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Tagesablauf



5.30 Uhr: Ankunft im Betrieb

Es ist ja noch ganz schön früh am Morgen, als Sebastian im Betrieb eintrifft. Aber er ist diese Uhrzeit inzwischen gewohnt und schon recht munter. Es geht auch sofort richtig los. Schnell noch die Arbeitskleidung anziehen und wie immer an diesem Wochentag fährt er direkt zum Schlachthof. Dort wird er frische Schweinehälften abholen, die heute zu Fleischwaren und Wurst weiter verarbeitet werden. Dazu nutzt Sebastian den betriebseigenen Kühltransporter, denn Fleisch muss immer gut gekühlt sein, damit es frisch bleibt!

7:00 Uhr: Die Schweinehälften kommen an

Eine Stunde später sind Sebastian und sein Kollege zurück vom Schlachthof. Jetzt wird das Fleisch aus dem gekühlten Transporter direkt in die Wurstküche zur Weiterverarbeitung transportiert. Damit es schnell geht, arbeiten alle Kollegen gleichzeitig an den gelieferten Schweineteilen und verarbeiten das Fleisch weiter. Schließlich steht heute noch einiges auf dem Programm.

9.00 Uhr: Bratwurst entsteht

Es geht an die Bratwurst! Sebastian produziert im Laufe des Vormittags meterweise spanische Bratwurst, denn das ist eine Spezialität seines Betriebs. Neben Fleisch kommen noch Gemüse, Kräuter und Gewürze hinein. Natürlich wird das genaue Rezept nicht verraten, denn das ist ein Familiengeheimnis! Sebastian hat aber alle Zutaten genau im Kopf. Wenn er mal etwas nicht mehr weiß, helfen ihm die Kollegen weiter. Hier kann nämlich jeder alles und das macht die gegenseitige Unterstützung leicht.

10.30 Uhr: Lieferungen an Kunden

Lieferungen ausfahren gehört auch zu Sebastians Aufgaben. Mal benötigen Kunden größere Mengen an Fleisch für eine Veranstaltung, mal ist es ein Wurstpaket für das ältere Ehepaar, welches nicht mehr so gut laufen kann. Alles in den Transporter und los geht’s in den Düsseldorfer Stadtverkehr. Da es viele Stammkunden gibt, kennt Sebastian die meisten Wege aus dem Kopf und hat alles schnell ausgeliefert.

11.00 Uhr: Mittagspause

Heute hilft Sebastian in der Mittagszeit vorne im Ladengeschäft mit. Dazu hat er sich sogar extra noch umgezogen! Es ist eine Menge los, weil viele Kunden kommen, um den Mittagstisch zu kaufen. Es gibt Kassler mit Kartoffelpüree! Jetzt gilt es, das Fachwissen richtig an den Mann und die Frau zu bringen. Welche Wurst ist fettarm, wie lange braucht das Geschnetzelte in der Pfanne und wann gibt es wieder frisches Roastbeef? Gekonnt erfüllt Sebastian die Kundenwünsche. Er ist hier genauso zu Hause wie in der Wurstküche.

12:00 Uhr: Kunden bedienen

Jetzt macht Annika eine kurze Pause. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass sie innerhalb einer Zwölf-Stunden-Schicht mindestens drei Mal für 20 Minuten Pause machen muss. Je nach Arbeitstag und Einsatzort macht Annika ihre erste Pause meist zwischen sieben und acht am Morgen, dann noch mal gegen halb elf und schließlich eine letzte gegen zwei Uhr. Dazu zieht sie sich in den Pausenraum zurück. Übrigens ist eine Anlage auch während einer Pause nie ganz unbewacht – da übernimmt dann ein Kollege oder eine Kollegin die Aufsicht.

13:00 Uhr: Fleisch pökeln

Nach dem Mittagsansturm im Laden geht für Sebastian die Arbeit in der Wurstküche weiter. Es soll gepökelt werden. Pökeln ist eine Möglichkeit, Fleisch oder Wurst durch Behandlung mit Kochsalz und Pökelstoff - der Pökellake - haltbar zu machen. Daneben verändern sich auch Geschmack und Farbe: beides wird intensiver. Fleisch lässt sich von Hand pökeln oder mit einer Maschine. Sebastian ist froh, dass sein Betrieb eine Pökelmaschine hat, das spart Arbeit und geht viel schneller!

14.00 Uhr: Sauber machen

Täglich wird die Wurstküche nach der Produktion blitzblank geputzt: Jede Maschine, jedes Werkzeug, jeder Tisch, jede Ecke des Raums. Da alle mit anfassen, geht das auch ganz schnell. Hygiene ist das A und O in diesem Beruf, und schließlich wollen morgen früh alle mit sauberen Sachen arbeiten.

14.30 Uhr: Feierabend

Geschafft! Der Feierabend - oder wohl besser Feiernachmittag – für heute ist da. Schnell noch duschen, umziehen und ab geht es nach Hause. Jetzt kann Sebastian einige entspannte Stunden verbringen, während viele andere an diesem Nachmittag noch arbeiten müssen.