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Ausbildung

Ausbildungsdauer

In der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre. Bist du besonders gut in der Schule oder bringst einschlägige Vorkenntnisse mit, kannst du einen Antrag zur Verkürzung deiner Ausbildung stellen. Das geht auch, wenn du vor deiner Ausbildung eine betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) erfolgreich abgeschlossen hast. Allerdings müssen dein Betrieb, deine Schule und die Handwerkskammer zustimmen. Meistens wird die Ausbildung maximal um ein halbes Jahr verkürzt.

Ausbildungsinhalte

- Fleischsorten und Teilstücke auswählen, Fleischfüllungen herstellen, Fleischstücke portionieren und für den Verkauf vorbereiten
- Unterschiedliche Produkte herstellen wie z.B. Brühwurst, Hackfleisch, Pökel- und Räucherware
- Gar- und küchenfertige Gerichte herstellen und präsentieren
- Schlachttierkörper ausbeinen und zerlegen, Teilstücke zur Weiterverarbeitung vorbereiten
- Rohstoffe und (Halbfertig-) Erzeugnisse fachgerecht lagern
- Anlagen, Maschinen und Geräte bedienen und reinigen
- Rechtliche Vorschriften einhalten, z.B. über Lebensmittelhygiene
- Waren verpacken, kennzeichnen und für Transporte vorbereiten
- Qualität der Ware kontrollieren
- Mit Rezepturen arbeiten und Arbeitsschritte planen
- Kunden beraten, Kundenerwartungen einschätzen und Waren verkaufen
- Zeitaufwand und Personalbedarf einschätzen, Reihenfolge der Produktherstellung festlegen und Listen zur Warenbeschaffung führen

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann je nach Betrieb aber auch regional sehr unterschiedlich sein, abhängig zum Beispiel davon, in welchem Bundesland du deine Ausbildung machst. Daher sind die Bruttoverdienste nur als Anhaltspunkte zu verstehen:

1. Ausbildungsjahr: € 450 bis € 675
2. Ausbildungsjahr: € 520 bis € 780
3. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 930

Nach der Ausbildung
Was du nach deiner Ausbildung zum/r Fleischer/in verdienst, hängt von vielen Faktoren ab und wird durch die Landesinnungsverbände im Rahmen von Tarifverträgen geregelt. Hiernach kannst du mit einem ungefähren Bruttoverdienst zwischen € 1.265 und € 1.750 rechnen. Es gibt aber Gebiete, in denen die Tarifverträge nicht gelten. In diesem Fall musst du deinen Lohn individuell mit deinem Arbeitgeber aushandeln.
(Quelle: DFV, Dezember 2014)

Einsatzbereiche

Nach der Ausbildung zum/r Fleischer/in kannst du sowohl im Handwerk in Fleischereien oder in der Industrie arbeiten, z.B. als Spezialist/in für das Herstellung besonderer Fleisch- und Wurstwaren. Fleischer/innen sind aber auch in anderen Bereichen gefragt, z.B. im Veranstaltungs- und Partyservice von Fleischereien, Hotels- und Gastronomiebetrieben. Außerdem gibt es immer mehr Fleischereien, die sich auf die Herstellung von besonderen Biofleisch-Produkten spezialisieren. Am besten findest du zunächst heraus, wo deine Stärken und Schwächen liegen – dann kannst du gezielter nach deinem Ausbildungsschwerpunkt suchen.

Abschluss

Um zu deiner Gesellenprüfung (Handwerk) zugelassen zu werden, musst du die vorgeschriebenen Ausbildungsnachweise vorlegen und die Teilnahme an der Zwischenprüfung nachweisen. Am Ende deines zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Dabei wirst du sowohl praktisch, als auch als theoretisch geprüft. Im praktischen Teil deiner Gesellenprüfung musst du fünf Arbeitsaufgaben lösen. Dafür hast du höchstens 8 Stunden Zeit und musst beispielsweise Kochwurst oder küchenfertige Erzeugnisse herstellen. Zu diesen Themen wirst du zusätzlich mündlich befragt. Im fünfstündigen schriftlichen Teil wirst du z.B. in den Bereichen Warenwirtschaft oder betriebswirtschaftliches Handeln geprüft.

Ausbildungsform

Die Ausbildung findet im dualen System statt, d.h. du wirst sowohl in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet. Dazu gibt es überbetriebliche Fortbildungen. Dieser Zusatzunterricht findet meist in größeren Blöcken statt. Abseits des Arbeitsalltags wird so sichergestellt, dass du alle Bereiche des Fleischerhandwerks genauer kennen lernst.