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Ausbildung

Fertigungsmechaniker

Ausbildungsform

Die meiste Zeit verbringst du während der Ausbildung in einem Betrieb der industriellen Serienfertigung.
Daneben besuchst du die Berufsschule, in der die Theorie gelernt wird, die du als Fertigungsmechaniker/in brauchst. Der Unterricht findet ein bis zwei Tage in der Woche oder "am Stück" als Blockunterricht in Fachklassen statt.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre.
Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen – meist um sechs Monate.
Frage dazu deinen Arbeitgeber oder die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK).

Fachrichtungen

Unterschiedliche Fachrichtungen, auf die du dich spezialisieren könntest, gibt es in diesem Beruf nicht. Aber es gibt eine Art „Kurz-Chemikant/in“ und zwar die Produktionsfachkraft Chemie: Diese Ausbildung dauert nur zwei Jahre und ist sehr praxisorientiert. Wenn dich also die chemische Theorie abschreckt, könnte das etwas für dich sein. Als Produktionsfachkraft Chemie bist du dann nicht für eine Anlage selbst verantwortlich, sondern du unterstützt eine/n Chemikant/in/in bei der Arbeit. Und solltest du dann doch noch mehr dazulernen wollen, kannst du dich immer noch zum/zur Chemikant/in/in weiterbilden.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung werden dir im ersten Ausbildungsjahr theoretische Grundlagen vermittelt. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr musst du dann auch praxisorientierte Aufgaben lösen.
Im Betrieb arbeitest du häufig von Anfang an richtig mit, zum Beispiel bedienst du Elektroschrauber, sorgst für Nachschub an Klemmen, Schrauben und Bolzen oder trägst Bauteile. Angeleitet wirst du dabei von deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin und erfahrenen Kollegen und Kolleginnen.

Die Ausbildungsinhalte im Einzelnen:
- Einsetzen von verschiedenen Werkzeugen zum Spannen und Ausrichten von Werkstücken und Werkzeugen.
- Techniken des manuellen und maschinellen Spanens.
- Trennen von Eisen-, Nichteisenmetallen und Kunststoffen mit der Handbügelsäge.
- Zusammenfügen von Werkstücken.
- Lesen und Anwenden technischer Unterlagen.
- Einrichten von Arbeitsplätzen an Werkbänken und Maschinen.
- Einsetzen und Bedienen von EDV-Systemen für Produktionsprozesse.
- Montieren von Bauteilen und Baugruppen.
- Sachgerechter Transport und Lagerung von Montageteilen.
- Verlegen, befestigen und anschließen von elektrischen Leitungen, Bauteilen und Baugruppen.
- Einstellen und Justieren von Baugruppen und Geräten, u. a. nach technischen Unterlagen.
- Prüfen der Gesamtfunktion montierter Baugruppen und Geräte.
- Planung und Abstimmung von Arbeitsaufgaben und -zeiten innerhalb einer Gruppe.
- Fertigungsprozesse und Arbeitsorganisationen mitgestalten und optimieren.
- Instandhaltungen durchführen.
- Richtlinien des Qualitätsmanagements einhalten.
- Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften befolgen und anwenden.
- Umweltschutzmaßnahmen beachten und anwenden.

Abschluss

Nach drei Jahren steht die Abschlussprüfung an. In dem praktischen Teil musst du zwei Arbeitsaufgaben durchführen, zum Beispiel eine Problemstellung zu einer Produktionsplanung lösen oder eine funktionsfähige Baugruppe montieren.
Im schriftlichen Teil stehen Fächer wie Fertigungs- und Montagetechnik, Technische Kommunikation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Prüfplan.

Einsatzbereiche

Als Fertigungsmechaniker/in arbeitest du in der industriellen Serienfertigung in verschiedenen Branchen. Also überall dort, wo Bauteile zu größeren Einheiten oder fertigen Produkten zusammengefügt werden. Arbeitgeber sind zum Beispiel der Maschinen- und Anlagenbau oder die Haushaltsgeräteindustrie.
In der Regel arbeitest du am Fließband in größeren Fertigungs- oder Montagehallen, häufig im Akkord oder im Schichtdienst.

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Bundesland und dem dort geltenden Tarifvertrag. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 860 bis € 877
2. Ausbildungsjahr: € 912 bis € 925
3. Ausbildungsjahr: € 965 bis € 991
(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Nach der Ausbildung
Auch der Lohn nach der Ausbildung kann je nach Betrieb oder Region unterschiedlich hoch sein.
Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.706 bis € 2.973 im Monat betragen. Je nachdem, ob Sonderzahlungen und Zulagen gezahlt werden. Mit mehr Berufserfahrung oder auch bestimmten Spezialisierungen steigt dann auch dein Gehalt.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)