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Ausbildung

Biologielaborant/in

Ausbildungsform

Die Ausbildung findet im dualen System statt: Du lernst in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst gleichzeitig die Berufsschule. Im Betrieb lernst du die Berufspraxis kennen und wirst durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen angeleitet. In der Berufsschule geht es mehr um die Theorie.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre.
Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es in einigen Betrieben möglich, die Ausbildung zu verkürzen.

Genaue Auskunft dazu geben dir dein Betrieb oder deine Berufsschule.

Ausbildungsinhalte

Die Biologie ist eine sehr umfangreiche und abwechslungsreiche Wissenschaft, daher lernst du in deiner Ausbildung auch viele unterschiedliche Bereiche kennen. In deiner späteren Tätigkeit wirst du dich dann auf bestimmte Bereiche spezialisieren.
Übrigens: Das Arbeiten mit Labortieren ist ein wesentliches Merkmal dieses Berufsbildes. Je nachdem, in welchem Bereich du später arbeitest, hast du dann mehr oder weniger mit Tieren zu tun. In der Ausbildung ist der Umgang und das Arbeiten mit Tieren aber fester Bestandteil des Ausbildungsplans und ein Teil der Abschlussprüfung und unabhängig davon in welchen Betrieb du deine Ausbildung machst.

Wichtige Inhalte deiner Ausbildung sind zum Beispiel:
• Messdaten erfassen, auswerten und verarbeiten.
• Mit Arbeitsmitteln und -geräten umgehen und sie pflegen und warten.
• Proben vorbereiten, nehmen und analysieren.
• Mikrobiologische, zellkulturtechnische und biochemische Arbeiten durchführen.
• Arbeitsstoffe trennen und vereinigen.
• Physikalische Größen messen.
• Daten statistisch erfassen, darstellen und auswerten.
• Tiere sezieren und das entnommene Gewebe für mikroskopische Betrachtungen auf Objektträgern aufarbeiten.
• Gentechnische und molekularbiologische Arbeiten durchführen.
• Körperflüssigkeiten gewinnen und aufbereiten.
• Wirbeltiere narkotisieren (betäuben) und Wirkstoffe auf unterschiedlichen Wege mit Hilfe von Spritzen verabreichen.

Abhängig davon in welchem Betrieb du deine Ausbildung machst, wirst du neben den Pflichtbausteinen dieser Ausbildung zusätzlich noch in 6 weiteren sogenannten Wahlqualifikationseinheiten vertieft ausgebildet. Diese Wahlqualifikationen werden im Rahmen der Abschlussprüfungen auch gesondert abgeprüft. Beispiele dafür sind das Durchführen botanischer Arbeiten, Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor, Qualitätsmanagement, Pharmakologie, Molekularbiologie und einige mehr. Es lohnt sich also, sich vor Ausbildungsbeginn in dem Ausbildungsbetrieb deiner Wahl danach zu erkundigen.

Abschluss

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil, in denen die meisten Pflichtqualifikationen geprüft werden. Das sind Inhalte, die für alle Biologielaboranten und Biologielaborantinnen gelten.
Der zweite Teil findet am Ende der Ausbildung statt. Dann geht es größtenteils um die vom Ausbildungsbetrieb gewählten Vertiefungsthemen, den so genannten Wahlqualifikationen. Es gibt drei Prüfungsbereiche: Eine praktische Prüfung im Bereich prozessorientiertes Arbeiten und zwei schriftliche Prüfungen in den Bereichen Biologische Technologien und Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Themen der jeweiligen Prüfungsbereiche hängen von 6 Schwerpunktgebieten des Ausbildungsbetriebes ab. Das bedeutet, dass nicht alle Biologielaboranten im zweiten Teil der Abschlussprüfung in allen Bereichen vertieft geprüft werden.

Einsatzbereiche

Die Einsatzmöglichkeiten für einen Biologielaboranten oder einer Biologielaborantin sind sehr vielfältig. Neben den Tätigkeiten in der medizinischen oder biologischen Forschung, kannst du z. B. auch in Laboren der Pharma-, Lebensmittel- oder Chemieindustrie arbeiten.
Daneben ist es auch möglich, in der öffentlichen Verwaltung tätig zu werden, z. B. beim Gesundheits- oder Umweltamt. Oft sind in bestimmten Bereichen Spezialkenntnisse notwendig, die du entweder durch spezifische Berufserfahrung mitbringst oder die du in firmeninternen Weiterbildungen erwerben kannst.

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann je nach Betrieb aber auch regional unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:
Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 804
2. Ausbildungsjahr: € 851 bis € 865
3. Ausbildungsjahr: € 898 bis € 942
4. Ausbildungsjahr: € 952 bis € 1.013

Nach der Ausbildung
Auch nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Faktoren ab. Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € € 2.776 bis € 3.276 im Monat betragen. Mit mehr Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen steigt dein Gehalt.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)