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Tagesablauf



Ein typischer Arbeitstag steht für Tim an. Schau ihr dabei über die Schulter.

5:45 Ankommen

Es ist Sommer und der Himmel über Berlin und der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg schon taghell. Tim hat diese Woche Frühschicht und erscheint pünktlich um 5:45 Uhr im Seniorenheim. Im Umkleideraum zieht er sich seine Arbeitskleidung an. In vielen Seniorenpfelegeinrichtungen kann man in seiner Alltagskleidung arbeiten. Weil Tim aber auf einer Demenzstation arbeitet, hilft die Kleidung den Bewohnerinnen und Bewohnern bei der Orientierung. Eine Viertelstunde hat er nun auf seiner Station Zeit, sich vom Kollegen die Geschehnisse der Nachtschicht mitteilen zu lassen.

6:00 Medikamente zusammenstellen

Falls es die Nachtschicht nicht schon erledigt hat, stellt Tim als erstes die Medikamente für den Tag zusammen. Damit Tim den Überblick behält, wer welches Medikament in welcher Menge und wie oft am Tag erhalten soll, führen er und das Pflegeteam Listen mit den ärztlichen Verordnungen. Für jeden Patienten füllt Tim je einen kleinen Medikamentenkasten, den Dispenser, mit der täglichen Ration Medikamente.

Tim ist auch dafür verantwortlich, die Medikamente auszuteilen und sicher zu gehen, dass sie jeder Bewohner auch einnimmt. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe: Der Medikamentenschrank muss immer abgeschlossen sein!

7:00 Orientierung bieten

Die ersten Senioren sind aufgewacht. Viele von Ihnen sind an Demenz erkrankt, verwirrt und können nicht einschätzen, wie viel Uhr es ist. Tim bietet ihnen die nötige Orientierung: er wünscht einen guten Morgen, fragt, ob er oder sie gut geschlafen hat, und ob man vielleicht schon frühstücken möchte? Dann führt er den oder die Heimbewohner/in in die Wohnküche oder bringt das Frühstück ans Bett – ganz nach den Wünschen und der körperlichen Verfassung der Person.

8:00 Körperpflege

Den meisten älteren Menschen auf Tims Station muss bei der täglichen Körperpflege geholfen werden. Sie sind einfach nicht mehr beweglich oder auch nicht mehr kräftig genug, um das selber zu erledigen. Tim hilft den Bewohnern der Station beim waschen, kämmen und an- und ausziehen. Viele ältere Menschen können nicht mehr selbständig zur Toilette und brauchen auch dort Unterstützung.

10:00 Beschäftigen und betreuen

Wer von den Patienten Lust hat und dazu in der Lage ist, kann bei den Vorbereitungen der Mahlzeiten mithelfen. Äpfel schälen zum Beispiel! Jede Aktivität der Senioren ist erwünscht, das hält Körper und Geist fit. So bleiben sie so beweglich und selbständig wie möglich.

11:30 Mittagessen

Endlich Mittagessen. Einige Senioren nehmen ihr Mittagessen in der Wohnküche der Station ein, andere bekommen ihre Mittagsmahlzeit im Zimmer am Bett serviert. Doch nicht jede Person ist noch in der Lage, selbstständig zu essen. Manch einem Heimbewohner hilft Tim beim Essen und Trinken. Erst wenn alle satt sind, geht Tim selbst zum Mittagessen in die Kantine.

13:00 Mittagschlaf und richtige Lagern

So ein Vormittag, der schon um 6 Uhr früh beginnt, kann ganz schön lang werden! Manche der Heimbewohner sind sichtlich erschöpft. Sie erleben den Tag als bereits sehr lang und anstrengend. Die Konzentration nimmt ab, die Kräfte schwinden. Manche Senioren schlafen sogar schon beim Mittagessen ein. Zeit für einen Mittagsschlaf!

Doch so einfach ist das nicht: Tim muss die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich nicht mehr selbst im Bett zurechtlegen können, richtig lagern. So bekommen sie keine Druckstellen und liegen sich nicht wund.

13:30 Dokumentieren und Schicht-Übergabe

Bevor der Spätdienst kommt, muss Tim im Büro die wichtigsten Vorkommnisse der Frühschicht in den Akten für jeden der Heimbewohner/innen dokumentieren.

Um 13:30 Uhr erscheint dann der Spätdienst auf der Station und löst den Frühdienst ab. Wie heute früh bei Tims Schichtbeginn wird wieder eine Übergabe gemacht und die aktuelle körperliche und geistige Verfassung jedes einzelnen Bewohners und jeder Bewohnerin kurz durchgesprochen. Diesmal jedoch benötigen die Kollegen für die Übergabe statt einer viertel eine dreiviertel Stunde Zeit: schließlich ging es am Vormittag um einiges turbulenter zu als in der Nacht!

13:45 Feierabend

Die Frühschicht ist vorbei. Der Nachteil ist das frühe Aufstehen. Was schön ist, ich hab jetzt Zeit für mein Hobby – ich geh jetzt Fußball spielen.

Zusatzinfo – Arbeitszeiten:

Als Altenpfleger/in arbeitest du häufig in Schichtdiensten, da die Menschen rund um die Uhr Pflege und Betreuung benötigen. Das heißt, du musst auch mal sehr früh morgens aufstehen oder fängst erst spät abends an zu arbeiten. Das ist nicht immer einfach, da sich dein Körper erst daran gewöhnen muss. Als Auszubildende/r unter 18 Jahren darfst du allerdings laut Jugendarbeitsschutzgesetz noch nicht nachts arbeiten. Und wenn du Berufsschule hast, musst du ebenfalls keine Nachschicht übernehmen.