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Ausbildung

Einsatzbereiche

Nach der Ausbildung musst dich entscheiden, welche Einsatzbereiche für dich in Frage kommen und worauf du dich spezialisieren möchtest. Mögliche Einsatzbereiche sind:
- Pädiatrie
- Neurologie
- Orthopädie
- Rheumatologie
- Traumatologie
- Geriatrie
- Psychiatrie

Du arbeitest in stationären und ambulanten Einrichtungen wie z.B. in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Gesundheitszentren, Sonderschulen oder auch in speziellen Praxen für Ergotherapie

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum/r Ergotherapeuten/-in dauert drei Jahre und findet an einer öffentlichen oder privaten Berufsfachschule statt

Fachrichtungen

Unterschiedliche Fachrichtungen, auf die du dich spezialisieren könntest, gibt es in diesem Beruf nicht. Aber es gibt eine Art „Kurz-Ergotherapeut/in“ und zwar die Produktionsfachkraft Chemie: Diese Ausbildung dauert nur zwei Jahre und ist sehr praxisorientiert. Wenn dich also die chemische Theorie abschreckt, könnte das etwas für dich sein. Als Produktionsfachkraft Chemie bist du dann nicht für eine Anlage selbst verantwortlich, sondern du unterstützt eine/n Ergotherapeut/in bei der Arbeit. Und solltest du dann doch noch mehr dazulernen wollen, kannst du dich immer noch zum/zur Ergotherapeut/in weiterbilden.

Ausbildungskosten

Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es jedoch die Möglichkeit auf eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzt (BaföG). Frage dazu deine Schule oder das Amt für Ausbildungsförderung in deiner Region.

Folgende Ausbildungskosten fallen an:
- Öffentliche Schulen: Du musst kein Schulgeld bezahlen, allerdings können z.B. Kosten für Lernmittel (Fachliteratur, Arbeitsmaterialien usw.) oder Anmelde- und Prüfungsgebühren anfallen.
- Schulen in privater Trägerschaft: Etwas 90 Prozent der Ergotherapie-Schulen befinden sich in privater Trägerschaft. In der Regel fällt ein monatliches Schulgeld zwischen 300 und 500 EUR an. Achtung: Die Höhe des Schulgeldes erlaubt nicht unbedingt einen Rückschluss auf die Ausbildungsqualität.

Verdienst nach der Ausbildung

Die meisten Ergotherapeuten/innen stehen im Angestelltenverhältnis und werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt. Bei einer Eingruppierung in die Entgeldgruppe 6, Stufe 3 bis Stufe 6 kannst du mit einem Bruttoeinkommen zwischen 2.175 bis 2.407 EUR pro Monat rechnen. Diese Werte sind jedoch nur Richtwerte, die stark davon abhängen, wo du arbeitest und welche beruflichen Voraussetzungen du mitbringst.

In immer mehr Bereichen richtet sich die Bezahlung jedoch nicht mehr nachdem TVöD, sondern nach anderen Regelungen. Dies gilt insbesondere für die Ergotherapie-Praxen. Hier wird das Gehalt frei verhandelt und orientiert sich in der Regel an der Vergütung, die der Praxisinhaber für seine Leistung von den Krankenkassen erhält. Quelle: www.dve.info, 05.03.2010

Ausbildungsinhalte

Im theoretischen und praktischen Unterricht lernst du beispielsweise:
- wie Kinder, Erwachsene und ältere Menschen durch handwerkliche und musische Betätigung mobilisiert und aktiviert werden können.
- wie die motorische Funktionsfähigkeit verbessert bzw. wiedererlangt werden kann.
- welche Beschäftigungen zu einer psychosozialen Stabilisierung beitragen.
- wie den Patienten bei der Bewältigung des täglichen Lebens geholfen werden kann.
- Maßnahmen zur Wiedereingliederung in das Berufs- und Arbeitsleben.
- handwerkliche und gestalterische Techniken für den Einsatz in der Therapie

Abschluss

Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Im praktischen Teil musst du zeigen, dass du dein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzten kannst. Dazu musst du z.B. anhand eines selbst erstellten Arbeitsplanes einen therapeutischen Gegenstand anfertigen und die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten analysieren und begründen. Außerdem führst du mit einem Patienten oder einer Patientengruppe eine ergotherapeutische Behandlung durch. Im schriftlichen und mündlichen Teil wird dein Wissen u.a. in den Fächern Krankheitslehre, Psychologie, Pädagogik, Biologie sowie in Ergotherapeutischen Behandlungsverfahren geprüft.

Nach erfolgreich bestandener Prüfung, hast du die Berechtigung die Berufsbezeichnung "staatlich geprüfte/r Ergotherapeut/in" zu tragen.

Ausbildungsform

Der theoretische und praktische Vollzeitunterricht findet an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule statt. Neben medizinischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen, werden pädagogische und psychologische Inhalte vermittelt. Außerdem stehen ergotherapeutische Behandlungsverfahren und -methoden auf dem Lehrplan.

Ein wichtiger Baustein deiner Ausbildung ist die Praxis. Insgesamt musst du vier unterschiedliche Praktika einer von deiner Schule anerkannten Praktikumsstätte absolvieren. Insgesamt verbringst du 1700 Stunden in der praktischen Ausbildung.