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Ausbildung

Bäcker/in

Ausbildungsform

Die Ausbildung findet im dualen System statt, d.h. du wirst sowohl in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet. Zusätzlich dazu gibt es überbetriebliche Fortbildungen. Dieser Zusatzunterricht findet meistens in größeren Blöcken statt. Abseits des Arbeitsalltags wird so sichergestellt, dass du alle Bereiche des Bäckerhandwerks genauer kennen lernst.

Ausbildungsdauer

In der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre. Hast du jedoch besonders gute Noten oder einschlägige Vorkenntnisse, kann deine Ausbildungszeit verkürzt werden. Dies ist auch möglich, wenn du vor Deiner Ausbildung eine betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQJ) erfolgreich abgeschlossen hast. Dein Betrieb, deine Schule und die Handwerkskammer müssen der Verkürzung aber zustimmen. Meistens wird die Ausbildung maximal um ein halbes Jahr verkürzt.

Ausbildungsinhalte

- Rohwaren, Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse kontrollieren und lagern
- Arbeitsabläufe und die Arbeit im Team abhängig von den Rezepten vorbereiten
- Massen mit unterschiedlichen Zutaten und Verfahren herstellen und weiterverarbeiten
- Vorteige und Sauerteige ansetzen
- Unterschiedliche Produkteherstellen, wie z. B. Teegebäck, Lebkuchenmasse, süße und pikante Füllungen
- Herzhafte kleine Gerichte zubereiten, wie z. B. Eierspeisen, Salate und Quiches
- Kalte und gefrorene Süßspeisen und süße Eierspeisen herstellen
- Backwaren im Verkaufsraum präsentieren
- Kunden beraten, Kundenerwartungen einschätzen und Waren verkaufen
- Backwaren transportsicher verpacken
- Betriebliche Dokumentationen anlegen, Qualitätsmängel beseitigen und Rezepturen prüfen
- Hygienevorschriften einhalten und die Qualität von Produkten und Rohstoffen sichern
- Vorschriften zum Arbeitsschutz und zur Unfallverhütung einhalten
- Energie und Material wirtschaftlich und umweltschonend verwenden

Ausbildungsinhalte

Als Bäcker/in musst du Anlagen bedienen, in denen chemische Produkte wie etwa Medikamente oder Kosmetika hergestellt werden. Grundlage dafür ist es, Produktionsprozesse zu verstehen. Deshalb wird in der Ausbildung technisches und chemisches Grundwissen vermittelt. Außerdem lernst du, Anlagen zu betreiben und Instand zu halten und Prozessleitsysteme zu bedienen. Darüber hinaus gehört die Laborarbeit zur Ausbildung: Du lernst, Analyseverfahren anzuwenden und Ergebnisse auszuwerten.

Abschluss

Um zu deiner Gesellenprüfung zugelassen zu werden, musst du vorgeschriebene Ausbildungsnachweise vorlegen und die erfolgreiche Teilnahme an der Zwischenprü-fung nachweisen. Die Zwischenprüfung legst du am Ende deines zweiten Ausbil-dungsjahrs ab. Dabei wirst du sowohl praktisch, als auch theoretisch geprüft. Bei deiner Abschlussprüfung musst du im praktischen Teil innerhalb von acht Stunden vier Arbeitsaufgaben schaffen. Das kann beispielsweise die Herstellung eines Sauerteigbrotes oder einer Sahnetorte sein. Zu diesen Aufgaben wirst du zusätzlich mündlich befragt. Im sechsstündigen schriftlichen Teil wirst du z. B. in Produktions-technik oder betriebswirtschaftlichem Handeln geprüft.

Einsatzbereiche

Als fertige/r Bäckergeselle/gesellin kannst du sowohl im Handwerk in Bäckereien wie auch in der Industrie arbeiten, z.B. als Spezialist/in der Nahrungsmittelindustrie. Gute Bäcker sind aber auch in anderen Bereichen gefragt, z.B. in der Küche eines 5-Sterne-Hotels im Ausland, wenn dort Backwaren selbst hergestellt werden. Wenn dich die Qualitätssicherung besonders interessiert und du gut mit Menschen umgehen kannst, könnte die Arbeit als Lebensmittelkontrolleur ebenso dein Ding sein. Darüber hinaus entstehen immer mehr Spezial- und Diätbäckereien. Auch dar-auf kannst du dich spezialisieren. Wichtig ist, dass du dir genau überlegst, wo deine Stärken während deiner Ausbildung lagen.

Verdienst

Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann je nach Betrieb aber auch regional unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkt wird folgender Bruttoverdienst während der Ausbildung angegeben:

Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 430
2. Ausbildungsjahr: € 550
3. Ausbildungsjahr: € 670

(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Bruttoverdienst nach der Ausbildung:
Dein Gehalt als Bäckergeselle hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und wird durch die Landesinnungsverbände im Rahmen von Tarifverträgen geregelt. Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.301 im Monat betragen. In Gebieten, in denen die Tarifverträge nicht gelten, vereinbarst du deinen Lohn individuell mit deinem Arbeitgeber.