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Ausbildung

gebaeudereiniger

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Gebäudereinigerin bzw. zum Gebäudereiniger wissen musst.

Ausbildungsform

Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Das heißt, die Ausbildung findet in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt, mit dem du den Ausbildungsvertrag abgeschlossen hast. Kleinere Betriebe können oft nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln, fehlendes Fachwissen wird dir daher an überbetrieblichen Schulungsstätten vermittelt. Die Berufsschule besuchst du in Fachklassen ein- bis zweimal pro Woche oder als Blockunterricht über mehrere Wochen am Stück. Hier wird dir das fachtheoretische Wissen beigebracht, das du in der Praxis dann im Betrieb anwenden und üben kannst. Im Ausbildungsbetrieb wirst du von einem Ausbilder und erfahrenen Kollegen schrittweise an die Aufgaben herangeführt. Sie übernehmen die Verantwortung für deine Arbeiten, kontrollieren das Ergebnis und sorgen dafür, dass du als angehende/r Gebäudereiniger/in aus deinen Fehlern lernen kannst.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wenn du zum Beispiel schon an einer Berufsschule warst, können dir unter Umständen Bildungsgänge auf deine Ausbildungszeit angerechnet werden. Auch wenn du schon eine Einstiegsqualifizierung (EQ), das heißt ein Betriebspraktikum von 6 bis 12 Monaten, im Gebäudereiniger-Handwerk gemacht hast, kann dir diese Zeit gegebenenfalls angerechnet werden. Du solltest das mit deinem Berufsschullehrer oder Ausbilder besprechen. Gemeinsam stellt ihr dann bei der zuständigen Stelle [Das ist den Beruf Begäudereiniger/in die Handwerkskammer oder die zuständige Gebäudereiniger-Innung) einen Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit.

Ausbildungsinhalte

In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernst du im Betrieb oder in überbetrieblichen Lehrgängen:
- wie man einen Auftrag annimmt, plant, vorbereitet und die Arbeitsaufgaben festlegt
- wie man Oberflächenbehandlungsmittel einsetzt
- wie man Leitern, Gerüste, Hubarbeitsbühnen und Fassadenbefahranlagen einsetzt und wie man sich vor einem Absturz sichern kann
- wie man Reinigungsgeräte und Reinigungsmaschinen einsetzt
- wie man Reinigungs-, Desinfektions-, Pflege- und Konservierungsarbeiten ausführt

In der Berufsschule lernst du in den nach Lernfächern eingeteilten Fachgebieten:
- wie man nichttextile Fußböden, also zum Beispiel Holz und Stein aber keine Teppiche, behandelt
- wie man textile Flächen, wie zum Beispiel Teppiche behandelt
- wie man Glasflächen reinigt
- wie man Sanitärbereiche behandelt
- wie man Gesundheitseinrichtungen reinigt
- wie man elektrotechnische Ausstattungsgegenstände wie zum Beispiel einen Lautsprecher reinigt
- wie man Verkehrsleiteinrichtungen wie Ampeln oder Außenanlagen von Gebäuden reinigt und pflegt

Im dritten Ausbildungsjahr vertiefst du die Kenntnisse aus den ersten beiden Ausbildungsjahren und lernst darüber hinaus im Betrieb oder in überbetrieblichen Lehrgängen:
- wie man Verkehrseinrichtungen und Verkehrsflächen reinigt und pflegt
- wie man Maßnahmen zur Hygiene, Schädlingsbekämpfung und Dekontamination durchführt

in der Berufsschule in den Fachgebieten:
- wie man Fassaden behandelt
- wie man Verkehrsmittel reinigt
- wie man Industrieanlagen reinigt
- wie man Schädlinge bekämpft

Verdienst

Während der Ausbildung Je nach Betrieb und Region kann die Höhe der Ausbildungsvergütung unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt kann dir die seit Oktober 2009 neu geregelte durchschnittliche tariflich vereinbarte Vergütung für den Bereich Handwerk gelten.
Diese gibt folgenden monatlichen Bruttoverdienst für die Ausbildung an:

1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 595
2. Ausbildungsjahr: € 605 bis € 720€
3. Ausbildungsjahr: € 715 bis € 850

Quelle: BERUFENET, April 2013

Wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, können auch abweichende und daher leider auch niedrigere Ausbildungsvergütungen gezahlt werden. Wenn du noch mehr Fragen zum Thema hast, wende dich an den Arbeitnehmerverband (IG Bauen-Agrar-Umwelt) oder den Arbeitgeberverband (Gebäudereiniger-Innung oder der Bundesinnungsverband).

Nach der Ausbildung Wie in allen Berufen ist der spätere Verdienst sehr vom Betrieb, der Branche und dem Ort abhängig. Die durchschnittliche tariflich vereinbarte Vergütung für Gebäudereiniger/innen beträgt für die alten Bundesländer 2.192,00 € – dazu gehört auch das Land Berlin – für die neuen Bundesländer 1.669,00 €. Diese Werte gelten dabei aber eher als Obergrenze.
Quelle: tarifspiegel.de, November 2009

Einsatzbereiche

Einsatzbereiche nach der Ausbildung
So vielseitig wie schon deine Ausbildung war, so zahlreich sind die möglichen Einsatzbereiche, in denen du arbeiten kannst. Es kommt also ganz darauf an, was dir am meisten Spaß gemacht hat während deiner Ausbildung, welchen Betrieb du dir als Arbeitgeber nach der Ausbildung aussuchst, und wie du dich noch weiterbildest.
Typische Arbeitsbereiche sind unter anderem
- allgemeine Gebäudereinigung im Innen- und Außenbereich
- Reinigung von Verkehrsmitteln, zum Beispiel Eisenbahnen, Busse, Flugzeuge, Schiffe
- Einrichtungen im Gesundheitswesen, zum Beispiel Krankenhäuser
- Reinigung von Industriebetrieben und Autowaschanlagen
- Baugrob- und Baufeinreinigung auf Baustellen
- Sonderarbeitsbereich Desinfektion und Schädlingsbekämpfung

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung legst Du eine Prüfung mit einem schriftlichen und einem praktischen Teil ab. Um für die Prüfung zugelassen zu werden, musst du an der Zwischenprüfung teilgenommen haben.
Im schriftlichen Teil der Gesellenprüfung wird dein Wissen in den Bereichen Reinigung, Pflege und Konservierung, Hygiene, Sanitär und Gesundheit sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Die Prüfungsdauer beträgt höchstens sechs Stunden.
Der praktische Teil der Gesellenprüfung besteht aus vier Aufgaben, die du in höchstens acht Stunden durchführst. Die vier Aufgaben können aus folgenden Arbeitsbereichen gestellt werden: Maschinelles Reinigen und Pflegen eines Fußbodens, Reinigen und Pflegen eines Fassadenteils, Reinigen und Pflegen einer textilen Oberfläche, Reinigen und Konservieren einer Lichtschutz- oder Wetterschutzanlage, Reinigen einer Verkehrseinrichtung oder einer Freifläche, Desinfektionsmaßnahme, Reinigen einer Nasszelle, eine vorbeugende Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung.