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Tagesablauf



Von früh bis spät auf den Spuren eines Gerüstbauers: Begleite Manfred und sein Team von Baustelle zu Baustelle und schau ihm bei der Arbeit über die Schulter.

7.00 Uhr

Kurz vor 7 Uhr füllt sich so langsam die Halle der Firma „Gerüstbau Elbers“. Manfred und seine Kollegen bereiten sich auf einen neuen Arbeitstag vor. Sicherheitsschuhe an, Helm einpacken, Zeitkarte stecken ... Heute scheint ein guter Tag zu werden: Es ist leicht bewölkt, regnet nicht und die Sonne knallt auch nicht vom Himmel.

7.15 Uhr

Für Manfred und seine Kolonne geht es heute nach Geldern. Dort werden zurzeit zwei neue Gebäude gebaut, ein Finanzamt und eine Polizeistation. Auf dieser Baustelle sind sie schon seit einer knappen Woche zu Gange, denn dort müssen jede Menge Gerüstquadratmeter aufgebaut werden.

8.15 Uhr

500 Quadratmeter Gerüst wollen Manfred und seine Leute heute aufbauen. Dafür haben sie inzwischen den LKW beladen und machen sich jetzt auf den Weg. Etwa eine Stunde Fahrt liegt nun vor ihnen. Manfred nimmt als Kolonnenführer und einziger mit LKW-Führerschein hinter dem Lenkrad Platz, die anderen klettern mit in die Kabine. Sechs Personen haben in diesem LKW Platz – das ist richtig gemütlich.

9.30 Uhr

Auf der Baustelle angekommen, wird erst einmal abgeladen. Manfred bespricht kurz mit seiner Truppe, wo es heute weitergeht, denn ein großer Teil des Gebäudes ist bereits eingerüstet. Inzwischen hat sich der Himmel ein bisschen verdunkelt und es sieht nach Regen aus – mal sehen, wie lange es noch trocken bleibt.

11.00 Uhr

Jetzt hat es tatsächlich zu regnen begonnen, nicht stark aber dauerhaft. Macht nichts – Regenjacken an und weiterarbeiten. Ein wichtiges Thema für Gerüstbauer/innen wie Manfred ist die Sicherheit. Erstens ist er dafür verantwortlich, ein sicheres Gerüst für alle zu bauen, die es später benutzen oder daran vorbeilaufen. Und zweitens muss er auch auf sich und seine Kolonne gut aufpassen. Schließlich bewegen sich Gerüstbauer/innen häufig in ziemlich abenteuerlichen Höhen. Schon die zweite Lage ist nicht zu verachten: Dort steht Manfred bereits vier Meter über dem Boden.

12.00 Uhr

Jetzt ist Mittagspause angesagt. Inzwischen sind die Jungs doch alle ziemlich nass und freuen sich auf eine Auszeit im trockenen LKW. Sobald alle sitzen, die Brote und Getränke ausgepackt sind, holt einer von ihnen Karten aus der Tasche. Wie jeden Mittag zocken sie nun eine Partie Durak – das ist ein russisches Kartenspiel und heißt übersetzt „Dummkopf“.

14.00 Uhr

Nach der Mittagspause haben sich die Regenwolken wieder verzogen und im Trockenen geht die Arbeit weiter. Manfred hat seine Kolonne nach der Pause am Finanzamt zurückgelassen und die Verantwortung an einen Gesellen übergeben. Er selbst ist zu einer anderen Baustelle gefahren, ca. eineinhalb Stunden entfernt in den Niederlanden. Dort bauen Kollegen von ihm ein Gerüst ab und brauchen noch einen zweiten LKW für den Abtransport der Gerüstteile. Da Urlaubszeit ist und nicht so viele LKW-Fahrer da sind, fährt Manfred mit einem leeren Wagen dorthin.

15.30 Uhr

Das Gerüst ist inzwischen komplett abgebaut, die letzten Gerüstteile werden verstaut. Manfred bespricht mit einem anderen Kolonnenführer, wie es weitergeht und beide LKW setzen sich in Bewegung.

16.30 Uhr

So langsam trudeln alle LKW wieder auf dem Betriebsgelände ein. Inzwischen haben sich alle Regenwolken verzogen und die Sonne kommt sogar durch. Wettermäßig war es also doch noch ein guter Arbeitstag für Manfred und seine Kollegen; bis auf einen kurzen Regenschauer am Vormittag, war’s weder zu heiß, noch zu kalt. Manfred freut sich jetzt auf zu Hause, dort wartet seine kleine Tochter auf ihn.