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Ausbildung



Ausbildungsform

Es handelt sich um eine duale Ausbildung, d.h. du verbringst die meiste Zeit in deinem Ausbildungsbetrieb. Dies sind in der Regel kommunale oder industrielle Kläranlagen. Dort wirst du von einem Ausbilder oder einer Ausbilderin und erfahrenen Kollegen und Kolleginnen angelernt. Daneben hast du regelmäßig Berufsschule.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung, meist um 6 Monate, möglich. Die Bestimmungen hierzu sind je nach Bundesland unterschiedlich. Mögliche Gründe, die Ausbildungszeit zu verkürzen sind zum Beispiel besonders gute Leistungen in der Berufsschule und im Betrieb oder die Anrechnung einer Berufsausbildung. Voraussetzung ist, dass der Ausbildungsbetrieb, die Berufsschule und die zuständige Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer zustimmen.

Ausbildungsinhalte

Der Beruf Fachkraft für Abwassertechnik ist eng verwandt mit drei weiteren umwelttechnischen Berufen, der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und der Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. In den ersten 15 Monaten lernen die Azubis daher die gleichen Inhalte. In dieser Zeit erfahren die Azubis so Einiges über Umweltschutz und Elektrotechnik, ökologische Kreisläufe, gefährliche Arbeitsstoffe und über die Grundlagen der Arbeitsorganisation.

Im berufsspezifischen zweiten Teil der Ausbildung lernst du dann wie man:
- Abwasser- und Klärschlammproben analysiert,
- Abwassernetze überwachen und wartet und
- Anlagen überwachen und repariert und Kläranlagen überwacht.

In der Berufsschule lernst du u.a.:
- Umweltkonzepte planen
- Mit Mikroorganismen umgehen
- Umweltchemikalien einsetzen
- Rohrleitungssysteme betreiben
- Wasser- und Abfallinhaltsstoffen untersuchen
- Maschinen und Einrichtungen bedienen und instand halten
- Elektrische Anlagen betreiben und instand halten
- Entwässerungssysteme betreiben
- Abwasser reinigen
- Untersuchen von Abwasser und Schlämmen
- Abwasser und Schlämme biologisch und chemisch behandeln
- Elektrische Geräte anschließen
- Entwässerungssystem instand halten und Indirekteinleiter überwachen
- Abwasserbehandlungsanlagen steuern und regeln

Abschluss

Deine Abschlussprüfung legst du – je nachdem, wo du ausgebildet wurdest – entweder bei der zuständigen Stelle des öffentlichen Dienstes oder bei der Industrie- und Handelskammer ab.
Die Prüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil.
Für den praktischen Teil musst du eine bestimmte Aufgabe in höchstens zehn Stunden lösen. Das könnte z.B. eine elektrotechnische oder analytische Aufgabe sein.
Im schriftlichen Teil sollst du zeigen, dass du die theoretischen Grundlagen in den Fächern Abwassertechnik, Elektrotechnik sowie in Wirtschafts- und Sozialkunde beherrschst. Hierfür hast du fünf Stunden Zeit.
Wenn du diese Prüfungen bestanden hast, bist du Fachkraft für Abwassertechnik.

Einsatzbereiche

Fachkräfte für Abwassertechnik arbeiten meist in kommunalen oder industriellen Kläranlagen. Aber auch Umweltämter, Verbraucherzentralen oder Abwasserverbände kommen als Arbeitgeber infrage.

Verdienst

Wie viel du verdienst, hängt sehr vom Betrieb und vom Bundesland ab. Als Anhaltspunkte werden folgende Bruttoverdienste während der Ausbildung angegeben.
Bruttoverdienst während der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: € 833
2. Ausbildungsjahr: € 883
3. Ausbildungsjahr: € 929

Bruttoverdienst nach der Ausbildung
Was du nach der Ausbildung in diesem Beruf verdienen kannst, hängt stark von den jeweiligen Anforderungen, deiner Berufserfahrung, dem Betrieb und dessen Lage ab. Zum Teil gibt es da erhebliche Schwankungen. Du kannst ungefähr mit einer tariflichen Bruttovergütung zwischen € 2.421 bis € 2.669 pro Monat rechnen.
(Quelle: BERUFENET, August 2014)