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Ausbildung

Chemielaborant/in

Ausbildungsform

Im Prinzip läuft die Ausbildung zum/zur Chemielaboranten/in so ab, dass die Auszubildenden einen Großteil ihrer Zeit im Betrieb verbringen und zusätzlich regelmäßig Berufsschule haben, in der die Theorie unterrichtet wird. Allerdings ist es in diesem Beruf in vielen Fällen auch so, dass Teile der Ausbildung in einem Lehrlabor, Ausbildungszentrum oder Berufsbildungswerk stattfinden. In kleineren Unternehmen die kein Lehrlabor eingerichtet haben, findet die Ausbildung direkt im Betriebslabor statt. Bei Matthias war es so: Er hat die meiste Zeit im Berufsbildungswerk seines Unternehmens verbracht. Das ist so eine Mischung aus Schule und Betrieb – hier wird zwar nichts produziert und das Lernen steht im Vordergrund, aber die Ausbildung ist ganz nah an der Praxis dran. Zusätzlich war er monatsweise in verschiedenen Abteilungen, um den Berufsalltag kennen zu lernen.

Ausbildungsdauer

Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zum/zur Chemielaboranten/Chemielaborantin im Normalfall. Bist du in der Berufsschule und im Betrieb besonders gut oder hast schon eine ähnliche Ausbildung gemacht, kannst du die Ausbildungszeit unter Umständen verkürzen. Wenn’s soweit ist, frag’ nach in deiner Berufsschule, deinem Ausbildungsbetrieb oder bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

Ausbildungsinhalte

- Arbeitsmittel und -geräte sowie Labor- und Messgeräte bedienen, pflegen und warten
- Konzentrationen berechnen
- Proben entnehmen
- Chemische Lösungen herstellen
- Stoffe zerlegen
- Qualität und Menge von Stoffen analysieren
- Organische oder anorganische Verbindungen herstellen
- Reaktionen mit Hilfe physikalischer Verfahren beschleunigen
- Mikrobiologische Arbeiten durchführen
- Biochemische Arbeiten durchführen
- Beschichtungsstoffe herstellen, aufbringen und prüfen
- Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- Umweltschutzmaßnahmen beachten

Abschluss

Die ersten Noten für deinen Abschluss sammelst du am Ende des zweiten Ausbildungsjahres, im ersten Teil der sogenannten gestreckten Abschlussprüfung. Das Ergebnis fließt in die Gesamtnote am Ende ein. Am Ende der Ausbildung steht dann der zweite Teil der Abschlussprüfung auf dem Programm. In beiden Prüfungen gibt es einen schriftlichen Teil, in dem die Theorie abgefragt wird und einen praktischen Teil. In der praktischen Prüfung führst du einen Versuch durch, stellst zum Beispiel ein chemisches Produkt her und analysierst chemische Substanzen.

Einsatzbereiche

Chemielaboranten/ Chemielaborantinnen werden in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in der Lack- und Farbenindustrie sowie in der Nahrungsmittelindustrie gebraucht. In allen Bereichen sind sie sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Produktion tätig.

Verdienst

Was du als Chemielaborant/in in der Ausbildung genau bekommst, ist unterschiedlich. Das hängt vom Betrieb, von der Branche und von deinem Wohnort ab.
Während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: € 733 bis € 806
2. Ausbildungsjahr: € 777 bis € 867
3. Ausbildungsjahr: € 821 bis € 947
4. Ausbildungsjahr: € 870 bis € 1.018

Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung unterscheiden sich die Gehälter noch stärker als während der Ausbildung. Jetzt kommt hinzu, dass das Gehalt von deiner Position abhängt, deiner Berufserfahrung und deiner Qualifikation. Außerdem gibt es eventuell Schichtzulagen und manche Unternehmen zahlen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.676 bis € 3.105 im Monat betragen.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)