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Tätigkeiten



Tim erzählt dir, welche Tätigkeiten und Aufgaben als Altenpfleger bzw. Altenpflegerin von besonderer Bedeutung sind:

Pflegen und betreuen

Die meiste Zeit des Tages verbringst du als Altenpfleger/in damit, alte Menschen zu pflegen und zu betreuen. Viele der Senioren sind körperlich und geistig so geschwächt, dass sie bei fast allen alltäglichen Angelegenheiten Hilfe benötigen. Sie brauchen zum Beispiel Unterstützung bei der täglichen Körperpflege, beim An- und Ausziehen, beim Essen und Trinken oder beim Fortbewegen.

Aktivieren und fördern

Als Altenpfleger/in sorgst du für Beschäftigung für die älteren Menschen und gestaltest ihre Freizeit. Dadurch aktivierst du ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, den Geist und die Sinne und förderst ihre Gesundheit. Zum Beispiel forderst du mit der so genannten Biografiearbeit die Seniorinnen und Senioren auf, Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen und aktivierst so ihr Erinnerungsvermögen. Man muss viel Geduld aufbringen, um auch die einfachsten Tätigkeiten immer wieder zu erklären und mit den häufig an Demenz erkrankten Patienten einzuüben: alles langsam und in möglichst einfachen Sätzen erklären, unermüdlich wiederholen, ermutigen, zusprechen, loben.

Medizinisch versorgen

Mit Hilfe von Diagnosewerkzeugen kann Tim den Gesundheitszustand der Bewohner/innen des Seniorenheims überprüfen. Egal, ob Blutzuckermessgerät, Spritzen, Blutdruckmessgerät, Katheter oder Verbände – Tim muss mit all diesen Instrumenten umgehen können. Viele Bewohner/innen sind krank. Sie brauchen Medikamente, die Tim nach ärztlicher Verordnung zusammenstellt. Die Medikamente lagern in einem Schrank, der immer abgeschlossen sein muss. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.

Sterbebegleitung

Als Altenpfleger/in betreust du ältere Menschen in allen Lebenslagen, auch in den letzten Tagen ihres Lebens bis zum Tod. Das ist nicht immer einfach, aber Schritt für Schritt kannst du den professionellen Umgang mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen, Tod und Schicksalsschlägen lernen – allerdings benötigst du dafür persönliche Standfestigkeit. Außerdem sind deine kommunikativen und sozialen Fähigkeiten besonders gefordert. Auch mit rechtlichen und formalen Angelegenheiten musst du dich auskennen. Als Altenpfleger/in stehst du oft in engem Kontakt mit Angehörigen und Behörden. Und wenn ein Mensch, den du betreut hast, stirbt, sind einige Formalitäten zu erledigen.

Case Management und Pflegeplanung

Kein Mensch ist wie der andere, für jeden muss die Betreuung individuell gestaltet werden. In Gesprächen mit dem Bewohner, seinen Angehörigen und Ärzten ermittelst du als Altenpfleger/in die persönlichen Hintergründe und Bedürfnisse deines Patienten. Das ist die Voraussetzung für deine Pflegeplanung, die festlegt, welche individuelle Pflege die jeweilige Person erhalten soll: Nach welcher Diät sollte sie sich ernähren? In welcher emotionalen Verfassung befindet sie sich? Außerdem muss festgelegt werden, wie du dich verhalten darfst, wenn ein Patient nicht mehr in der Lage ist, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Was kannst du dann alleine entscheiden, wofür musst du eine Genehmigung einholen?

Beobachten und Dokumentieren

Als Altenpfleger/in musst du eine Menge Informationen verwalten. Einen Teil der Arbeit erledigst du daher im Büro mit Hilfe von PC, Akten und Listen. Du erstellst Berichte und Protokolle über jede Person, die dann bei Schichtwechsel an die Kolleginnen und Kollegen weitergegeben und besprochen werden. Hat sich der Gesundheitszustand verbessert oder verschlechtert? Hat die Arztvisite neue Medikamente verordnet?

Teamarbeit

Teambesprechungen sind das A und O bei deiner Arbeit als Altenpfleger/in: Ohne Absprachen und Aufgabenverteilung läuft auf der Station einfach nichts. Altenpfleger/innen stehen oft unter Zeitdruck und müssen mehrere Aufgaben und Anforderungen gleichzeitig im Blick behalten. Du solltest daher kein Einzelgänger sein und auch deine Kollegen und Kolleginnen tatkräftig unterstützen. Ausserdem kann die Arbeit mit alten, kranken und sterbenden Menschen seelisch belastend sein. Da muss man sich im Pflegeteam schon mal aussprechen können und sollte gut zusammenhalten.