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Ausbildung

Anlagenmechaniker/in

Ausbildungsform: Duale Ausbildung

Die meiste Zeit arbeitest du für deinen Betrieb – ob auf Baustellen, in der Werkstatt oder bei Kunden bzw. Kundinnen. Woran du arbeitest und was du lernst, musst du in einem Berichtsheft festhalten. Ein vollständiges Berichtsheft ist eine der Voraussetzungen, um am Ende zur Gesellenprüfung zugelassen zu werden.
Je nach Berufsschule hast du entweder alle paar Wochen ein paar Tage am Stück oder jede Woche ein oder zwei Tage Berufsschule. Dort geht es um das theoretische Grundwissen, das du als Anlagenmechaniker/in SHK brauchst.
Schließlich verbringst du einige Wochen im Berufsbildungszentrum der zuständigen Kammer oder Innung. Dort vertiefst du in praktischen Kursen wichtige Grundfertigkeiten, du lernst zum Beispiel zu schweißen, zu löten, verschiedene Heizungsanlagen zu warten oder elektrische Verdrahtungen herzustellen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre. Wenn du bereits ein Berufsgrundbildungsjahr in diesem Bereich erfolgreich abgeschlossen hast, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Ausbildungsinhalte

Anlagenmechaniker/in SHK ist ein sehr vielseitiger Beruf. Wer heute diesen Beruf erlernt, hätte noch vor ein paar Jahren zwei Ausbildungen machen müssen: eine zum bzw. zur Gas-Wasser-Installateur/in und eine zum bzw. zur Heizungs- und Lüftungsbauer/in. Außerdem hättest du dir die erforderlichen Kenntnisse in der Elektrotechnik aneignen müssen, die in der Ausbildung heute vermittelt werden. Das bedeutet, du bist als Anlagenmechaniker/in SHK für alles rund um Heizungen, Lüftungsanlagen und Wasser zuständig. Dazu gehört sowohl Kundenberatung, Kundendienst, also Wartung und Reparatur, als auch Montage und Installation in Neu- und Altbauten. Um das alles machen zu können, bearbeitest du Rohre, Bleche und Profile aus Metall oder Kunststoff. Du musst bohren, schrauben und schweißen. Außerdem musst du dich in der Regel- und Steuerungstechnik auskennen und Störungen beheben. Dazu musst du Fehler finden und die richtige Diagnose stellen.

Weitere Ausbildungsinhalte:
- Anforderungen und Informationen von Kunden entgegennehmen, an den Betrieb weiterleiten und entsprechend berücksichtigen
- Arbeitsabläufe planen, festlegen und Ergebnisse beurteilen und protokollieren
- Informationen beschaffen und bewerten
- Prüf- und Messmethoden kennen lernen und anwenden lernen
- Anlagen- und Systemtechnik anwenden
- Anlagen in Betrieb nehmen
- Anlagen kontrollieren und instand halten
- Rohrleitungen und Kanäle montieren und demontieren
- Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Sicherheitseinrichtungen versorgungstechnischer Anlagen und Systeme montieren
- Dämm-, Dichtungs- und Schutzmaßnahmen durchführen
- bauphysikalische, bauökologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen
- elektrische Anschlüsse versorgungstechnischer Anlagen und Systeme installieren und reparieren
- Rechte und Pflichten eines Auszubildenden
- Organisation des Ausbildungsbetriebs – Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung
- Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
- Umweltschutzmaßnahmen beachten und anwenden

Abschluss

Am Ende deiner Ausbildung legst du eine Prüfung ab, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Damit du zur Prüfung zugelassen wirst, muss dein Berichtsheft komplett sein und du musst an der Zwischenprüfung teilgenommen haben.

In der theoretischen Prüfung musst du ein Probleme analysieren, bewerten und eine Lösung beschreiben. Außerdem werden Fragen zu dem Schulfach Wirtschaft und Sozialkunde gestellt.
In der praktischen Prüfung bekommst du einen Arbeitsauftrag, den du erledigen und dann in einem Fachgespräch erläutern musst. In deiner Prüfung kannst du dich übrigens teilweise auf eines von vier Handlungsfeldern konzentrieren: Wassertechnik, Wärmetechnik, Lufttechnik oder Umwelttechnik / Erneuerbare Energien. Hier kannst du das ins Spiel bringen, was du in deiner Ausbildung am meisten oder am liebsten gemacht hast.

Einsatzbereiche

So vielseitig die Aufgaben sind, so vielseitig sind auch die späteren Arbeitsbereiche. Als Anlagenmechaniker/in SHK kannst du in Handwerksbetrieben oder in industriell orientierten Unternehmen der technischen Gebäudeausrüstung arbeiten. In Frage kommen neben Sanitär- und Heizungsfirmen solche Firmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten oder auch die Stadtwerke oder sonstige technische Wartungsdienste.

Verdienst

Bruttovergütung während der Ausbildung (neue / alte Bundesländer)
1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 529
2. Ausbildungsjahr: € 550 bis €564
3. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 631
4. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 680

(Quelle: BERUFENET, August 2014)

Brutto: Vom Bruttoverdienst werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen (Bruttoverdienst minus Steuern und Sozialabgaben = Nettoverdienst). Der Nettoverdienst ist das, was du am Ende in der Tasche hast.

Nach der Ausbildung
Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.301 betragen.

(Quelle: BERUFENET, August 2014)