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Ausbildung

Fachinformatiker

Ausbildungsform: duale Ausbildung

Als Azubi der Fachinformatik bist du in einer dualen Ausbildung. Das heißt, dass du die meiste Zeit in dem Unternehmen verbringst, in dem du angestellt bist. Im Normalfall hast du einen eigenen Computer, also einen festen Arbeitsplatz. In vielen Betrieben wechselst du während der drei Jahre die Abteilungen. Wie lange die einzelnen Stationen dauern, hängt ganz vom Betrieb und auch von deinen Interessen ab.

Daneben stehen regelmäßige Schulbesuche an. In manchen Bundesländern heißt das, du bist ein oder zwei Tage pro Woche in der Berufsschule, in anderen wochenweise; also zum Beispiel drei Wochen im Betrieb und dann eine Woche in der Schule. Dort lernst du theoretisches Fachwissen, was im Berufsalltag oft zu kurz kommt. Außerdem hast du Fächer wie Wirtschafts– und Sozialwissenschaften, Deutsch, Mathe oder Englisch und wirst so auf die Prüfungen vorbereitet. Wer einmal eine Ausbildung gemacht hat, der weiß: Die Tage in der Schule sind oft eine willkommene Abwechslung. Es tut gut, sich mit anderen Azubis auszutauschen und auch mal Ärger loswerden zu können.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit – in der Regel um 6 Monate – ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Diese können sich in den einzelnen Bundesländern unterscheiden. Verkürzungsgründe können z. B. nachweislich gute Leistungen in der Berufsschule bzw. in der Zwischenprüfung sein oder Nachweise einschlägiger Schulabschlüsse, z. B. der allgemeinen Hochschulreife. Voraussetzung ist dabei die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes und der zuständigen Stelle. In Ausnahmefällen kann die zuständige Stelle die Ausbildungszeit auch verlängern, sofern dies notwendig ist.

Ausbildungsinhalte

Für einen bzw. eine Fachinformatiker/in sind folgende Grundlagen notwendig:
- Programmieren – also die Anwendung von Programmiersprachen
- Fehlersuche und Fehlerbehebung

weitere Ausbildungsinhalte:
- Systeme zusammenstellen, verbinden und testen
- Programmiersprachen auswählen und anwenden
- Anwender in neuen Programmen schulen
- Kunden beraten und informieren
- Kosten und Erträge für erbrachte Leistungen errechnen
- Informationen aufgabenbezogen bewerten und auswählen
- Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch einsetzen
- Einsatzfelder und Entwicklungen in der Informations- und Telekommunikationstechnik kennen lernen
- Netzwerkarchitekturen unterscheiden
- Testverfahren kennen lernen, Testpläne erstellen und durchführen und Testergebnisse auswerten

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung bist du Fachinformatiker/in deiner Fachrichtung.
Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres musst du eine schriftliche Zwischenprüfung in vier Fächern ablegen. Da wird geprüft, ob du die Grundlagen beherrschst. Einen praktischen Teil gibt es nicht.
Nach drei Jahren steht dann die Abschlussprüfung an. Sie besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Block. Für den praktischen Teil musst du als Anwendungsentwickler/in in den zwei Wochen vor der Prüfung zum Beispiel ein Programm entwickeln und genau aufschreiben, was du wie und vor allem warum gemacht hast. Das Ergebnis musst du dann zur Prüfung präsentieren. Für den theoretischen Teil musst du drei schriftliche Prüfungen ablegen.

Einsatzbereiche nach der Ausbildung

Als ausgelernte/r Fachinformatiker/in kannst du beinahe überall arbeiten. Denn fast jede größere Firma hat eine Abteilung, in der sich Informatiker/innen um das Netzwerk und notwendige Programme kümmern. Ansonsten kannst du dir einen Job in einem Unternehmen suchen, das für Kunden programmiert und entwickelt. Auch Softwarehersteller wie zum Beispiel Microsoft kommen als Arbeitgeber in Frage. Oder du machst dich selbstständig und arbeitest in deinem eigenen Büro.

Verdienst

Während der Ausbildung
Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann je nach Betrieb unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:

1. Ausbildungsjahr: € 744 bis € 806
2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 865
3. Ausbildungsjahr: € 879 bis € 944

Nach der Ausbildung Auch der Lohn nach der Ausbildung kann je nach Bundesland, Branche, Betrieb, den konkreten Aufgaben und der Zahl an Arbeitsstunden je Woche sehr unterschiedlich sein. Auch Zulagen und sondervergütungen wie 13. Montatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen sind zu berücksichtigen.

Für Fachinformatiker/innen wird eine tarifliche Bruttogrundvergütung zwischen € 2.773 bis € 3.224 im Monat genannt, im einzelnen Fall kann sie aber auch höher oder niedriger sein.
Quelle: BERUFENET, August 2014