Für die vollständige Darstellung der Website wird JavaScript und das Flash-Plugin (Version 8) benötigt.

Ausbildung

Altenpfleger/in

Hier findest du alle wesentlichen Aspekte, die du für die Ausbildung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger wissen musst.

Ausbildungsform: Duale Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in eine schulische und eine berufspraktische Ausbildung. Über die Hälfte der Zeit entfällt auf die praktische Ausbildung. Die Altenpflegeschule besuchst du im Klassenverband meistens in mehrwöchigen Unterrichtsblöcken. Dort lernst du in den so genannten Lernfeldern zum Beispiel, wie du einen Pflegeplan erstellst oder wie du bei der medizinischen Diagnostik (Die Fähigkeit und Lehre, Krankheiten zu erkennen) und Therapie mitwirkst. Die praktische Ausbildung verbringst du in einer stationären Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten (häuslichen) Pflegedienst. Dort lernst du, alte und kranke Menschen zu betreuen, zu aktivieren und medizinisch zu versorgen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit berufsbegleitend maximal 5 Jahre. Wenn du schon eine andere Ausbildung gemacht hast, kannst du einen Antrag auf Verkürzung der Ausbildungsdauer bei der zuständigen Behörde stellen. Wenn du zum Beispiel schon eine Ausbildung in der Alten- oder Krankenpflegehilfe absolviert hast, kannst du die Ausbildung um 1 Jahr verkürzen. Wenn du eine Ausbildung in der Krankenpflege oder Heilerziehungspflege absolviert hast, sogar um 2 Jahre. Bei anderen gleichwertigen Ausbildungen wie Hauswirtschaft oder Sanitätsdienst der Bundeswehr ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ebenfalls möglich.

Ausbildungsinhalte

Im theoretischen und praktischen Unterricht an der Altenpflegeschule lernst du in vier Lernbereichen alles, was du für die Betreuung, Versorgung und Pflege alter Menschen wissen musst.
- alles rund um die Pflege und Pflegeplanung, den Umgang mit alten Menschen und die medizinische Diagnostik und Versorgung.
- die Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung
- die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen der altenpflegerischen Arbeit
- Hilfestellung für den Beruf selbst, zum Beispiel wie du mit Krisen und Stress umgehen kannst und wie du auf die eigene Gesundheit aufpassen kannst.

Während der praktischen Ausbildung in Altenpflegeeinrichtungen wendest du dann vor Ort und praktisch mit den alten Menschen das Wissen an, das du in der Schule gelernt hast.

Abschluss

Am Ende der Ausbildung legst Du eine Abschlussprüfung ab, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Der theoretische, also der schriftliche und der mündliche Teil der Prüfung, finden an der Altenpflegeschule statt. Der praktische Teil wird in der Einrichtung durchgeführt, in der die Altenpflegeschüler/innen die praktische Ausbildung absolviert haben. Er kann auch in der Wohnung einer pflegebedürftigen Person abgelegt werden, die von dieser Einrichtung betreut wird.

Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der schriftlichen Ausarbeitung eines Pflegeplans und der praktischen Durchführung der Pflegeaufgabe, die auch die Beratung, Betreuung und Begleitung eines alten Menschen einschließt. Der Plan und die praktische Durchführung müssen am Ende der Prüfung ausgewertet werden. Ein/e Altenpfleger/in muss das eigene Handeln genau beschreiben, begründen und einschätzen können.

Einsatzbereiche

Nach deiner Ausbildung zur Altenpfleger/in kannst du dich für unterschiedliche Arbeitgeber und Einsatzorte entscheiden. Wenn du eine stationäre, also ortsgebundene Einrichtung wählst, arbeitest du zum Beispiel in einem Altenpflegeheim oder einem Krankenhaus mit einer geriatrischen Abteilung. Wenn du bei einem ambulanten (häuslichen) sozialen Pflegedienst arbeitest, betreust du alte Menschen an unterschiedlichen Einsatzorten, meist besuchst du sie zu Hause. Du kannst aber auch etwas ganz anderes machen und als Berater rund um Fragen der Pflege arbeiten. Dann arbeitest du zum Beispiel in Pflegeberatungsstellen von Seniorenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden oder kirchlichen Organisationen.

Verdienst

Wie viel du verdienst, hängt sowohl während als auch nach der Ausbildung sehr von der Altenpflegeeinrichtung und dem Bundesland ab. Gesetzlich ist eine „angemessene Ausbildungsvergütung“ festgeschrieben, die tatsächlich dann aber zwischen den öffentlichen tarifgebundenen und den freien privaten Altenpflegeeinrichtungen unterschiedlich sein kann. Damit du eine ungefähre Vorstellung hast, hier die Ausbildungsgehälter nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD):
Im 1. Ausbildungsjahr 916,00 Euro
Im 2. Ausbildungsjahr 977,00 Euro
Im 3. Ausbildungsjahr 1.078,00 Euro

Häufig liegt der Verdienst eher unterhalb der angegebenen Werte. Eine Ausbildungsvergütung erhältst du nur, wenn du einen Ausbildungsvertrag mit einer Altenpflegeeinrichtung hast.

Nach der Ausbildung

Ein Einstiegsgehalt, das an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) angelehnt wird, sieht ein Monatsbruttoentgelt von € 2.421 bis € 2.669 vor. Diese Vorgabe gilt aber nicht überall, es werden je nach Altenpflegeeinrichtung unterschiedliche Gehälter gezahlt. Zugelassene Pflegeeinrichtungen müssen ihren Beschäftigten ortsübliche Löhne zahlen.

Das Gehalt ist auch abhängig von der Berufserfahrung und der Funktion. Je nach Einsatzbereich können außerdem noch Schichtzulage, Pflegezulage, Zuschläge für Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder für Nachtarbeit zwischen 21:00 Uhr und 06:00 Uhr gewährt werden.

(Quelle: BERUFENET, August 2014)