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Ausbildung

geruestbauer

Ausbildungsform

Gerüstbauer/innen verbringen den größten Teil ihrer Ausbildungszeit im Betrieb. Von dort aus fahren sie jeden Tag auf verschiedene Baustellen. Einige Wochen im Jahr besuchen Azubis die Berufsschule und nehmen an praktischen Kursen teil. Während dieser Zeit sind die Auszubildenden im Internat untergebracht.

Ausbildungsdauer

Im Regelfall dauert die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in drei Jahre. Kommst du in der Schule und im Betrieb besonders gut zurecht oder bringst eine bestimmte Vorbildung mit, dann ist es möglich die Ausbildungszeit zu verkürzen. In Ausnahmefällen kann die Ausbildungszeit auch verlängert werden. Frage dazu deine Berufsschule oder deine/n Ausbildungsberater/in in deiner zuständigen Handwerkskammer.

Ausbildungsinhalte

Entscheidest du dich für eine Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in ist es deine Aufgabe, überall dort Gerüste auf- und abzubauen, wo Gerüste benötigt werden. Das sind in erster Linie Gerüste an Gebäuden, die saniert oder neu gebaut werden. Aber auch Schiffe, Brücken oder Industrieanlagen benötigen Gerüste und nicht zuletzt müssen auch Bühnen, Zuschauertribünen oder Messestände auf- und abgebaut werden.

Als Gerüstbauer/in musst du dir bewusst sein, was für eine große Verantwortung du trägst. Handwerker/innen, Zuschauer/innen oder Künstler/innen, die auf deinen Gerüsten unterwegs sind, verlassen sich schließlich darauf, dass die Gerüste sicher und zuverlässig sind. Und auch niemand, der an deinen Gerüsten vorbeigeht, darf gefährdet werden.

Ausbildungsinhalte im Detail

- Werkstoffe wie Stein, Beton, Holz, Stahl und Aluminium bearbeiten
- Gerüstbauteile auswählen und einsetzen
- Zugänge und Treppen auf-, um- und abbauen
- Skizzen, Zeichnungen und Pläne lesen und anwenden
- Verankern von Gerüsten
- Belastungsfähigkeit von Traggründen beurteilen und geeignete Unterkonstruktionen herstellen
- Leitergerüste, Schutzwände, Hängegerüste, Wetterschutzhallen und Einhausungen herstellen
- Rohrkopplungsgerüste und Systemgerüste außerhalb der Regelausführung errichten
- Gerüste für besondere Anforderungen bauen, zum Beispiel Bühnen oder Verkehrsgerüste
- Brennschneiden und Schweißen von Profilstahl
- Messgeräte und -instrumente justieren und einsetzen

Abschluss

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erwartet dich eine Zwischenprüfung, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht. Diese Prüfung soll dir zeigen, wo du stehst und wo du Nachholbedarf hast.

Die Abschlussprüfung besteht ebenfalls aus Theorie und Praxis. In der Theorie geht es um Wissen rund um Arbeits-, Schutz- und Traggerüste sowie Sonderkonstruktionen. Die praktische Prüfung besteht aus zwei Teilen – im ersten musst du ein kleines Gerüst alleine aufbauen und im zweiten Teil gibt es noch einen Gerüstaufbau im Team, also in der Kolonne.

Einsatzbereiche

Als Gerüstbauer/in kannst du entweder in Firmen arbeiten, die sich auf Gerüstbau spezialisiert haben – ganz egal ob auf Fassaden-, Industrie-, Hänge- oder Traggerüstbau. Außerdem gibt es Handwerksbetriebe, zum Beispiel Maler- oder Maurerbetriebe, die eigene Gerüstbauer/innen beschäftigen und nicht zuletzt steht dir der Bereich des Event- oder Messebaus offen.

Verdienst

Der Gerüstbau ist ein Handwerk, das vergleichsweise gut bezahlt ist. Außerdem kommen im Sommer oft Zahlungen für Überstunden dazu und mit einer Zusatzqualifikation, wie zum Beispiel einem LKW-Führerschein oder einer Weiterbildung zum/zur Kolonnenführer/in, steigt das Gehalt noch mal an. Allerdings sind folgende Zahlen nur Anhaltspunkte, die von Betrieb zu Betrieb und von Ort zu Ort schwanken können.

Während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: € 570
2. Ausbildungsjahr: € 760
3. Ausbildungsjahr: € 990
 
Nach der Ausbildung
Als Gerüstbauer/in kannst du zu Beginn deiner Berufstätigkeit bei einer 40-Stunden-Woche und ohne Zusatzqualifikation mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2176€ bis und 2232€ rechnen.
(Quelle: BERUFENET, April 2013)