wochen am Stück. Im Anschluss an diesen überwiegend theoretischen Ausbildungsteil machst du ein einjähriges Berufspraktikum, in dem du in einem Arbeitsfeld der Heilerziehungspflege schon richtig mitarbeitest.

Achtung: Unterschiedliche Regelungen

Die Ausbildung zur/zum Heilerziehungspfleger/in erfolgt bundesweit an Fachschulen nach einem gemeinsamen Rahmenlehrplan der Fachschule für Heilerziehungspflege. Nach Abschluss der Ausbildung bist du staatlich anerkannte(r) Heilerziehungspflegerin/ Heilerziehungspfleger. In einzelnen Bundesländern wird auch die Bezeichnung staatlich anerkannte(r) Heilerzieherin / Heilerzieher verwendet.

Trotz des gemeinsamen Rahmenlehrplans kann die Ausbildung in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich aufgebaut sein. Genaue Auskunft über die konkreten Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsdauer und -aufbau erhältst du bei der jeweiligen Fachschule - frag einfach nach!

Ausbildungsdauer

Im Allgemeinen dauert die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin/zum Heilerziehungspfleger drei Jahre, wenn du sie in der Vollzeitform absolvierst. Wenn du die Ausbildung berufsbegleitend in Teilzeitform machen möchtest, dauert sie entsprechend länger. Genaue Auskunft dazu geben die jeweiligen Schulen.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung bekommst du u. a. einen Überblick über folgende Wissensbereiche, die jedoch in jedem Bundesland anders gewichtet sind. Was du in der Schule lernst, kannst du dann in den Betriebspraktika praktisch anwenden.

Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Kommunikation
Förderung und Hilfe für beeinträchtigten Menschen, um die Anforderungen des Alltags zu bewältigen. Erkennen von Kompetenzen, Entwicklungsmöglichkeiten und Bedürfnisse der behinderten Menschen. Beratung und Unterstützung in persönlichen und sozialen Angelegenheiten in Konfliktsituationen- Hilfen bei der beruflichen Eingliederung.

Medizin, Psychiatrie
Medizinische und psychiatrische Grundlagen zu den verschiedenen Arten von Behinderungen.

Musik , Bewegung Spiel und Gestaltung
Förderung von musisch-kreativen Fertigkeiten, Anleitung zu Spiel, Bewegung und sonstigen Freizeitaktivitäten.

Pflege
Die Pflege behinderter Menschen sowohl in der häuslichen Umgebung als auch in Krankenhäusern oder Heimen.

Hauswirtschaft
Hilfe bei der Haushaltsführung, einkaufen und planen

Abschluss

Am Ende der Ausbildung steht das so genannte Fachschulexamen. Dieses besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil schreibst du in der Regel drei Klausuren zu verschiedenen Lernbereichen der Heilerziehungspflege. Die mündliche Prüfung kann als Ergänzung zu den Klausuraufgaben erfolgen. Der praktische Prüfungsteil findet nach dem Berufspraktikum in Form eines so genannten Kolloquiums statt. Je nach Bundesland kann die genaue Gestaltung der Prüfung unterschiedlich sein.

Übrigens: Am Ende der Ausbildung kann zusätzlich die Fachhochschulreife erworben werden, mit der man bundesweit an Fachhochschulen z.B. Heilpädagogik oder Sozialpädagogik studieren kann.

Einsatzbereiche

Ein Beruf - viele Möglichkeiten
Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger begleitest und unterstützt du Menschen mit Behinderung jeden Alters - Kinder und Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen. Die Arbeitsfelder sind sehr vielfältig: ob in Wohnstätten oder Wohngruppen, in heilpädagogischen Heimen, in Behindertenwerkstätten, in psychiatrischen Einrichtungen, in REHA-Kliniken, in integrativen Kindergärten, in Berufsbildungswerken oder bei ambulanten Diensten.

Übrigens: Gaby hat eigentlich drei Jobs gleichzeitig. Das heißt, ihre Stelle bei der Lebenshilfe ist auf drei Bereiche aufgeteilt. Die meiste Zeit verbringt sie in der Wohnstätte. Daneben arbeitet sie noch im Bereich ambulant betreutes Wohnen und betreut außerdem ein besonderes Wohnprojekt für junge Menschen mit Behinderung.

Verdienst

Deine Ausbildung besteht zum Teil aus schulischem Unterricht, zum Teil aus berufspraktischen Anteilen. Für den Besuch der schulischen Einrichtung bekommst du keine Vergütung. Im Gegenteil: Bei machen Schulen musst du sogar Schulgeld bezahlen. Für den berufspraktischen Anteil wird manchmal Geld gezahlt. Das ist jedoch sehr unterschiedlich geregelt. Auskunft kann dir am besten die Schule geben, bei der du die Ausbildung machen möchtest. Frag einfach nach!

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Auch nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Faktoren ab. Das Einstiegsgehalt kann bei den Kommunen, die nach dem TvöD bezahlen so aussehen: Hier erhalten Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst bei den Kommunen je nach Einstufung ein Bruttogehalt von € 2.812 bis € 3.644. Mit mehr Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen steigt dein Gehalt.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)