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Tagesablauf



Eine neue Farbpaste aus Silikon soll entwickelt werden. Heute macht sich Matthias mit ruhiger Hand und großer Konzentration daran, die Rezeptur weiter zu verfeinern. Sieh’ selbst!

7:00 Uhr Arbeitsbeginn

Es ist eine ruhige Arbeitsatmosphäre, in der Matthias seinen Tag beginnt: Ein Labor voller Geräte und Werkzeuge, viel Glas und Metall und alles ist sehr sauber. Ein Ort, der für exaktes und konzentriertes Arbeiten bestens geeignet ist.

7:45 Uhr Rohstoffe besorgen

Nachdem Matthias sich einen Überblick verschafft hat und weiß, was er heute zu tun hat, macht er sich an die Arbeit. Als erstes besorgt er sich die Rohstoffe, die er für den heutigen Versuch braucht. Dafür geht er in ein kleines Lager und holt sich einen zähflüssigen, durchsichtigen Kunststoff, auch Polymer genannt und einen flüssigen gelben Farbstoff.

8:15 Uhr Genau messen und wiegen

Als erstes braucht Matthias den gelben Farbstoff, der hier flüssig in einer Flasche steht, in festem Zustand, also quasi als Farbstaub. Damit er später weiß, welche Menge an festem Farbstoff in der flüssigen Lösung war, wiegt er die Lösung und notiert sich das Gewicht. Wiegen heißt das übrigens bei ihm in der Fachsprache nicht, sondern einwiegen.

8:45 Uhr Aus flüssig wird fest

Die abgewogene Menge des flüssigen Farbstoffes befindet sich jetzt in einem Glaskolben. Diesen kann Matthias an eine Apparatur anbringen, der die Flüssigkeit, also das Lösungsmittel, von dem festen Farbstoff trennt. Rotationsverdampfer heißt dieser Apparat – denn er dreht sich, also er rotiert, und er lässt die Flüssigkeit verdampfen.

10:15 Uhr Jetzt wird’s bunt.

Der Farbstoff steht jetzt in fester Form vor Matthias und er kann die Farbpaste anrühren. Wichtig ist wieder: Genaues abmessen bzw. einwiegen und sich zu notieren, welche Mengen verwendet werden. Außerdem braucht Matthias Geduld, denn nur wenn er den Farbstoff vorsichtig und gut einrührt, kann eine gleichmäßige Paste entstehen. Zum Einrühren per Hand verwendet Matthias übrigens einen so genannten Spatel – eines der Werkzeuge, die besonders häufig zum Einsatz kommen

11:00 Uhr Qualitätskontrollen

Damit Matthias am Ende seines Versuches keine böse Überraschung erlebt, das Ergebnis nicht stimmt und er gleichzeitig keine Ahnung hat, woran das liegen könnte, führt er zwischendurch immer wieder Qualitätskontrollen durch. Jetzt bestimmt Matthias mit Hilfe eines Viskosimeters, die Viskosität. Das bedeutet, er prüft wie zähflüssig die Farbpaste ist. Außerdem schaut er nach, wie groß die Farbpartikel in der Paste momentan sind und wie gut sie verteilt sind. Das macht er mit einem so genannten Grindometer.

12:00 Uhr Mittagspause

Eine Stunde Pause – Matthias geht in die Kantine auf dem Firmengelände und trifft sich mit einem Kollegen aus der Ausbildung und danach gibt’s trotz des schlechten Wetters noch eine Portion Frischluft für die Konzentration.

13:15 Uhr Partikelgröße bestimmen

Die Farbpaste sieht zwar für das bloße Auge schon sehr gleichmäßig und schön gelb aus, aber die Farbpartikel sind noch zu grob und zu ungleichmäßig verteilt. Das hat der Grindometertest ergeben. Um das zu ändern, nimmt Matthias eine Apparatur zu Hilfe und zwar den Dreiwalzenstuhl: Das ist ein Gerät, das aus drei Metallwalzen besteht, die ganz nah beieinander stehen und die sich ganz langsam drehen. Nun wird die Paste von Walze zu Walze weitertransportiert und durch die winzigen Abstände gepresst. Dadurch werden die Farbpartikel in der Paste zerkleinert und gleichmäßiger in der Paste verteilt. Diese Prozedur dauert einige Zeit, zumal Matthias sie mehrmals wiederholt, bis alles passt.

15:00 Uhr Prüfen

Eigentlich ist die Farbpaste jetzt fertig. Matthias muss nur noch die Eigenschaft überprüfen, das heißt, er misst noch einmal die Viskosität und die Partikelgröße. Dann füllt er eine kleine Menge der Farbpaste in ein Glasfläschchen mit Deckel und erhitzt dieses auf 125 Grad Celsius. Zwischen Deckel und Farbpaste bildet sich ein Dampf. Diesen Dampf entnimmt Mattias und gibt ihn in einen Apparat, der Gaschromatograf heißt. Dieser spuckt dann aus, woraus der Dampf besteht und ob vielleicht noch zu viel Lösemittel in der Farbpaste ist. Das Ergebnis für heute: sehr gut!

16:00 Uhr Feierabend

AJetzt geht’s nach Hause! Matthias freut sich auf einen gemütlichen, verregneten Abend.