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Ausbildung

Fachkraft_fuer_Schutz_und_Sicherheit

Ausbildungsform

Die Ausbildungsform nennt sich duales System, das bedeutet, du lernst sowohl in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb bekommst du die nötige Praxis und in der Berufsschule zusätzlich theoretisches Wissen vermittelt. Entweder gehst du jede Woche ein oder zwei Tage in die Berufsschule oder für einige Wochen am Stück.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Wenn du bereits eine Ausbildung oder ein Berufsgrundbildungsjahr im handwerklichen Bereich abgeschlossen hast, kannst du die Ausbildungszeit verkürzen. Auch besonders gute Noten und gute Arbeitsergebnisse können Grund für eine Verkürzung sein. Ob du das darfst, darüber entscheiden Ausbildungsbetrieb, die Industrie- und Handelskammer und die Berufsschule gemeinsam.

Ausbildungsinhalte
- erste Hilfemaßnahmen einleiten
- Protokolle von Einsätzen, Schichtdiensten und Vorfällen anfertigen
- Rettungsstellen, Feuerwehr oder Polizei schnell und richtig informieren
- spezielle Rechtsgrundlagen für den Beruf kennenlernen
- Sicherheitstechnik wie Alarmanlagen oder Überwachungskameras bedienen
- Kommunikationstechnik wie Sprechfunkanlagen in Betrieb nehmen
- Sicherheitsbestimmungen kennen und durchsetzen
- Konflikt- und Gefahrensituationen erkennen und bewerten
- Maßnahmen einleiten, die Konflikte vermeiden oder lösen
- Personal und Sicherungstechnik für Einsatzdienste planen
- Kunden beraten
- Angebote und Rechnungen schreiben

Abschluss

Um die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit erfolgreich abzuschließen, musst du zwei Prüfungen bestehen. Die erste Prüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung nach dem zweiten Ausbildungsjahr. Die zweite findet am Ende des dritten Jahres statt und ist umfangreicher. Du absolvierst schriftliche Prüfungen in den Bereichen Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Konzepte für Schutz und Sicherheit. Zusätzlich musst du deine praktischen Fähigkeiten in einem Kundengespräch beweisen. Darin stellst du ein selbst verfasstes Sicherheitskonzept vor und erläuterst den Sinn und die Vorteile der darin geplanten Sicherheitsmaßnahmen.

Einsatzbereiche

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit arbeiten in sehr verschiedenen Bereichen. Das sind zum Beispiel Firmen, die im Objekt-, Werte- oder Personenschutz tätig sind, oder auch Speditionen, die Geld- und Werttransporte erledigen. Außerdem werden sie in den Sicherheitsabteilungen von Bahnhöfen, öffentlichen Nahverkehrsbetrieben, Flughäfen und Messen oder großen Veranstaltungshäusern gebraucht. Und auch Sicherheitsberatungen und Firmen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf wie Kraftwerke, Labore und Industriebetriebe kommen infrage.

Verdienst

Einheitliche Verdienstregelungen gibt es nicht. Daher ist es schwer zu sagen, wie viel du tatsächlich bekommst. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Betrieb und auch regional verschieden. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben.

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: € 420 bis € 556
2. Ausbildungsjahr: € 503 bis € 652
3. Ausbildungsjahr: € 563 bis € 770
(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Nach der Ausbildung:
Die Höhe deines Lohns hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die tarifliche Bruttogrundvergütung kann € 14,30 betragen. Bei einer 40-Stunden-Woche wären das € 2.288. Ist dein Betrieb nicht an einen Tarifvertrag gebunden, hängt die Höhe des Lohns von verschiedenen Faktoren ab. Leider ist es so, dass die Höhe des Gehaltes sehr stark variiert.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)