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Ausbildung

Gaertner

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Gärtner/in bzw. zum Gärtner/in wissen musst: Ausbildungsform, Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Fachrichtungen, Abschluss, Verdienst, Einsatzbereiche.

Ausbildungsform

Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Das heißt, die Ausbildung findet in der Berufsschule und im Betrieb statt. Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Lehrgänge. In der Berufsschule befasst du dich mit allen fachtheoretischen Kenntnissen, die für deine Ausbildung notwendig sind – zum Beispiel Pflanzenkunde, Mathematik oder Fachkunde bzw. Materialkunde. Der betriebliche Teil wird durch einwöchige überbetriebliche Lehrgänge unterstützt, z. B. Maschinenkurse, Pflanzenkundekurse, Teichbau oder Natursteinverwendung.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In bestimmten Ausnahmefällen kann die Ausbildungszeit jedoch auch verlängert werden. Frage dazu die zuständigen Stellen für die Berufsbildung in der Agrarwirtschaft oder die Berufsschule und deinen Ausbildungsbetrieb.

Ausbildungsinhalte

- In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen alle Gärtner/innen ähnliche Grundlagen, jeweils auf ihre Fachrichtung bezogen, insbesondere:
- Pflanzen bestimmen, produzieren, pflegen und verwenden
- mit Maschinen, Geräten und Werkzeugen umgehen, sie pflegen und instand halten
- die Zusammensetzung von Böden, Erden und Substraten
- Produktion, Dienstleistung und Arbeit, planen, vorbereiten und kontrollieren
- Landschaftsgärtner/innen lernen im dritten Jahr:
- Baustellen vorbereiten, einrichten und vermessen
- Böden sanieren und pflegen
- Ausführungs- und Pflanzpläne auf die Baustelle übertragen
- die Gestaltung von Außenanlagen rund um Gebäude
- Stein-, Holz und Metallarbeiten vornehmen
- Pflastern und befestigte Flächen herstellen

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung musst du eine Prüfung mit einem schriftlichen und einem praktischen Teil ablegen. Um für die Prüfung zugelassen zu werden, musst du an der Zwischenprüfung teilgenommen haben, alle Kurse der Überbetrieblichen Ausbildung besucht haben und dein vollständiges Berichtsheft vorlegen. Es wird geprüft, ob du genügend praktische und fachliche Kenntnisse erworben hast. Im schriftlichen Teil wird dein Wissen über Pflanzenkenntnisse, betriebliche Zusammenhänge und Wirtschafts- und Sozialkunde überprüft. In der praktischen Prüfung zeigst du, dass du deinen Job beherrschst. Es gilt, eine kleine Minibaustelle wie einen eigenen Auftrag durchzuführen. Dabei machst du vom Plan lesen, über die Erdarbeiten und dem Bauen bis zur Auswahl der geeigneten Geräte alles selbst.

Einsatzbereiche nach der Ausbildung

Die Vielseitigkeit der Ausbildung zeigt sich bei deinen späteren Arbeitsmöglichkeiten. Mit dem Beruf Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau kannst du ganz unterschiedliche Arbeitgeber und Einsatzbereiche haben. Es kommt darauf an, was dir am meisten Spaß macht und wie du dich nach deiner Ausbildung weiterbildest. Typische Bereiche sind:
- Fachbetriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus
- Grünpflegeabteilungen der städtischen Grünflächenämter
- Botanische und zoologische Gärten
- Golfplätze und Sportvereine
- Straßenbauämter, Siedlungsgesellschaften, Industrie

Verdienstmöglichkeiten

Während der Ausbildung

Je nach Betrieb und Region kann die Höhe der Ausbildungsvergütung unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt gilt die tariflich vereinbarte Vergütung. Diese gibt folgenden Bruttoverdienst für die Ausbildung an:

1. Ausbildungsjahr: € 540 bis € 575
2. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 690
3. Ausbildungsjahr: € 725 bis € 780

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung in den einzelnen Ausbildungsjahren pro Monat

Nach der Ausbildung

Wie in allen Berufen ist der spätere Verdienst sehr vom Betrieb, der Branche und dem Ort abhängig. Im Durchschnitt kannst du mit folgendem Bruttolohn rechnen.
Alte Bundesländer: € 2.200,36
Neue Bundesländer: € 2.090.09

(Quelle: Bundesverband Garten- und Landschaftsbau, April 2013)

Fachrichtungen

Du vermehrst ein breites Sortiment an Gehölzen in allen Größen art- und fachgerecht. Du kultivierst sie umweltschonend mit Hilfe moderner Maschinen bis zur Verkaufsreife und vermarktest sie. Oft kommt es dabei auch auf geschickte Handarbeit an, z.B. beim Schneiden oder Veredeln.

Baumschule:
Du gestaltest Grabstätten und Friedhofsanlagen, bepflanzt und pflegst sie. Zum Teil kultivierst du die benötigten Pflanzen auch selbst. Außerdem sorgst du für den floralen Grabschmuck in Schalen, als Gestecke, Sträuße und Kränze und übernimmst die vielfältigen Dekorationen. Über alles berätst Du die Kunden im Trauerfall und darüber hinaus.

Friedhofsgärtnerei:
Christoph ist Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Insgesamt gibt es sieben unterschiedliche Fachrichtungen. Du musst dich auf eine der folgenden Fachrichtungen spezialisieren, da die Ausbildungsbetriebe und auch der entsprechende Berufsschulunterricht meist nur einen Schwerpunkt haben:

Gemüsebau:
Du übernimmst den umweltgerechten Anbau von Gemüse, Kräutern oder Pilze in vielen Arten und Sorten in modernen Gewächshäusern oder im Freiland. Du setzt für die meisten Arbeiten moderne Technik ein und sorgst durch termingerechte Ernte für ein reichhaltiges Angebot in bester Qualität und Frische.

Obstbau:
Du erzeugst umweltschonend eine große Palette an Kern-, Stein- und Beerenobst und stimmst die erforderlichen Anbauverfahren optimal aufeinander ab. Dabei setzt Du für Pflanzung und Pflege Ernte, Sortierung und Vermarktung spezielle Maschinen und Geräte ein. Gezielt ausgerichtete Lagerverfahren helfen zusätzlich das Angebot an frischem Obst über viele Monate zu gewährleisten.

Staudengärtnerei:
Du vermehrst und kultivierst in Gewächshäusern und im Freiland Stauden z.B. für Gärten, öffentliches Grün oder Rekultivierungsmaßnahmen. Hierzu gehören u.a. Prachtstauden, Gräser, Farne oder Sumpf- und Wasserpflanzen. Du kennst dich mit der artgerechten Verwendung und Pflege der Stauden aus und gibst beim Verkauf die entsprechend individuellen Ratschläge an deine Kunden weiter.

Zierpflanzenbau:
Du produzierst in modernen Gewächshäusern oder im Freiland grüne und blühende Topfpflanzen oder auch Schnittblumen bzw. Beet- und Balkonpflanzen. Dabei setzt du moderne Technik ein für eine termingerechte Kultursteuerung, Aufbereitung und Vermarktung. In Einzelhandelsgärtnereien oder Gartencentern hast du direkten Kontakt zu den Kunden und übernimmst die Beratung und interessante Serviceleistungen beim Verkauf von Zierpflanzen und Zubehör.